Giro Engiadina Bassa – Tag 2 – Von Taufers nach Livigno

Samstag, 06.08.2016

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Samstagmorgen – der erste Blick aus dem Fenster ließ ein Fünkchen Hoffnung für den zweiten Tag aufkommen. Der Wetterbericht schien sich zu bestätigen. Das Frühstücksbuffet war einfach, aber der Kaffee stark und gut. Während wir uns mit Energie für den Tag versorgten verschwanden immer mehr Wolken und die Sonne strahlte vom Himmel. Unter diesen Voraussetzungen schmissen wir uns gerne in unsere nun wieder halbwegs trockenen Klamotten und wagten einen Blick in Richtung Schweiz.

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Vor unserem Nachtquartier ließen wir noch ein Gruppenfoto machen, dann pedalierten wir in Richtung Ofenpass das Münstertal hinauf.

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Kurz hinter der Grenze legten wir einen kurzen Boxenstopp ein und füllten unsere Vorräte für den Tag auf, da es meines Wissens auf der Strecke keine Möglichkeit zur Einkehr gab. Bestes Bikewetter begleitete uns – und das, um es vorweg zu nehmen, den ganzen Tag.

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Bis Santa Maria blieben wir auf der Straße. Hinter dem Ort wechselten wir von Asphalt auf Schotter und begannen den Anstieg in Richtung Döss Radond und Val Mora.

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Als Schnellster im Anstieg blieb mir etwas Zeit zum „Spielen“. Parallel zur Schotterauffahrt verlief ein netter Downhilltrail, den ich ein Stückchen wieder bergab fuhr. Ein netter Spaß zwischendurch.

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Aber es nutzte ja nichts, wir mussten weiter. Vorbei an Berghängen und Wasserfällen – eine wirklich schöne Strecke.
Am Döss Radond wartete ich auf meine Mitfahrer und nutzte die Gelegenheit mit anderen Bikern zu sprechen. Ich erfuhr, dass man auf der Alp Mora ein einfaches Vesper bekommen könnte. Das war mir neu und kam wie gerufen. Als Diane und ich 2012 diese herrliche Strecke zum ersten Mal unter die Stollen genommen hatten wussten wir das leider nicht. Den nun eintreffenden Mitfahrern teilte ich umgehend mein neues Wissen mit und alle freuten sich über eine deftige Brotzeit auf einer urigen Hütte im Gebirgskino. Allerdings war die Freude bei meinem Bruder etwas verhalten, da er seinen Tacho wohl wenige Meter vor der Passhöhe verloren hatte. Ich fuhr ein Stück zurück und fand tatsächlich am rechten Wegesrand das gute Stück.

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Der Weg zur Alp Mora durch das Hochtal war ein landschaftlicher Traum. Der Weg bis zur Hütte verlief zwar auf einem einfachen Schotterweg, aber das machte nichts, so konnten wir das Panorama besser genießen.

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Frisch gestärkt, zwar nicht ganz günstig (Schweiz halt) aber lecker, machten wir uns an den interessanten Teil im Val Mora – den 1-A-Singletrail. Ein wahrer Hochgenuss – Flow in Vollendung!

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Auf dem nie schwierigen oder gefährlichen Trail rollten wir bis fast zum Lago di San Giacomo di Fraéle auf feinstem Schotter. Unser Alpennovize machte die Sache richtig gut und ich denke, er fand Gefallen an diesem Abschnitt. Wie ein alter Hase surfte er die Wellen am Hang ab.

Auf der rechten Seite des Sees zweigte der Weg zum zweiten Anstieg des Tages ab. Nun stand der Passo di Alpisella auf der Agenda. Der Aufstieg musste sich vom Panorama nicht hinter dem Val Mora verstecken und war gut fahrbar.

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Auf der Passhöhe erholten wir uns etwas vom Anstieg, aber ein frischer Wind trieb uns alsbald weiter. Wir zogen Jacken über und stürzten uns in die Abfahrt in Richtung Livigno.

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Leider konnte der Downhill nicht mit dem Trail vom Val Mora mithalten. Es war eine lange, steile Schotterabfahrt – wie sie mir so gar nicht liegt. Aber irgendwann waren wir unten und stärkten uns für die letzten Meter durch Livigno am Ortsrand mit einem leckeren Eis.

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Nach kurzer Suche hatten wir unser Domizil für die Nacht gefunden. Das Hotel Silvestri war das totale Gegenteil zum einfachen Gasthof Avinga vom Vortag.

Wir genossen die Wellness-Badezimmer und das ausgezeichnete Abendessen. Das mit dem Essen haben sie halt drauf – die Italiener. 😉

Keep on Biking!

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