Bodenmais – ein Traum in weiß!

Wintersport gehört nun nicht zu meinen größten Vorlieben. Das letzte Mal im Winterurlaub war ich tatsächlich vor 10 Jahren. Damals verbrachten meine Frau und ich ein paar Tage im Tannheimer Tal. Seit dem bot sich einfach nicht mehr wirklich die Gelegenheit und wie schon gesagt, eigentlich brauch ich den Winterurlaub nicht. Aber die Zeiten ändern sich und die neuen Familienmitglieder haben wirklich viel Spaß im Schnee. Und Diane steht dem Abfahrtssport auf Schnee weit weniger skeptisch gegenüber als ich.
So war es recht schnell beschlossene Sache: Wir fahren in den Faschingsferien in den Winterurlaub. Diane übernahm die Planung und die Organisation und buchte eine sehr schöne Ferienwohnung in Bodenmais. Der Bayerische Wald und insbesondere Bodenmais erwiesen sich als goldrichtige Wahl für unseren Familienurlaub. Hier stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis noch und die Anfahrt ist weniger stressig als in die Alpen.

Glücklicherweise lag dieses Jahr so viel Schnee in Bodenmais, so dass am Hausberg von Bodenmais, dem Silberberg, Wintersport möglich war. Gleich am Sonntag starteten wir mit einigen Rodelpartien. Zuerst mussten wir allerdings in ein örtliches Sportgeschäft, da ich meine dicke Winterjacke vergessen hatte. Es kamen noch einige Ausrüstungsgegenstände hinzu, wie zum Beispiel Mützen und Handschuhe. Zum Glück hatte der Laden sonntags geöffnet…

Montags ging es dann richtig los. Der Rest der Familie begann mit den Kursen. Das Töchterchen machte einen Skikurs und mein Sohn nahm gemeinsam mit meiner Frau an einem Snowboardkurs teil. Ich hatte mich in letzter Minute gegen einen Kurs entschieden. Zu hoch war mir das Verletzungsrisiko und ich hatte auch irgendwie keine Lust. Ich saß die 2 Stunden Kinder-Skikurs und Snowboardkurs ab und wir trafen uns zum gemeinsamen Mittagessen. Danach ging es wieder auf die Rodelpiste.

Dienstags unternahm ich während der Kurszeit eine Wanderung auf den Gipfel des Silberberges.

Nach der fantastischen Wanderung und den Kursen mussten wir uns sputen, denn die Kinder wollten unbedingt noch auf den Bodenmaiser Faschingszug – was tut man nicht alles… 😉

Sie hatten wirklich viel Spaß! 🙂

Ab Mittwoch stieg ich dann ebenfalls voll ins Wintersportgeschehen ein. Die Skischule Koller verlieh auch Langlaufsets und ich lieh mir für den Rest der Urlaubstage eine Langlaufausrüstung aus.

Die Skischule kann ich übrigens sehr weiterempfehlen, sie standen uns jederzeit mit Rat und Tat zur Verfügung und das Personal im Laden, wie auch die Ski- und Snowboardlehrer, waren super nett und kompetent.

Ich setzte in den kommenden Tage meine Familie morgens am nahen Silberberg ab und fuhr dann weiter hinauf zum Langlaufzentrum Bretterschachten.

Dort herrschten die idealen Bedingungen zum Langlaufen. So hatte ich nun auch meinen Sport gefunden. Langlauf machte mir schon immer Spaß, aber leider sind die Gelegenheiten bei uns echt rar gesät. Dafür, dass seit dem letzten Mal auf den schmalen Brettern so viel Zeit vergangen war, klappte es aber echt gut. Und das Beste – ich konnte weiterhin etwas für meine Ausdauertraining tun.

Gut, so einen Muskelkater wie nach den drei Tagen hatte ich schon lange nicht mehr, aber der Spaß beim Langlaufen machte das wieder wett.

Ein Highlight gab es noch – das Nachtrodeln, auch von der Skischule Koller veranstaltet. Besonders für die Kinder wurde diese Aktion noch einmal etwas ganz Besonderes.
Mit dem Bus wurden wir und die anderen Teilnehmer zum Ausgangspunkt einer kurzen Nachtwanderung geshuttelt. Mit Stirnlampen ausgerüstet liefen wir ein kleines Stück bis zum Startpunkt der Rodelpiste und dann ging es hinab durch die Dunkelheit gen Bodenmais. Das war gar nicht so ohne, denn die Piste war gut vereist und mit Kind und in der Dunkelheit so einen Schlitten zu steuern erwies sich als sehr kniffelig. Aber es war ein Riesenspaß. Am Ende der Rodelpiste stärkten wir uns mit Glühwein und Kinderpunsch für den nun bevorstehenden Fackellauf zurück zur Skischule.

Ach ja, am Freitag fand noch das große Abschlussrennen der Skikurse statt und unsere Kleine fuhr tatsächlich aufs Treppchen! Platz 3 – mit Medaille und Urkunde. Sie war sehr stolz – und ich erst! Noch keine 5 Jahre alt, das erste Mal auf Skiern und dann gleich eine Topplatzierung – Respekt! 🙂
Diane und unser Sohn beendeten ihren Snowboardkurs ebenfalls sehr erfolgreich (wenn auch teilweise mit einigen blauen Flecken). Die Snowboarder fuhren allerdings kein Rennen – sie bekamen Medaille und Urkunde einfach so ausgehändigt.

Alles in allem war der Winterurlaub ein voller Erfolg, und ich denke, es wird im nächsten Winter eine Wiederholung geben. Ziel wird da bei genug Schnee sicherlich auch wieder der Bayerische Wald sein – der reicht für unsere Ansprüche noch ein paar Jahre aus. 😉

Keep on skiing!

Rückblick auf das Jahr 2017

Bei einem schönen Glas Ardbeg Ten sitze ich hier vor dem Computer und denke über das vergangene Jahr nach – mein 10. Blogger- und Biker-Jahr. Wie schnell doch die Zeit vergeht. Viel hat sich in den vergangenen 10 Jahren geändert und ich hätte damals nicht im Traum daran gedacht, dass der Radsport einmal so viel Platz in meinem Leben einnehmen würde…

Das Jahr 2017 startete gar nicht mal so gut. Meinen Event-Kalender hatte ich bewusst nicht voll gestopft und nur ein paar wenige Highlights herausgepickt. Das absolute Top-Highlight sollte „Rhön 300“ werden. Der Marathon würde mit fast 300 Kilometern auch mein bisher längster Marathon werden. Ich hatte viel Respekt aber auch Vorfreude, wenn ich daran dachte. Als weiteres Highlight hatten Diane und ich uns den Arlberg Giro ausgesucht. Ein Alpen-Marathon in der Saison sollte schon sein und der Arlberg Giro passte uns aus mehreren Gründen gut ins Programm. Bei der Veranstaltung „12 Stunden Hohler Buckel“ wollte ich ordentlich Höhenmeter sammeln und Bimbach und Wenigumstadt rundeten meine Planung schließlich ab. Nicht zu vergessen die Alpentour mit dem Mountainbike gemeinsam mit meiner Frau.

Im Januar war die Welt noch in Ordnung. Ende Januar nahm das „Unglück“ dann seinen Lauf. Erst wurde meine Mutter krank, dann ich.

Eine Lungenentzündung mit anschließender Nasennebenhöhlenentzündung knockten mich den ganzen Februar aus. An Training war nicht zu denken. Schon sah ich meine Planung ins Wasser fallen. Aber ich berappelte mich ziemlich schnell und ich konnte im März wieder ins Training einsteigen.

Im April feierte ich Zehnjähriges und trainierte fleißig weiter.

Im Mai kam ich dank Sportsfreund Zenon wieder einmal in den Genuss Pfälzer Trails – wie immer ein besonderes Erlebnis.

Auch wenn ich diesmal des Öfteren mein Rad um die vielen S-Kurven rund um Busenberg schieben musste… Das Wetter und die Stimmung passten trotzdem.
Mit dem Wenigumstädter Radmarathon startete ich dann in meine Marathon Serie. Das war für mich ein Test und ich war gespannt, wie ich die Zwangspause im Frühjahr kompensiert hatte. Zusammen mit Zenon fuhr ich die lange Strecke und es lief erfreulich gut – ich hatte noch Luft nach oben.

Die brauchte ich dann kurz darauf im Juni in der Rhön. Wieder einmal stand ich in Bimbach am Start – bei miserablen Bedingungen. Aber wie das so ist, am Ende war ich froh, dass ich dabei war und gefinished hatte.

Anfang Juli waren wir im Familienurlaub im Allgäu und ich konnte (danke dafür) ein paar schöne Runden drehen.

Nach dem Urlaub stand dann das Charity-Event „12 Stunden Hohler Buckel“ auf der Agenda. Hierbei konnte man zugunsten der Nathalie-Todenhöfer-Stiftung Höhenmeter sammeln. Knapp über 3.000 kamen bei meinen 10 Runden über den Buckel zusammen.

Im August sollte sich dann zeigen, ob ich den Trainingsrückstand aus Februar und März hatte aufholen können. Meine zwei Top-Saison-Highlights waren nun an der Reihe. Zunächst der Arlberg Giro.

Knapp verpasste ich dort aufgrund einer Panne die Sub 5. Es lief besser als erwartet und auch der Regen am ersten Pass bereitete mir wenig Probleme. Ich war sehr zufrieden und sah mit Zuversicht auf das, was noch kommen sollte. Diane war auch gemeldet, musste aber Aufgrund einer Schulter-OP im Frühjahr und entfallenem Training kurzfristig ihre Teilnahme absagen.
Und dann war es soweit – Rhön 300! Für mich die ultimative Herausforderung heuer und überhaupt. 300 Kilometer – so weit war ich noch nie gefahren. Ich hatte viel Bammel, freute mich aber auch auf  die Herausforderung. Wenn nur das Wetter mitspielen würde… Das tat es nicht. Wie so oft waren die Bedingungen am Start miserabel. So schlecht, das der Start sogar eine viertel Stunde verschoben wurde. Das half aber nicht viel. Zum Glück besserte sich das Wetter in der zweiten Tageshälfte. Der Marathon selbst war fordernd, aber machbar. Ich blieb locker in der vorgeschriebenen Zeit und finishte in unter 11 Stunden.

Mit dieser Zeit war ich mehr als zufrieden. Aber ob ich mir solch einen Ritt nochmal antun werde – ich bezweifelte es. Auf alle Fälle war Rhön 300 ein tolles Event, gerade dafür, dass es zum ersten Mal stattfand.

Damit waren die Marathons abgehakt und es begann der angenehme Teil der Rad-Saison. Die Alpen Tour mit meiner Frau. Im September wollten wir eigentlich den Stoneman-Trail-Dolomiti bei Sexten in 3 Teilen fahren. Wieder einmal hatten wir kein Glück mit dem Wetter. Doch wenn wir eines gelernt haben in den letzten Jahren dann, dass man nicht gleich aufgeben darf. Wir haben die Touren dem Wetter angepasst und sind trotzdem vier sehr schöne Urlaubstouren gefahren.

Neben den vielen Trainingsrunden gab es noch eine besonders erwähnenswerte Tour. An Allerheiligen fuhr ich mit ein paar Freunden einen Spessart-Cross von Aschaffenburg nach Lohr.

Solche Touren finden leider viel zu selten statt, aber es ist halt nicht einfach, gemeinsame Termine zu finden. 😉

Das sportliche Jahr verlief trotz einiger Startschwierigkeiten sehr gut und die Statistik bei Strava lässt sich auch sehen:

10.000 Kilometer wollte ich schaffen und mit den Ergometereinheiten habe ich dieses Ziel auch erreicht. 9.500 waren es auf Rennrad und Mountainbike. Das Ziel für nächstes Jahr ist also auch klar: Wieder über 10.000 Kilometer im Freien.

Womit ich zu einem kurzen Ausblick auf 2018 komme. Wie jedes Jahr sage ich, heuer trete ich kürzer und habe das auch fest vor. Was dann daraus wird steht auf einem anderen Blatt. 😉
So habe ich mir für nächstes Jahr wieder nicht so viele Termine gesetzt.
1. Marathon Wenigumstadt.
2. Bimbach (Diane fährt die 180er Strecke, ich mit den Kindern die Familientour)
3. Evtl. den Keiler-Bike-Marathon in Wombach
4. Diane und ich den Highlander Radmarathon (2013)
5. Rhön 300 (oh nein, was habe ich mir dabei nur schon wieder gedacht…)
6. Alpentour mit Diane (wir probieren wahrscheinlich unser Glück noch einmal auf dem Stoneman)
Für meinen Sohn steht das nächste Bike schon bereit und er rollt ab nächstem Frühjahr auf 24 Zoll. Mit ihm möchte ich unter anderem einen zweitägigen Spessartcross fahren. Überhaupt hoffen wir auf einige schöne Familientouren.

So, das war der Rückblick auf 2017 und die Vorausschau auf 2018. Ich hoffe, ihr habt das neue Jahr gut angefangen und ich wünsche euch viel Glück, Erfolg und Spaß dafür.

Keep on Biking!

Frohes Fest

Und schon wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu… Ich habe mir auch fest vorgenommen, einen Jahresrückblick über das vergangene Jahr und eine Vorausschau auf das kommende Jahr zu schreiben – mal schauen, ob ich das nächste Woche schaffe. Jetzt kommen erst einmal die Feiertage und weihnachtlichen Festlichkeiten. Ich werde heuer in dieser Zeit kaum oder gar nicht zum sporteln kommen, aber so ein paar Tage Auszeit sind ja auch mal ganz schön. 🙂
In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein frohes Fest und etwas Zeit zum durchschnaufen.

Wunderschönes Allgäu – „Trainingslager“ und Familienurlaub 2017


Das war heuer der dritte Familienurlaub im Allgäu in Folge und zum ersten Mal für 14 Tage. Wie in den beiden Jahren zuvor wählten wir die Region um Waltenhofen/Niedersonthofen für unser Feriendomizil. Des Öfteren fuhren wir bei unseren vorherigen Ausflügen am Ferienhof Nessler vorbei und auf unsere Anfragen im Frühjahr bekamen wir eine Ferienwohnung (Goldmelisse) zugesagt.


Das alte Bauernhaus – über 300 Jahre alt.


Der Neubau – wir hatten die Wohnung im Erdgeschoss mit Terrasse.


Traumhafte Aussicht von unserer Terrasse mit Blick auf den Badeteich und den Grünten im Hintergrund.


Bis auf die höchsten Gipfel des Oberallgäus reichte die Aussicht bei gutem Wetter.

Der Hof war ideal für uns. Die Kinder beschäftigten sich auf dem Hof, ritten auf dem Esel, fuhren auf dem Traktor mit oder spielten einfach mit den anderen Urlaubskindern während wir auf der Terrasse chillen konnten. So muss das sein! 🙂
Und mit ihrer freundlichen und offenen Art punkteten Antonia und Peter Nessler zusätzlich, was den Aufenthalt dort sehr schön und angenehm gestaltete.

Die Region bietet wirklich viel. Unser Hauptaugenmerk lag natürlich auf kindgerechten Ausflügen. Wetterbedingt legten wir zwei Schwimmbadtage ein. Einmal besuchten wir das Cambomare in Kempten, das andere Mal das Wonnemar in Sonthofen. Unser Favorit war ganz klar das Wonnemar.
Außer an zwei „Hoftagen“ und einem Tag am See unternahmen wir jeden Tag wirklich tolle Ausflüge und Wanderungen.

Wanderung zum Niedersonthofener Wasserfall

Direkt von der Haustür starteten wir die erste Wanderung. Ein Rundkurs vorbei am Niedersonthofener Wasserfall schien uns ideal zum Einlaufen.

Der sogenannte „Falltobelweg“ bot viel Abwechslung und war auch für unsere Kinder mit 4 und 6 Jahren gut geeignet.

Urlaubsfahrt Nr. 1

Zwei radsportliche Highlights stehen bei mir dieses Jahr noch an und aus diesem Grund hatte ich ein Rennrad im Gepäck. Zwei Wochen ohne Training konnte, bzw. wollte, ich mir dann doch nicht leisten. Der Deal war, dass ich nicht jeden Tag fahren würde und die Trainingszeiten familienkompatibel sein mussten…
Ich entschied mich für mein altes Cannondale, weil ich da nicht mehr so drauf aufpassen muss und der Transport auf dem Dachgepäckträger bei der ollen Kiste nicht so schlimm ist. Mein Stevens würde ich niemals außerhalb des Autos transportieren! 😉
Dienstags war es dann so weit – meine erste Tour stand auf der Tagesordnung. Mit komoot.de hatte ich ein paar Touren geplant, die ich im Urlaub fahren wollte. Für den Anfang wählte ich eine Runde mit ungefähr 50 Kilometern und ca. 800 Höhenmetern. Unsere Ferienwohnung lag in Mähris. Der Weiler befand sich ungefähr in der Hälfte des Anstiegs zwischen Niedersonthofen (ca. 720m) und Diepolz (ca. 1020m) auf 870 Meter. Allein diese Tatsache garantierte Höhenmeter für das Training – egal wie ich fahren würde – irgendwo ginge es immer rauf…
Gegen 16.30 Uhr startete ich also in Richtung Diepolz.

Das Wetter war super und das Radeln auf den verkehrsarmen Nebensträßchen machte richtig Spaß. Außer mir waren noch viele andere Rennradler unterwegs – das sprach für die Region als Rennrad-Top-Spot.

Was total angenehm auffiel waren die Radwege. Diese waren alle mit einem perfekten Asphalt versehen und so wich ich gerne auf diese Alternativen zur Straße aus. Alternativen deshalb, weil es sich bei den Radwegen um Kann- und nicht Muss-Radwege handelte. Das verwunderte mich doch sehr. Bei uns haben die Radwege dann doch oft eine üble Qualität und es besteht oft eine Nutzungspflicht…

In Maierhöfen staunte ich nicht schlecht, als ich diesen Panzer am Straßenrand geparkt vorfand. Ein Foto konnte ich mir da natürlich nicht verkneifen.

Um die Ecke standen noch mehr dieser imposanten Fahrzeuge herum. Der Grund dafür erschloss sich mir kurz darauf – im Schützenheim Maierhöfen fand ein Treffen der UN-Truppen statt…

Ich bin ja nur froh, dass solche Fahrzeuge in Deutschland nur selten zu sehen sind und nicht zum alltäglichen Straßenbild gehören.

Über hügelige und einsame Nebenstraßen gelangte ich, nicht ohne weitere Höhenmeter zu sammeln, nach Niedersonthofen. Dort wartete der Schlussanstieg hinauf nach Mähris auf mich – 150 Höhenmeter auf 1,6 Kilometer. Im Schnitt 9% Steigung, mit Spitzen bis zu 15% – ein echtes Schmankerl zum Dessert… 😉

Zufrieden und ausgepowert beendete ich die erste Ausfahrt und freute mich auf das Abendessen mit der Familie.

Skywalk Allgäu

Der Skywalk Allgäu – ein weiterer Ausflug für die ganze Familie.

Vor allem die Kinder kamen hier voll auf ihre Kosten. Ein Auzug aus der Internetseite:

Baumwipfelpfad:
Der Skywalk allgäu ist nach seinem modernen Baumwipfelpfad benannt. Und in der Tat: Auf bis zu 40 Meter Höhe haben Sie wirklich das Gefühl, durch den Himmel zu laufen. Die Hauptattraktion unseres Naturerlebnisparks ist in Bayern einzigartig: Eine 540 Meter lange Hängebrückenkonstruktion, die von Stahlmasten getragen wird, führt mitten durch den Wald und erschließt Ihnen die Welt aus der Vogelperspektive.
Die Aussichtsplattform auf unserem Baumwipfelpfad bietet einen atemberaubenden Panoramablick über das Allgäu, den Bodensee und die Alpen. Der Aufstieg ist über einen sanft ansteigenden Pfad mit Treppen und Podesten möglich. Oder Sie nehmen ganz einfach den Aufzug. Für ganz Mutige gibt es am Ende die Möglichkeit, über Wackelbrücken und eine Röhrenrutsche zum Boden zurückzukehren.
Naturerlebnispfad:
Der flache Pfad ist einfach zu gehen und daher auch für Kinderwagen und Rollstuhlfahrer geeignet.
Naturerlebnispfad für Entdecker:
An unseren Aktionsstationen entdecken Sie den Wald als Abenteuer.
Barfußpfad:
Erspüren Sie natürliche Materialien wie Stein, Holz und Sand mit Ihren Füßen.
Abenteuerspielplatz:
Hier können sich die Kleinen so richtig austoben – und dabei viel frische Luft atmen.
Geschicklichkeitsparcour:
Hier sind Gleichgewichtssinn und Koordination gefragt!

Hier verbrachten wir nahezu den ganzen Tag und es kam keine Langeweile auf. Insbesondere die Wackelbrücken und die Röhrenrutsche am Ende waren der Knaller!

Nebelhorn

Ein besonderes Highlight für mich war der erneute Besuch auf dem Nebelhorn. Bereits vor zwei Jahren standen wir auf dem exponierten Gipfel mit dem fantastischen 400-Gipfel-Rundumblick. Damals fuhren wir mit der Gondel komplett hoch und runter. In diesem Jahr hatte ich mir für den Filius und mich den Aufstieg von der Seilbahnstation Höfatsblick über den Gratweg vorgenommen. Der Abstieg vom Gipfel zurück zu der Station wollten wir zu viert versuchen.
Bei bestem Wetter starteten wir in Oberstdorf bereits nach einer Stunde Wartezeit an der Talstation in unser Bergabenteuer. Einmal mussten wir umsteigen und schon hatten wir den Ausgangspunkt unserer persönlichen Erstbegehung erreicht.

Der Aufstieg war ein tolles Erlebnis und wir schafften die nicht ganz einfache Strecke in gut 45 Minuten. Bergauf war der Weg gut zu machen und ein fittes, sportliches und trittsicheres Kind kann den Weg leicht schaffen. Bergab wäre er allerdings ungleich schwerer. Wir legten eine kurze Stärkungspause ein und ich teilte einen meiner heiß begehrten Fahrradriegel… 😉

Am Gipfel angekommen trafen wir uns mit meiner Frau und dem Töchterchen und kehrten zusammen nach einer Runde auf dem neu angelegten „Nordwandsteig“ um den Gipfel herum im Restaurant ein.

Nachdem wir unser Essen erfolgreich vor den zutraulichen Dohlen verteidigt hatten begannen wir gemeinsam den Abstieg. Ein zusätzlicher Anreiz für die Kinder waren die Felder mit Altschnee. Schnee im Sommer? Sensationell! 🙂

Und auch wir Erwachsenen genossen den Abstieg auf dem schönen, alpinen Pfad. Unsere erste richtige Bergtour zu viert. Yeah!

Ins Tal fuhren wir dann wieder mit der Seilbahn. Nun waren die Wartezeiten auch etwas erträglicher…

Urlaubsfahrt Nr. 2 – die Riedbergpass-Runde

Der folgende Tag war ein Ruhetag – zumindest für den Rest der Familie. Die Kinder und meine Frau legten einen Badetag am Niedersonthofener See ein und ich wollte meine Toprunde unter die Pneus nehmen. Die Bedingungen waren ideal und ich startete früh, um am Mittag zur Familie am See stoßen zu können.

Sacksteil – so hatte ich den Riedbergpass noch vom Tannheimer Radmarathon im letzten Jahr in Erinnerung.

Und auch dieses Jahr tat der Anstieg von Obermaiselstein so richtig weh. Insgeheim war ich froh, dass ich mein olles Rad mit 3-fach Kurbel dabei hatte und dachte mit Schaudern an die 15%-Rampe zu beginn des Arlberg Giro in ein paar Wochen…

Über diese Ampel war ich dann ziemlich froh. Kurz vor der Passhöhe befand sich eine längere Baustelle und so konnte/musste ich kurz verschnaufen. Egal – schneller als letztes Jahr würde ich eh nicht sein und ich genoss die kurze Pause. Umso erstaunter war ich dann zu Hause als mir Strava sagte, dass ich abschnittsweise doch schneller war…

Die nächste Pause an der Passhöhe, bevor es nach Balderschwang hinab ging.

Diese Abfahrt liegt mir ganz gut, da man weit einsehen kann und es nicht so viele Kurven gibt. Ich konnte sogar einen LKW überholen! Gut – es war ein voll beladener Schotterlaster der wohl extrem vorsichtig auf der abschüssigen Straße unterwegs war… 😉

Für ein Sightseeing in Oberstaufen reichte die Zeit leider nicht und durch den Bregenzer Wald eilte ich Richtung Niedersonthofen zurück.

Ein weiteres Mal freute ich mich über die perfekten Radwege – sogar die Singletrails waren für Rennräder optimiert… 😉

Nach nicht ganz 5 Stunden kam ich am Niedersonthofener See an und sprang zur Erfrischung nach der doch recht heißen Tour in die erfrischenden Fluten des Badesees. Danach stand chillen mit der Familie am See auf der Tagesordnung. Ein weiterer perfekter Tag! 🙂

Rahmenprogram


Lisa liebte es – das Rahmenprogramm auf dem Ferienhof Nessler: Esselreiten und Traktorfahren im täglichen Wechsel. 🙂

Kurze Wanderung auf dem Mittagberg

Die nächste Wanderung fiel etwas kürzer aus – mit dem Sessellift in Immenstadt gondelten wir auf den Mittagberg und wanderten zum Gipfelkreuz. Schlechtes Wetter und mangelnde Ausrüstung am heutigen Tag zwangen uns zur schnellen Umkehr. Dafür dehnten wir den Besuch in der Alpe auf der Mittelstation etwas aus. Das war auch mal nett.

Urlaubsfahrt Nr. 3 – Kempten express

Keine Fotos, zügiges Tempo. Auch hier begeisterte mich das Allgäu mit seinen kleinen Sträßchen. Der Track von komoot leitete mich sicher durch Kempten und die ganze Streckenführung war top und abwechslungsreich.

Den Rest des Tages verbrachten wir entspannt auf dem Hof.

Sturmannshöhle Obermaiselstein

Im Allgäu geht es nicht nur hoch hinaus, sondern auf tief hinab – zum Beispiel in der Sturmannshöhle in Obermaiselstein.

Über 180 Stufen gelangt man 300 Meter tief in den Berg hinein – sehr spannend!

Skyline Park

Der nächste Familienausflug führte uns in den Skyline Park. Für diesen Ausflug planten wir den ganzen Tag ein, und so viel Zeit braucht man für die Vielzahl der Fahrgeschäfte auch. Da wir noch in der „Vor-Saison“ unterwegs waren, blieben die Wartezeiten erträglich. Ein weiterer Pluspunkt: Viele der Attraktionen waren für unsere Kinder (4 u. 6) nutzbar. Das garantierte uns allen viel Spaß!

Urlaubsfahrt Nr. 4 – Fahren bis die Speiche bricht

Diese Runde führte mich ich eine neue Ecke, an den Fuß des Grünten. Leider ereilte mich direkt am Rottachsee eine Panne. Ich stieg vom Rad um ein Foto zu machen und dabei stellte ich fest, dass sich das Hinterrad nicht mehr drehte. Die linke Felge „klebte“ am Bremsbelag. Ich überprüfte die Bremse, konnte aber keinen Defekt feststellen. Erst auf den zweiten Blick bemerkte ich, dass eine Felge gebrochen war. So konnte ich nicht weiterfahren…
Ich rief meine Frau an, die mich abholen kam.
Während der Wartezeit organisierte ich gleich die Reparatur, und ich gab um 14 Uhr in Fischen bei Radsport Voggel das Laufrad ab. Der Mechaniker dort wollte sehen, was er für mich tun könne. Um 18 Uhr holte ich mein Laufrad mit einer neuen Speiche ab. Gerade mal 10 Euro wurden dafür berechnet! Vielen Dank für die schnelle und kompetente Hilfe – so konnte ich noch zwei weitere Touren im Urlaub fahren.

Breitachklamm

Während sich mein Laufrad zur Reparatur befand, besuchten wir die spektakuläre Breitachklamm.

Urlaubsfahrt Nr. 5 – Neue Speiche, neues Glück!

Dank der zügigen Reparatur konnte ich bereits am nächsten Tag die Umrundung des Rottachsees vollenden.

Fellhorn

Einen großen Ausflug machten wir noch. Das Fellhorn hatten wir in den bisherigen Urlauben ausgelassen und ich hatte fest vor, dort dieses Jahr zu wandern. Obwohl das Wetter nicht ganz so toll war, machten wir uns auf, diesen Gipfel heuer noch abzuhaken. Touristisch gut erschlossen gab es dort oben mehrere Möglichkeiten für eine tolle Familienwanderung.


Zunächst fuhren wir mit der größten Seilbahnkabine Deutschlands bis zur Bergstation.


Von dort erklommen wir über 288 Stufen den Gipfel des Fellhorns.


Zwischendurch gaben die Wolken immer wieder mal einen schönen Blick auf die Täler frei.

An die vielen Stationen auf dem Weg in Richtung Kanzelwand lernten die Kinder viel über die Bergwelt.

Allerdings wanderten wir dann doch nicht bis zur Kanzelwand. Die Tour wäre dann doch etwas zu ambitioniert gewesen und da das Wetter auch nicht so mitspielte bogen wir auf halben Weg in Richtung Mittelstation ab. Unterwegs legten wir noch eine kurze Pause in der Oberen Alpe Bierenwang ein und stärkten uns mit Milch, Kuchen und Kaffee.

Nach einer Spielpause an der Mittelstation fuhren wir schließlich mit der Seilbahn wieder ins Tal hinab.

Urlaubsfahrt Nr. 6

Am letzten Tag wollten die Kinder nachmittags in das Bergbauernmuseum in Diepolz, aber starker Regen hielt uns davon ab. Stattdessen besuchten wir das Wonnemar in Sonthofen. Bis spät in den Abend blieben wir dort und genossen die letzten Urlaubsstunden.
Vormittags drehte ich folglich auch die letzte Urlaubsrunde und verabschiedete mich vorerst von der tollen Landschaft, den steilen Rampen, den grünen Hügeln und den kleinen Sträßchen und Radwegen.

Servus Allgäu – vielleicht bis zum nächsten Jahr! 🙂

Für einen guten Zweck: 12 Stunden Hohler Buckel


© Rad statt Rohlstuhl

Höhenmeter sammeln für einen guten Zweck? Da bin ich doch gerne dabei! Zumal der „Hohler Buckel“ fast vor meiner Haustüre liegt. Und gut in meine Rennvorbereitung passt das Event auch. Sicherlich werde ich keine 12 Stunden über den Hügel fahren, aber mindestens zehnmal möchte ich es schon schaffen. Das wären dann ca. 150 Kilometer und 3.670 Höhenmeter. Jeder Teilnehmer legt vor dem Start einen Betrag X fest, den er pro geschafften Höhenmeter zugunsten der Nathalie-Todenhöfer-Stiftung spendet. Eine gute Idee und eine tolle Veranstaltung von Besi & Friends.
Also falls du noch nichts vor hast am 23.07. – es gibt noch ein paar Startplätze.
Du möchtest nicht selber fahren aber die Aktion trotzdem unterstützen?
Dann kannst du über mein Profil einen fixen Betrag spenden oder mich mit einem frei gewählten Betrag je von mir gefahrenen Höhenmeter unterstützen.
Hier geht es zu meinem Profil:

Unterstütze Thorsten Faderl

Keep on cycling!