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Archiv der Kategorie Rennen
Langstrecke Keiler-Bike Marathon
31.7.2011 von derfati.
Dieses Jahr passte der Keiler-Bike Marathon in meinen Terminkalender. Und ich wollte wenigstens einen MTB-Marathon fahren. Von den drei großen Veranstaltungen in unserer Region gehört für mich der Keiler von der Strecke her gesehen auf Platz 1, gefolgt von Rossbach und dann Frammersbach.
Aus irgendeinem Grund hatte ich mir in den Kopf gesetzt, die Langstrecke zu fahren (Mittelstrecke fährt ja jeder…).
Am Start bekam ich beim Anblick des überschaubaren Startfeldes dann doch erste Zweifel (Bestimmt werde ich Letzter…).
Ein Vereinskollege beruhigte mich und sprach mir Mut zu (Danke Jens!). Kurz nach dem Start verlor ich ihn auch schon aus den Augen. Aber ich fühlte mich gut und dachte mir, naja, letzter werde ich sicher nicht. Das gute Gefühl hielt die ersten 40 Kilometer an. Es lief optimal und mein Tacho zeigte mir einen 20er Schnitt an. YES! Doch auf den zweiten 40 Kilometern rächte sich mein forscher Start und es lief, sagen wir mal, suboptimal. Zeitweise machte ich mir Gedanken, ob ich es überhaupt ins Ziel schaffen würde. Aber ich sprach mein Mantra vor mich her (treten, treten, treten, …) und pedalierte vor mich hin. Ich wurde nur noch überholt und konnte die wirklich geniale Strecke nicht wirklich genießen.
Als es zum zweiten Mal zur Aurora hinaufging, bekam ich die zweite Luft und machte ein paar Plätze gut. Oben an der letzten Verpflegung nahm ich nochmals alles mit und freute mich auf den Zieldownhill. Doch der kam nicht. Ich hatte die Strecke irgendwie anders im Kopf. Auf einem leicht ansteigenden Schotterstück passierte es dann. Ein Krampf im Oberschenkel - und zwar Vorderseite und Rückseite. Das war mir noch nie passiert. Im Schneckentempo fuhr ich weiter, darauf bedacht, nicht umzufallen. Ich drückte mir ein Gel und hoffte auf Besserung. Der Krampf verging dann auch. Allerdings begann das ganze Spiel wieder von vorne, jetzt im linken Bein. Und so ging das weiter. Sobald ein kleiner Anstieg kam, krampfte es entweder rechts oder links.
Irgendwie schaffte ich es dann ins Ziel. Zum Teil rannte oder ging ich mein Rad schiebend die Anstiege hinauf und verzweifelte über die geänderte, mir unbekannte neue Strecke zum Ende hin. Der “Berg”, den es am Morgen schon hinauf ging, und den ich nicht als solchen bemerkt hatte, baute sich nun als Wand vor mir auf. Und dann kamen noch einige extrem schwierige, extrem matschige, Abfahrten, und nach einer gefühlten Ewigkeit kam dann der Zielbereich in Sicht. Bei 5 Stunden und 15 Minuten blieb dann die Uhr stehen. Eigentlich gar nicht so schlecht, ich hatte mir 5 Stunden 30 als Ziel gesetzt - und Letzter war ich auch nicht.
Ziemlich leer holte ich mir noch ein paar belegte Brötchen und ‘ne Cola und machte mich dann auf den Heimweg. Aber im Auto freute ich mich dann doch über mein Ergebnis. Allerdings musste ich die Gas-, Brems un Kupplungspedal im Auto mit äußerster Vorsicht betätigen, um weiteren Krämpfen zu entgehen…
Gesamtzeit: 5:15:39
Fahrzeit: 05:11:00
Kilometer: 88,34 km
Durch. Geschw.: 17,04 km/h
Max. Geschw.: 52,56 km/h
Höhenmeter: 2219 m
Rad: Stevens Glide ES
Das offizielle Ergebniss:
Thorsten Faderl
belegt
über die Distanz von
89 Kilometer * 2250 Höhenmeter
in der Altersklasse Senioren 1
den 39. Platz
und in der Gesamtwertung
Platz 107
in einer Zeit von
05:15:24
Keep on biking!
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Die Spessarträuber-RTF 2011
3.7.2011 von derfati.
Ziel: Schneller als im Vorjahr. Ziel erreicht.
Aber es war ein hartes Stück Arbeit. Auch dieses Jahr ging es wieder früh los und ich fand tatsächlich einen Mitstreiter. An dieser Stelle an Dankeschön an Dirk für das ausgegebene Startgeld - dank Dir habe ich sogar was gut gemacht - ich kann also sagen, ich habe heute mit Radfahren Geld verdient…
Motiviert ging es los. Eigentlich habe ich zu Beginn sogar etwas überzogen, was sich zum Ende hin negativ bemerkbar machte. Vielleicht war da aber auch das Wetter etwas Schuld daran. Ab kurz vor dem ersten Kontrollpunkt in Edelbach regnete es bis auf wenige Unterbrechungen bis zum 3. Kontrollpunkt an den Sieben Wegen immer wieder einmal. Und wenn es nicht regnete kam das Wasser von unten. Dabei fiel die Temperatur auf teilweise 9°C. Schön ist irgendwie anders. Aber aufgeben kam nicht in Frage und ich zog mein Ding durch. Schließlich trainiert man bei so einem Wetter auch die mentale Stärke. Bei der Auswertung am PC war ich doch sehr erstaunt, dass ich tatsächlich etwas schneller war als 2010. Und das, obwohl ich an die Abfahrten sehr verhalten heran ging…
Auch schön: Auf der gesamten Strecke “machte ich nur Plätze gut”. Nur einen Fahrer musste ich wieder ziehen lassen, nachdem ich in zuvor überholt hatte. ![]()
Fazit: Es war ein toller Rad-Tag, wenn auch die äußeren Bedingungen hätten besser sein können.
Fahrzeit: 06:10:32
Gesamtzeit: 06:37:17
Kilometer: 152,64 km
Durch. Geschw.: 24,70 km/h
Max. Geschw.: 72,72 km/h
Höhenmeter: 2613 m
Rad: Cannondale Caad9
Keep on biking!
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Immer wenn Du glaubst es geht nicht mehr…
16.6.2011 von derfati.
… kommt von irgendwo ein Startplatz her…
Also stehe ich am 28.08.2011 nun doch wieder in Sölden am Start und versuche, meine Zeit von letztem Jahr, 10:56, zu verbessern.
Ich freu’ mich schon darauf!
Keep on biking!
Geschrieben in Rennrad, Rennen | 2 Kommentare »
Rhön-Radmarathon extrem
12.6.2011 von derfati.
Pfingsten fährt man nach Bimbach - so auch 2011!


Anstieg zur Wasserkuppe - Fotos von Uli Blumenstein
Nach der letztjährigen gelungenen Premiere in Bimbach wollte ich mir diese Veranstaltung in diesem Jahr natürlich nicht entgehen lassen. Die Veranstalter setzten aber heuer noch einen obendrauf und hatten eine neue Strecke im Angebot:
Den Rhön-Radmarathon extrem mit 235 Kilometern mit 4300 Höhenmetern
Gemeinsam mit Sportsfreund Zenon stand ich um 6.30 Uhr am Start. Dem ging ein frühes Aufstehen um 4 Uhr und eine einstündige Autofahrt, die zum Glück Zenon übernahm, voraus.
Der offizielle Start war um 6 Uhr, aber da es keine Zeitmessung gab, konnte man später auf die Strecke. Es gab dann auch nur ein Zeitlimit, das man schaffen musste, das stellte aber kein Problem dar.
Das schöne an dem späteren Start war, dass wir zunächst nur am überholen waren - das motivierte ungemein. Wir wollten den Marathon locker angehen, aber irgendwie - na ja, wie das halt so ist…
Bis zur ersten Verpflegung auf dem Firmengelände von Rhönsprudel gingen wir es auch locker an und hängten uns bei einer Gruppe in den Windschatten. Wir holten uns an diesem ersten Kontrollpunkt nur den Stempel für die Urkunde und das Teilnehmergeschenk und fuhren zügig weiter. Dann folgt der erste Hammer der Strecke - die Auffahrt zu Ebersburg mit bis zu 18% Steigung. Auf der ersten Abfahrt nieselte es minimal und wir hofften, dass der Regen nicht stärker werden würde. Ab dem Anstieg zur Wasserkuppe war vom Regen nichts mehr zu spüren. Für den Rest des Tages hatten wir dann ideales Wetter.
Die Wasserkuppe mit einer Höhe von ca. 900 Metern markierte den höchsten Punkt der Strecke. Dieser Anstieg war sehr schön zu fahren, die Steigung war moderat und wir noch frisch. Es folgte eine rasante und tolle Abfahrt nach Gersfeld. Wir erreichten den zweiten Kontrollpunkt und stärkten uns an den Verpflegungständen. Weiter ging es hinauf zum Himmeldunkberg und runter nach Bischofsheim. Die Rhön ist ein Mittelgebirge und somit sind die Höhenmeter auf viele Anstiege verteilt. Aber gerade das ist das fiese an einem solchen Höhenprofil.
Auf dem Stück nach Bischofsheim empfiehlt es sich, eine gute Gruppe zu finden, in deren Windschatten man sich über das hügelige Gelände ziehen lassen kann - wir hatten kein Glück. Die Gruppen waren alle zu langsam für uns und so zogen wir uns, abwechselnd in der der Führungsarbeit, zu zweit bis zum nächsten Anstieg. Nun teilten sich die Marathonstrecken und wir bleiben auf der extrem-Route. In Fladungen wartete der dritte Kontrollpunkt auf uns. Hier bemerkte Zenon, dass er seine aufgeschnittene Flasche mit Ersatzschlauch und Luftpumpe am zweiten Kontrollpunkt hatte liegen lassen. Ärgerlich, aber nicht weiter tragisch. Nach diesem Kontrollpunkt ging es über die Hochrhönstraße hinauf in die Hochrhön. Eine traumhaft schöne Landschaft, vorbei am “Schwarzen Moor”, gekrönt von der Abfahrt nach Wüstensachsen. Bis Hilders fällt die Strecke leicht aber kontinuierlich ab, und wir machten nochmals ordentlich Tempo. Das rächte sich, zumindest bei mir, beim folgenden Anstieg. Aber immerhin lagen da auch schon ca. 130 Kilometer hinter uns. Ich drückte mir mein erstes Notfall-Gel. Wieder einmal überquerten wir eine ehemalige Ost-West-Grenze und bis zum 4. Kontrollpunkt in Kaltensundheim ging es nur noch bergab. Übrigens überquerte man auf der Strecke des Öfteren die Grenzen von Bayern, Hessen und Thüringen - es ist also eine 3-Länder-Rundfahrt, wenn man so will.
In Kaltensundheim gab es Nudeln mit Gulasch - sehr beliebt bei vielen Teilnehmern, aber nichts für uns. Wir begnügten uns mit Kuchen und füllten die Flaschen auf.
Ab jetzt fiel das Gelände tendenziell nur noch ab. Allerdings würzten einige deftige Anstiege die letzten 90 Kilometer. Das Tempo von Zenon konnte ich nun am Berg nicht mehr mitgehen. Und auch in der Ebene fiel es mir immer schwerer. Wir trafen uns nur noch an den Kontrollpunkten, an denen Zenon auf mich wartete. Am Kontrollpunkt 5 in Spahl gab es leider kein Wasser mehr und mit Essen war auch nicht mehr viel los. Das machte aber nichts, denn mir war etwas übel und ich hatte keine Lust auf feste Nahrung. Ich zwang eine Banane in mich rein und füllte Saft in meine Trinkflaschen. Und für den Notfall hatte ich noch ein Gel und einen Riegel im Trikot. Irgendwie erreichte ich den Kontrollpunkt 6 in Magretenhaun - den letzten auf der Strecke. Ein Lichtblick - aber immer noch stand der Tacho nicht auf 200 Kilometer. Nun gut, das meiste war ja geschafft. Das letzte mal Flaschen füllen, Rosinenbrot und Banane reinstopfen und weiter. Und Sonnencreme auftragen. Dieses Jahr wollte ich schließlich nicht wieder so einen Sonnenbrand wie 2010. Beim losfahren hängten wir uns an eine Gruppe, von der Zenon fand, dass sie ein gutes Tempo hätte. Zunächst stimmte das auch. Bis wir von einer Frau überholt wurden. Das ging ja mal gar nicht! Und weg war die Gruppe… Ich konnte und wollte nicht mithalten. Und so kämpfte ich bis Fulda alleine weiter. Ich überholte und wurde überholt. Das spielte aber alles keine Rolle mehr. Ich wollte nur noch ankommen. Auf den letzten Kilometern fand ich dann doch noch eine Gruppe, die mich mitzog. Kurz vor Lüdermünd, also quasi schon fast im Ziel, drückte ich mir dann doch noch das zweite Notfall-Gel. Ich mobilisierte meine letzten Kräfte und überholte noch ein paar Mitstreiter, die wohl noch mehr auf dem Zahnfleisch gingen als ich…
Und dann - das Ziel. Geschafft! Zenon wartete dort auf mich und machte ein Finisher-Foto. Zwei Minuten vor mir war er angekommen - so sagte er. Nur um mich zu trösten? ![]()
Egal.
Im Ziel hielten wir uns nicht allzu lange auf. Wir holten uns unsere Finisher-Geschenke - ein H.A.D. und die Urkunde - und kippten eine Tasse Kaffee ab. Und dann nix wie heim. Man, war ich froh, dass Zenon fuhr!
Und die Kommentare zu Hause (aus zwei von einander unabhängigen Quelle): Du siehst fertig aus.
Egal.
Ich war wieder einmal ein Held am Sonntag und schneller als letztes Jahr. Und das trotz mehr Kilometern und mehr Höhenmetern!
Fahrzeit: 09:10:58
Gesamtzeit: 10:24:38
Kilometer: 231,03 km
Durch. Geschw.: 25,16 km/h
Max. Geschw.: 75,6 km/h
Höhenmeter: 3889 m
Rad: Cannondale Caad9
Noch ein paar Fotos (bei Zenon auch in voller Größe):

18% an der Ebersburg - kein ernsthaftes Problem.

On the top of the tour - Zenon auf der Wasserkuppe.


(Noch) alles Bestens!

Radler am Berg.

In Fladungen: Ich beim zweiten Milchreis - Team Alpecin hinter uns.

Macht schnell!


Opfer am Fuße der Hochrhön.

Führungsarbeit auf der Hochrhönstraße.

Na, was hab ich da wohl in der Hand?

Macht müde Männer munter…

Geschafft - das war Bimbach 2011!
Ich freu mich schon auf 2012 - dann wieder mit weiblicher Verstärkung.
Keep on biking!
Geschrieben in Rennrad, Rennen | 1 Kommentar »
Bimbach 2011
24.5.2011 von derfati.
Von der Familie bekam ich grünes Licht und da hab ich mich soeben gleich angemeldet, denn: “Pfingsten fährt man nach Bimbach“.
Dieses Jahr wartet eine neue Herausforderung auf die Marathonisti:
Der “Rhön-Marathon extrem” mit 235 Kilometer und 4300 Höhenmeter.
So jetzt geht es weiter mit dem Tagesprogramm: Zuerst mal Windelwechsel, danach ein Großeinkauf und dann muss ich auf den Ergometer.
Keep on biking!
Geschrieben in Rennen | 3 Kommentare »