Kids MTB-Netz Willingen – Osterkurzurlaub Tag 3

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(Keine Ahnung, ob ich das hier angeben muss oder nicht.)

Schon war der letzte Tag gekommen. Ein Kurzurlaub ist halt leider kurz… Aber wir wollten den letzten Tag nochmals intensiv nutzen. Das Wetter war wieder top. Die Kinder spielten auch mit. So bestiegen wir, nachdem wir die Wohnung geräumt und das Auto gepackt hatten, erneut die Räder.

Ein vorerst letztes Mal passierten wir die Schanze im Strycktal. Unsere heutige Tour war die rote „Eichhörnchen Tour„. Die Highlights dieser Tour waren eine Einkehr auf der „Hochheide Hütte“ und zum Abschluss eine Fahrt auf der Sommerrodelbahn. Darauf freuten sich die Kinder besonders.

Unsere kleine Tochter hatte heute schwer zu kämpfen und es bedurfte vieler kleiner Pausen, sie bei Laune zu halten. Das wiederum war für unseren Sohn schwierig, da er bereits auf einem ganz anderen Level fuhr. Eine Lösung war, dass wir uns teilten. Ich pedalierte mit Felix immer ein bisschen vor, und dann warteten wir auf die Mädels. Das funktionierte ganz gut und nahm etwas den Druck von Lisa, mit ihm mitziehen zu müssen.

Die erste größere Pause legten wir am Gipfel des Clemensberg ein. Bis hierhin hatten die Kinder schon einiges geleistet.

Belohnt für die Strapazen wurden wir mit einer Windharfe, die tolle und sehr interessante „Musik“ von sich gab, einem echten Gipfelkreuz und einer fantastischen Aussicht.

Auch die Abfahrt vom Gipfel und das Stück weiter zur Hütte, zu der es nun nicht mehr weit war, erfreuten uns sehr.

An der Hochheide Hütte angekommen, machten wir Mittagspause. Wir hatten zum Glück genug Zeit und konnten etwas Warmes essen.

Im Vergleich zur „Graf Stolberg Hütte“ verliert die Hochheide Hütte aus unserer Sicht, dafür ist das Ambiente dort etwas familiärer. Auch die Lage und die Aussicht ist toll. Als Bio-Biker waren wir aber wieder die Exoten. Daran müssen wir uns wohl in Zukunft gewöhnen.

Nach der Einkehr begannen wir mit dem Endspurt, der sich noch ganz schön zog. Immerhin wollte ein zweiter Gipfel bezwungen werden. Auf dem Langenberg befand sich ein weiteres Gipfelkreuz, welches als Highlight auf der Kindertour beworben wurde.

Von dem Gipfel hatte ich mir mehr versprochen. Es gab leider keine Aussicht, da der Gipfel komplett bewaldet war. So hielten wir uns nur kurz für ein Foto dort oben auf und setzten den Endspurt gleich fort. Jetzt lautete das Motte „Von nun an gings bergab!“.

Bis zurück nach Willingen ging es über mehrere Kilometer nur noch bergab. Meist in einem angenehmen Gefälle, aber es gab auch einen Abschnitt, der fast an eine alpine Schotterabfahrt erinnerte. Hier mussten die Kurzen ein paar Pausen zum „Händeausschütteln“ einlegen.

Sehr stolz über die erbrachte Leistung, aber auch sehr froh, endlich am Ziel zu sein, erreichten wir die Sommerrodelbahn in Willingen.

Aus der einen Abfahrt wurden sechs – es machte einfach zu viel Spaß! Nun mussten wir nur noch zurück zum Auto und bald darauf befanden wir uns wieder auf dem Heimweg – nicht ohne vorher noch ein paar Runden auf einer kleinen Übungsstrecke an der Eishalle gedreht zu haben. 😉

Der Kurzurlaub in Willingen war ein voller Erfolg und leider viel zu schnell vorüber. Aber einen weiteren Tag auf dem Fahrrad hätten sich die Kinder jetzt auch nicht vorstellen können… 😉

Das Kids MTB-Netz in Willingen ist wirklich schön gemacht. Es dürften allerdings gerne noch ein paar mehr Attraktionen für Kinder am Wegesrand sein. Wer fitte, bikende Kinder hat, sollte Willingen einen Besuch abstatten. Es lohnt sich! Und bei schlechtem Wetter gäbe es noch viele Alternativen, die wir zum Glück nicht nutzen mussten. In der Nähe befinden sich noch Winterberg und Brilon. Diese beide Destinationen behalten wir im Hinterkopf, für das nächste Mal. Speziell Brilon würde mich persönlich sehr interessieren.

Es gibt noch so viel zu entdecken…

Keep on Biking!

Kids MTB-Netz Willingen – Osterkurzurlaub Tag 1

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(Keine Ahnung, ob ich das hier angeben muss oder nicht.)

Spontane Urlaube sind doch immer noch die besten. Und spontan entschieden wir uns, über die Osterfeiertage zu verreisen. Die Destination sollte nicht allzu weit von uns zu Hause entfernt sein und irgendwas mit Biken wäre auch super. Das waren die Vorgaben. Schnell stieß ich im Internet auf die Bike Region im Sauerland und hier im speziellen auf den Ort Willingen. Denn inzwischen müssen wir im Urlaub die Touren auch für unsere Kinder anpassen. Willingen wirbt mit vier Touren speziell für Kinder, und die wollten wir austesten.
Eine Unterkunft war rasch gefunden und so reisten wir am Karsamstag an. Bereits nach 2,5 Stunden standen wir an unserer Ferienwohnung im Haus am Stryckweg und bezogen unser Quartier für die nächsten 2 Tage.

Da wir recht früh dran waren und die Zeit gut ausnutzen wollten, starteten wir gleich nach dem Mittagessen in die erste Tour – die „Vogel Tour„.
Wir hatten uns für die blaue (leichte) Variante entschieden, da wir erst einmal testen wollten, wie unsere fünfjährige Tochter die Strecke schaffen würde. Bewusst hatten wir das „FollowMe“ zu Hause gelassen. Für alle Fälle hatte ich ein Notfall-Abschleppsystem, bestehend aus zwei alten Schläuchen, dabei.

Zunächst fuhren wir zur Talstation der Ettelsberg Seilbahn. Diese nimmt Bikes und Biker mit. Schließlich gibt es hier im Bikepark Willingen auch mehrere reine „Bergabstrecken“.

An der Talstation war gut was los. Was wir im Vorfeld nämlich nicht wussten war, dass Willingen wohl auch bei feierfreudigen jungen Menschen sehr beliebt ist. Etwas irritiert stiegen wir in die Seilbahn ein…

Wir schwebten nach oben und überwanden so die ersten Höhenmeter. Die ganze Szenerie machte schwer Eindruck auf die Kids. Vollgepanzerte Downhiller, mehr oder weniger trinkfeste Partypeople und dann noch mit den Rädern in die Kabine der Seilbahn – das war schwer aufregend.

An der Bergstation wurde das Ganze noch absurder. Während wir aus der Gondel ausstiegen fielen in der Wartezone der Talfahrt betrunkene junge Menschen auf dem Boden herum. In der „Ettelsberg-Hütte“ (auch Siggis Hütte genannt) tobte der Feiermob. Laute Schlager-Partymusik dröhnte zu uns herüber. Eine Mischung aus Ballermann und Après-Ski Party war da wohl am laufen. Keine Ahnung, ob das dort immer so ist – für uns war das nichts. Wir suchten schnell das Weite. Und nur ein paar Meter weiter war der Spuk vorbei und wir konnten uns an der ruhigen Natur erfreuen.

Das war bedeutend besser! 🙂

Die blaue Vogel-Tour zeichnete sich durch ihr gnädiges Höhenprofil aus. Eigentlich ging es ab dem Ettelsberggipfel nur bergab. Genau richtig für die erste kurze Tour.

Beide Kinder machten ihre Sache sehr gut, und wir waren froh, dass wir das Abschleppsystem für Lisa nicht dabei hatten. Felix war eh ganz andere Strecken gewohnt und für ihn war die Route fast schon ein bisschen langweilig.

Was man auf alle Fälle dabei haben muss, wenn man mit Kindern unterwegs ist, ist genug zu Essen. Wir machten mehrere kleine Pausen, in denen immer Energie nachgeschoben werden musste. Auf dieses „Stop and go“ sollte man sich einlassen können – die Kurzen brauchen das.

Eine etwas längere Pause legten wir an der „Mühlenkopfschanze“ ein. Die größte Sprungschanze der Welt war echt beeindruckend.

Noch viel interessanter war allerdings der kleine Bach (die Itter) am Fuße der Schanze, in dem die Kinder die heißen Füße kühlten und etwas planschten.

Von hier war es dann nur noch ein Katzensprung bis zurück zu unserem Ausgangspunkt.

Am Ende kamen wir sehr zu unserer Freude an einem kleinen Pumptrack vorbei. Die fahrtechnischen Herausforderungen auf der Vogel-Runde waren bis zu diesem Zeitpunkt gleich Null.

Wir drehten begeistert ein paar Runden.

Noch ein Stückchen weiter gab es einen weiteren Track auf dem wir auch mehrmals fuhren.

Nachdem wir uns ausgetobt hatten, kehrten wir in die Ferienwohnung zurück und machten uns frisch. Zur Feier des ersten Tages und der ersten bewältigten Tour ließen wir den Abend in einer kleinen Pizzeria ausklingen.

Tag Nummer 1 war schon mal ein voller Erfolg und wir freuten uns auf den nächsten Tag.

Keep on Biking!

Best-of-Fotos „Kids on bikes“

Gegen Ende des Jahres erlaube ich mir eine Auswahl meiner besten „Kids on bikes“-Fotos zu präsentieren.
Die geliebten Touren mit den Kindern werden nun immer länger und anspruchsvoller, wenn ihre Häufigkeit leider etwas zu wünschen übrig ließ.
Beide Kinder bekamen heuer zum Geburtstag neue Bikes mit größeren Laufrädern. Die Kleine ist von 16″ auf 20″ gewechselt und der Große von 20″ auf 24″. Somit werden die Räder immer geländegängiger. Mein Sohn fährt alle Touren selbstständig und wenn meine Tochter nicht mehr weiter kann, wird sie an das Abschleppsystem genommen. So konnten wir einige schöne Touren in diesem Jahr fahren.

Zu Beginn des Jahres noch auf dem 20″er unterwegs.

Auch L. ist hier noch mit dem kleinen Rad unterwegs.


Eine richtige Schneetour durfte natürlich nicht fehlen.

Viel zu selten haben wir es auf den Pumptrack nach Groß-Umstadt geschafft. 


Schon mit den alten Rädern waren richtige Trailtouren möglich.


Im Mai war es dann endlich soweit: F. wechselte auf sein neues Rad. Ich konnte es kaum erwarten.


Im Juni zog L. nach. Auch hier änderte sich mit der Laufradgröße der Radius und das Einsatzgebiet.


Unterwegs mit Freunden.


Premiere: Bachdurchquerung. An der Stelle ist F. mit seinem alten Rad immer gescheitert. Diesmal war er erfolgreich.


Eine der längsten Touren von F. und mir führte uns von zu Hause nach Altenbuch zur Verwandtschaft – quer durch den Spessart. Da waren wir hinterher ganz schön stolz.


An den Skills und dem Style wird auch schon fleißig gearbeitet.

Wetter- und temperaturbedingt befinden sich die Kinder nun mehr oder weniger in der „Winterpause“ – von den Fahrten zum Training oder in den Kindergarten abgesehen. Wobei bei Schnee oder trockenen Verhältnissen sicher die ein oder andere „Wintertour“ möglich sein sollte.

Keep on Biking!

Die beste Tour meines Lebens

Von dieser Tour träumte ich schon seit Mai 2011. Aber was ist das Besondere an einem Spessartcross über zwei Tage? Auf Wegen die ich schon x-mal gefahren bin? Mit Tagesetappen zwischen 25-30 Kilometern und 650 Höhenmeter? Nun, das ist eigentlich ganz einfach: Die Begleitung!

Die Idee zu dieser Tour reifte, wie schon gesagt, etwas länger in mir – eine Zweitagestour im Spessart mit meinem Sohn. Mit Übernachtung. Endlich war die Zeit reif dafür. Glücklicherweise fährt Felix mit Begeisterung Mountainbike und er war gleich Feuer und Flamme für die Idee, als ich ihm Anfang des Jahres davon erzählte. Ich legte den Zeitraum auf die Pfingstferien, da er da sein neues Rad zum Geburtstag bekommen hätte.
Ich macht mich an die Streckenplanung. Für die Übernachtung bot sich der „Oberschnorrhof“ an. Günstig, ideal gelegen und sehr leckeres Essen – perfekt für unsere Unternehmung. Ich buchte ein Doppelzimmer mit Frühstück.
Im Vorfeld fuhr ich mit Felix einige Touren zum Testen und Austesten. Sogar mit seinem alten 20″ Rad fuhr er schon ordentliche Strecken und Trails. Mit seinem neuen 24″ Rad machte er noch einmal einen Entwicklungssprung. Die zwei Etappen, die ich geplant hatte, sollte er locker schaffen können – und ich hatte viel Zeit und Zwischenstopps eingeplant.

Endlich war es soweit. Am Donnerstag, den 31.05.2018, fuhren wir nach dem Mittagessen bei uns in Haibach los. Unser gesamtes Gepäck befand sich in meinem Alpencross-Rucksack – plus Proviant. An meinem Hardtail hatte ich zwei Trinkflaschen. Felix hatte eine Flasche an seinem Rad und seine zweite befand sich in einer Außentasche meines Rucksackes.
Die Route führt uns gleich hinauf zum Pfaffenberg – ein ganz ordentlicher Berg. Felix hat ihn aber schon einmal bezwungen und so war die Plackerei nichts besonderes.

Die „Hohe Wart“ ließen wir links liegen und surften auf dem HG-Weg in Richtung Volkersbrunn.
Auf dem Parkplatz des Volkersbrunner Sportplatzes legten wir in einer Vesperhütte die erste Riegelpause ein. Felix liebt Müsliriegel und manchmal habe ich den Verdacht, er fährt nur Rad, um ein Paar Riegel essen zu können. 😉
Auf dem Parkplatz trafen wir auch einen Vereinskollegen, den ich schon lange nicht mehr gesehen hatte. Er war mit Familie zu Fuß unterwegs, und sein Nachwuchs ist noch ein paar Jährchen von der ersten Radtour entfernt…

An der Kapelle „Herrin der Berge“ legten wir kurz darauf eine zweite Pause ein und studierten die Karte. Mir ist es wichtig, dass Felix Karten lesen kann. Ich glaube es ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr, dass man sich anhand einer Landkarte zurecht finden kann. Durch das Kartenstudium nimmt man meiner Meinung nach die Umgebung viel besser war.

Dann ging es weiter. Auf der Abfahrt mussten wir ein paar Pausen einlegen und die vom Bremsen schmerzenden Hände ausschütteln. Trotz der hydraulischen Scheibenbremsen müssen sich die Kinderhände erst an diese Belastung gewöhnen. Aber mit den ollen Felgenbremsen wäre es eine richtige Tortur geworden.
Im Tal legten wir in Heimbuchenthal eine Spielplatzpause ein. Dort füllte ich auch unsere Trinkflaschen auf.

Am Wegesrand entdeckten wir interessante Dinge – wie zum Beispiel diesen Stein oberhalb von Heimbuchenthal. Leider konnte ich im Internet keine Information darüber finden.

Dieser Trail – der „Rote Balken“ in Richtung Krausenbach war das fahrtechnische Highlight des ersten Tages. Bis auf ein, zwei Stellen fuhr Felix die komplette Abfahrt. Natürlich mussten auch hier zwischendurch die Hände ausgeschüttelt werden.

Richtig hart wurde es noch einmal zum Ende hin. Unser Ziel wollte umkämpft werden und der letzte, sehr steile, Anstieg verlangte uns nochmals alle Kräfte ab. Dazu kamen Temperaturen um die 33°C – puh.

Schließlich wurden wir für die Strapazen mit einem herrlichen Panoramaweg zum Hotel belohnt.

Eine weitere Belohnung war das Eis, das wir unmittelbar nach unserer Ankunft verschlangen.

Felix war total stolz und gestand mir, das er nie geglaubt hätte, dass er die Tour schaffen würde. Umso erleichterter war er, als wir das Hotel erreicht hatten und unser Zimmer bezogen hatten.

Im Bett Fernsehen und chillen, sicherlich eines der Top-Highlights der Tour! 😉

Danach gingen wir zum Essen und verdrückten Schnitzel in verschiedenen Variationen. Und natürlich teilten wir uns einen Eisbecher zum Nachtisch – denn Eis geht ja bekanntlich immer!

Wir schauten dann noch KiKa bis zum Sendeschluss und sahen uns danach noch ein paar Bike-Videos auf Youtube an, bevor wir in den verdienten Schlaf hinüber dämmerten.

Frisch ausgeruht starteten wir nach einer erstaunlich erholsamen Nacht in den zweiten Tag.

Nach einem leckeren Frühstück und einer Partie Tischtennis machten wir uns auf den Weg.

Diesmal fuhren wir den Panoramaweg in die andere Richtung – mit Miltenberg als Ziel.

Bis Wildensee war das nun auch für mich Neuland, doch das Navi führte uns sicher durch die unbekannte Region.

Auch hier gab es schöne Trails und richtig spannend (und auch etwas unheimlich) wurde es, als sich zwei Harvester in Sichtweite (aber doch in sicherer Entfernung) durch den Wald arbeiteten.

In Wildensee legten wir die erste größere Pause ein. Auch hier lud ein Spielplatz zum Verweilen ein. Felix hatte vor Aufregung nicht viel gefrühstückt und so musste der erste Riegel dran glauben.

Nach ein paar weiteren Kilo- und Höhenmetern erreichten wir das Gräbele – Bestandteil der Co1.

Wir fuhren den ersten Abschnitt des Trails und Felix war restlos begeistert. „Das ich sowas fahren kann! Das war der beste Trail meines Lebens!“ Hach, ist das Leben schön und aufregend, wenn man noch so jung ist. Aber er hatte schon recht, der Trail war wirklich super.

Nach den vernichteten Höhenmetern kämpften wir uns wieder bergauf und wechselten auf dem Bergkamm auf den Eselsweg, dem wir nun bis Großheubach folgen würden.

Auch hier gab es super Trailabschnitte mit viel Flow, die uns richtig Spaß machten.

Etwas abseits erkundeten wir noch den Hunnenstein oder auch Heunenschüssel, eine historische heidnische Kultstätte. In den mehrere Meter hohen Sandstein-Felsblock sind kreisrunde Vertiefungen grob eingehauen.

Nun begann der epische, und zum Ende hin immer steiler werdende Downhill zum Kloster. Es brauchte viele „Händeschüttelpausen“, bis wir am Kloster Engelberg angekommen waren. Aber es war geil!

Wir kehrten in der Klosterschänke ein und sammelten neue Kräfte für die restliche Abfahrt nach Miltenberg.

Ein super Trail brachte uns dem großen Ziel immer näher – wow, war das eine Abfahrt!

Schließlich erreichten wir den Bahnhof und nach kurzer Wartezeit stiegen wir in den Zug nach Aschaffenburg.

Vom Südbahnhof mussten wir allerdings noch den letzten Anstieg nach Haibach bewältigen, doch auch der stellte keine große Herausforderung mehr dar. Und dann:

Das Finisher-Eis in der Eiskugel! 🙂

Irgendwann am zweiten Tag meinte ich unterwegs zu meinem Sohn, dass das die beste Radtour meines Lebens sei. Er platzt fast vor Stolz und Glück und erwiderte: „Und du hast schon echt viele Touren gemacht!“.

So eine Tour ist wohl der Traum eines jeden bikenden Papas und ich bin sehr froh und dankbar, dass die Tour so möglich war und alles so gut geklappt hat. Natürlich waren auch die Touren mit meiner Frau, meiner Tochter, meinem Bruder, meinem Neffen und allen meinen Bekannten toll – aber diese hier war besonders und wird mir ewig in Erinnerung bleiben.
Sie könnte allerdings getoppt werden, wenn Lisa alt genug ist und wir zu dritt so eine Tour fahren. Bzw. zu viert, da Diane dann sicher auch dabei sein wird. Und dann kommt irgendwann der erste Alpencross… Hach, man wird doch wohl noch träumen dürfen. 😉

Keep on Biking!

Pfingsten fährt man in Bimbach – irgendwie!

Seit 8 Jahren fahre ich, mit wenigen Ausnahmen, an Pfingsten in Bimbach. Der Rhön Radmarathon ist nicht ohne Grund eine meiner Lieblingsveranstaltungen. Und damit stehe ich nicht alleine. Die drei angebotenen Marathonstrecken sind inzwischen nach wenigen Stunden ausgebucht und an dem Wochenende machen über 4.000 Radfahrer jeglicher Leistungsklasse die Rhön auf einer der Strecken unsicher. Auch Diane fährt jedes Jahr gerne mit. Ihren Startplatz letztes Jahr musste sie wegen einer OP im Vorfeld sausen lassen, bekam ihn aber für dieses Jahr anstaltslos übertragen. Und somit war klar – sie fährt Marathon. Und ich? Ich habe die Extremstrecke schon mehrfach gefinished. Außerdem hatten wir keine „Babysitter“ für das Wochenende. Und noch dazu fahren die Kinder ja auch schon Rad. Da reifte die Idee in mir: Warum sollten wir nicht zu viert nach Bimbach fahren? Zelten ist dort kostenlos und es wäre bestimmt ein Riesenspaß für die Kinder (Premiere!). Und die Familientour würden sie bestimmt schaffen. Felix eh locker –  mit seinem neuen Rad, dass er am Samstag bekäme und Lisa am FollowMe auch.

Der Plan wurde vom Familienrat beschlossen und in die Tat umgesetzt. Erst zelebrierten wir samstags bei den Großeltern den 7. Geburtstag unseres Sohnes, der dabei sein neues Rad überreicht bekam.


SCOTT Scale RC JR 24 Disc Bike – leistet!

Dann brachen wir auf. Am Nachmittag waren wir in Bimbach und bauten unser Zelt auf. Der Campingplatz war schon gut gefüllt, schließlich reisten bereits freitags die ersten Camper an, da am Samstag schon die ersten RTF- und CTF-Touren gefahren wurden. Glücklicherweise fanden wir aber noch ein ebenes Plätzchen für uns.

Das Wetter war prächtig und auch die weiteren Aussichten waren gut. Nur frisch würde es nächtens werden. Der Zeltaufbau ging relativ zügig voran und nachdem wir uns wohnlich eingerichtet hatten, gingen wir unsere Startunterlagen holen.

Den Abend verbrachten wir im Festzelt, denn nach der Streckenpräsentation wurde die 2. Halbzeit des DFB-Pokal Endspiels übertragen. Die Freude über das Ergebnis war allerdings geteilt… 😉
Das war alles total aufregend für die Kleinen und wir hatten Bedenken, wie die Nacht wohl werden würde.

Auf alle Fälle kalt! Aber irgendwie bekamen doch alle ein paar Stunden Schlaf ab, bevor Diane um 7 Uhr zu ihrem Start rollte.

In letzter Minute entschied sie sich ob fehlenden Trainings gegen die Marathonstrecke und fuhr „nur“ die lange RTF-Strecke. Immerhin auch 115 Kilometer.

Wir ließen uns etwas mehr Zeit und starteten gegen 9.30 Uhr.

Zwanzig Kilometer warteten auf uns und ich war gespannt, wie wir uns schlagen würden. Lisa startete erst einmal tapfer alleine, bevor sie nach ungefähr 2 Kilometern entschied, an das FollowMe zu gehen.

Ab da ging es etwas zügiger voran. 😉

Felix war begeistert von seinem Rad und meisterte die Anstiege auf der einfachen Strecke souverän. Ein bisschen waren wir, also hauptsächlich die Kinder, die Attraktion auf der Strecke. Des Öfteren wurde sie von vorbeifahrenden Radlern angefeuert. 🙂

Nach gut einer Stunde und einer Strecke von 10 Kilometern hatten wir den ersten und einzigen Kontrollpunkt, idyllisch in Kämmerzell an der Fulda gelegen, erreicht.

Die Kinder fanden das toll – Kekse, Waffeln, Bananen, Gummibärchen und so viele Getränke wie man wollte – einfach sensationell. Nachdem wir noch das Wehr an der Fulda ausgiebig studiert hatten ging es weiter. Die letzten Kilometer zurück nach Fulda spürten den Schlag nicht.

Bereits nach 1,5 Stunden waren wir im Ziel. Dort warteten wir in der Hüpfburg bei einem Eis auf Diane.

Auch für eine kurze Partie Fußball mit Felix blieb noch Zeit, bevor wir nach Dianes Zieleinlauf unter Protest das Zelt abbauten und nach Hause fuhren.

Die Aktion war ein voller Erfolg und die Kinder freuen sich schon auf nächstes Jahr. Vielleicht dann schon auf der 40 Kilometer MTB-Strecke?
Unser Plan ging auf, und wir brachten die Kinder unserem tollen Sport wieder ein Stückchen näher.

Keep on Biking!