Zur Mainspitze und wieder zurück

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19.07.2025

Endlich Sommer! Und für was eignet sich der Sommer besser als für schöne Radtouren?

Eine besonders schöne sommerliche Radtour unternahmen meine Frau und ich im letzten Sommer. Schon lange wollte ich mit dem Rad zu dem Punkt fahren, an dem der Main in den Rhein fließt – der sogenannten Mainspitze.

Zusammen mit Diane realisierte ich diesen Wunsch im Juli 2025. Wir hatten dafür ein Wochenende Zeit. Ich plante die Tour mit einer Tagesetappe hin und einer wieder zurück, jeweils um die 100 Kilometer lang. Das ist eine Etappenlänge mit der wir an einem Tag, auf entsprechenden Wegen und ohne viele Höhenmeter, gut zurecht kommen.

Morgens um 8 Uhr starteten wir von der Haustüre weg. Wir hatten nur ganz wenig Gepäck dabei, denn die Temperaturen waren sommerlich und für eine Nacht im Hotel benötigten wir auch nicht viele Sachen. Die Route hatte ich mit Komoot geplant, und entgegen dem Trend auf Socialmedia, sich über die Routenplanung mit Komoot zu beschweren, hatten wir wie immer keinerlei Probleme mit der Strecke. Aber das nur nebenbei.

Stimmung und Wetter hätten nicht besser sein können. Schon bald verließen wir die heimischen ausgetretenen bzw. ausgefahrenen Wege und befuhren Neuland. Das liebe ich so an Radtouren – Neues auf zwei Rädern entdecken.

Besonders in Erinnerung blieb uns der Ort „Dreieichenhain„, einer ungeahnten Perle im Offenbacher Umland.

Die Burg Hayn und die historische Altstadt waren wirklich schön anzusehen.

Unsere Strecke führte uns weiter durch das südhessische Flachland, teils auf feinstem „Gucci-Gravel“, teils auf leichten Trails und teils auf tollen Radwegen – immer abwechslungsreich und nie langweilig.

Bei Rüsselsheim gelangten wir endlich an das Mainufer, dem wir nun bis zum Ende des Flusses folgten.

Und für was ist Rüsselsheim bekannt? Na? Genau:

Allerdings bestand dieser Manta nur aus Stein. Zum Glück bestand der nahestehende Eisautomat nicht aus Stein und sorgte für eine willkommene Erfrischung.

Nach dieser künstlerisch-erfrischenden Pause setzten wir unseren Weg fort. Bis zur Mündung war es nun nicht mehr weit.

Und dann hatten wir die Mainspitz erreicht – etwas unspektakulär, aber trotzdem nett. So konnte ich einen weiteren Punkt auf meiner persönlichen „To-cycle-Liste“ abhaken.

Bis hierhin hatten wir gut 80 Kilometer erstrampelt – zu wenig, um schon Feierabend zu machen.
Von einer Vorbereitungsfahrt zu ersten 500+ Tour kannte ich ich den nun folgenden Abschnitt entlang des Rheins und er war mir in bester Erinnerung geblieben. Damals pedalierten wir an einem Tag zum Niederwalddenkmal und zurück. Besonders das mediterrane Flair am Mainufer beindruckte mich damals nachhaltig. Und da uns noch gut 20 Kilometer zum Vervollständigen der 100 Kilometer fehlten, wählte ich bei der Tourenplanung Ingelheim als Etappenziel.
Rechtsrheinisch fuhren wir also weiter. Aber zunächst legten wir einen Versorgungsstopp am Rheinufer ein.

Kühles Bier und heiße Pommes – was konnte es Besseres geben.
Versorgt mit Natrium, Kohlenhydraten und Elektrolyten machten wir uns auf zum Endspurt.
Und meine Erinnerung hatte mich nicht getrogen – es wurde mediterran.

Das Stück bis zur Fähre verging wie im Fluge. In Östrich-Winkel setzten wir über den Rhein drüber. Von der linksrheinischen Anlegestelle war es jetzt nur noch ein Katzensprung bis zu unserem Hotel in Ingelheim.

Nach einer Dusche und dem Etappenfinale der Tour im klimatisierten Zimmer, mussten wir dieses Zwecks Nahrungsaufnahme noch mal verlassen. Wir spazierten in die Stadtmitte. Eigentlich hätten wir gerne eine Pizza gegessen, aber leider war der zu dem Zeitpunkt einzige geöffnete Italiener bis zum letzten Platz besetzt.

Im Miss Hanoi wurden wir dann aber auch glücklich.

Auf dem Rückweg versorgten wir uns an einer Tankstelle mit ein paar alkoholfreien Spaßgetränken und Knabberzeugs, bevor wir dann doch ganz schön erledigt wieder im Hotel ankamen.

Der Abend wurde nicht allzu lange…

Keep on Cycling!

Pfingsten fährt man in Bimbach!

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07.06.2025

Dieses Jahr war es endlich wieder soweit – ich hatte an Pfingsten Zeit für eine meiner Lieblingsveranstaltungen – den Rhön Radmarathon.

Allerdings stand diesmal keine der Marathonstrecken auf dem Programm, dafür die RTF-Premiere meines Sohnes.

Wir hatten uns für die 120 Kilometer Strecke am Samstag angemeldet. Das war auch für mich eine Premiere – fuhr ich bisher doch immer die Marathonstrecken am Sonntag.

Da es für die RTFs keine feste Startzeit gibt, standen wir erst kurz nach 10 Uhr auf dem Parkplatz und machten uns fertig. Das war aber gar kein Problem – denn samstags ist weit weniger los als sonntags. Alles war etwas „entspannter“.

So auch auf dem Festivalgelände und an der Startnummernausgabe.

Auch das Anbringen der Startnummern will gelernt sein.

Gut gelaunt und etwas aufgeregt machten wir uns auf den Weg.

Das sollte für Felix die bisher längste Rennradtour werden und auch die Höhenmeter würden seine bisherige Bestleistung toppen.

Noch war das Wetter gut und es war trocken.

Doch schon wenige Kilometer nach dem Start erwischte uns ein solcher Schauer, dass wir trotz unserer Regenjacken gut durchnässt waren. Aber umkehren war keine Option – schließlich wollten wir nicht umsonst die Anfahrt aus dem Spessart in die Rhön auf uns genommen haben. Zudem waren auch durchaus trockene Phasen im Wetterbericht gemeldet…


So muss das sein – grünes Licht für Radelnde…

Aber zunächst war es nass und kalt.

An der ersten Verpflegung hielten wir uns nicht lange auf, um nicht komplett auszukühlen. Die spärlichen Sonnenstrahlen wärmten nur wenig.

Leicht schlotternd setzten wir unseren Weg fort. Die Streckenführung war wirklich schön. Zwar fehlten bei der RTF die ganz hohen Gipfel der Rhön, dafür waren wir viel auf toll asphaltierten Wirtschaftswegen und verkehrsarmen Nebenstraße unterwegs. Das fand ich prima, denn es ist ja immer so eine Sache mit dem Verkehr und den Rennradfahrern – besonders weil heute mein Sohn mit dabei war.

Aber es war alles fein, das Wetter wurde besser und die Strecke wirklich schön und abwechslungsreich.

Mein Junior machte die Sache wirklich super! Wir achteten auf unsere Verpflegung und stärkten uns an jeder Labe. Wir waren deutlich flotter unterwegs, als ich erwartet hatte. Zwar lässt mich Sohnemann inzwischen an jedem Anstieg so was von stehen, aber auf längeren Distanzen bin ich zum Ende hin (noch) im Vorteil. Wir spulten Kilometer um
Kilometer ab und erreichten nach nicht ganz 5 Stunden das Ziel in Bimbach.

Junior war stolz wie Bolle, aber auch ganz schön platt nach diesem Ritt. Erwähnenswert wäre in diesem Zusammenhang noch, dass er das eigentlich ohne besondere Vorbereitung gefahren ist. Er saß vorher vielleicht zwei- bis dreimal auf dem Rennrad. Das Privileg der Jugend… 🙂

Im Ziel gönnten wir uns dann noch noch was leckeres und fuhren im Anschluss nach Hause.

Das war eine gelungen RTF-Premiere gewesen und macht Lust auf mehr!

Keep on Cycling!

Der Grüne Ring um Hanau

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22.04.2025

Bereits eine Woche nach der Tour rund um Frankfurt nahmen wir die nächste „rund um Tour“ unter die schwach profilierten Reifen – „der Grüne Ring um Hanau„.

Wir starteten für uns günstig gelegen an einem Wanderparkplatz in der Nähe des Neuwirtshaus zwischen Aschaffenburg und Hanau, wo wir alsbald auf die offizielle Route gelangten. Eine Anreise mit dem Zug wäre möglich gewesen, aber etwas umständlich und zeitlich für uns an diesem Tag nur schwierig umsetzbar.

Es ging schon mal gut los… Wir fragten uns, was wohl zuerst da war – das Schild oder der direkt daneben abgelagerte Müll…

Schon bald vereinnahmte uns aber der grüne Ring und machte, in dem frisch ergrünten Wald, seinem Namen alle Ehre.

Frisch waren an diesem Apriltag allerdings auch die Temperaturen.

Als wir an dem bekannten schwedischen Möbelhaus vorbei fuhren, zog ich kurz einen „Pölser Stopp“ in Erwägung. Doch dafür waren wir noch nicht lange genug unterwegs. 😉

Den nördlichen Teil der Route fanden wir jetzt nicht so spannend, er fiel unter die Rubrik „ganz nett“.

Abschnitte durch Wald-, Wohn- und Industriegebiete wechselten sich ab, aber uns fehlten etwas die Highlights. Wir waren vom Frankfurter Grüngürtel noch ziemlich verwöhnt.

Ein erstes Highlight befand sich dann im Hanauer Süden mit dem Bismarckturm und dem Staatspark Wilhelmsbad.

„Beglückt schloss ein Reisender 1785 im „Teutschen Merkur“ seinen Bericht über das Wilhelmsbad bei Hanau ab: „Wem es hier nicht behaget, der muss wahrlich sehr krank seyn.“ Es gebe Heilung, Bequemlichkeiten, Vergnügungen und dann noch die Natur, die alles übertreffe. Dass die Reize des beliebten Kurbades außerordentlich waren, dafür hatte kein Geschäftsmann gesorgt, sondern Wilhelm IX. (1743-1821), Erbprinz und später Graf zu Hanau. Er war in das „Wellness-Business“ eingestiegen, nachdem man vor Ort in einem Steinbruch mineralhaltige Heilquellen entdeckt hatte. Zusammen mit dem Ingenieur Franz Ludwig Cancrin realisierte er von 1777 an Gebäude in spätbarockem Stil. Sie wurden in einer langen Achse an einer Promenade aufgereiht, mitten in einem zeitgleich entstehenden Landschaftspark von 28,9 Hektar Fläche.“
Quelle: Staatspark Hanau-Wilhelmsbad | Staatliche Schlösser und Gärten Hessen

Wir verweilten nur kurz, dann mussten wir weiter – es wartete das nächste Highlight.

Die Dietesheimer Steinbrüche sind ein beliebtes Ausflugsziel in Mühlheim, Stadtteil Dietesheim. Die ehemaligen Basaltsteinbrüche bilden heute ein attraktives Naherholungsgebiet in unmittelbarer Nähe zum Mainuferweg.

Wir genossen die Fahrt über die unzähligen kleinen Pfädchen und die immer wieder schönen Ausblicke auf die Steinbruchseen.

Eine weitere Sehenswürdigkeit folgte kurz darauf: Das Hochgericht Steinheim.

Unweit des historischen Galgens kehrten wir ein und nahmen so quasi eine Henkersmahlzeit ein… 😉

Aus Effiziensgründen kehren wir gerne in, an Supermärkte angegliederte Bäckereien, ein. Im Einkaufszentrum Rondo Steinheim fanden wir, was wir suchten.

Nun mussten wir uns etwas sputen, die Zeit drängte. So passierten wir den Wildpark Alte Fasanerie ohne ihm einen Besuch abzustatten und radelten entlang dessen Mauer in Richtung Ausgangsort unserer Tour.

Jetzt war es nicht mehr weit. Nach 66 Kilometern standen wir wieder am Auto.

Fazit zu der Runde: Wie anfangs schon geschrieben, fanden wir die Tour ganz nett – kann man mal machen.
Ein zweites Mal werden wir die Tour trotzdem nicht fahren, dafür war sie in Summe dann doch zu wenig interessant.

Keep on Cycling!

Der GrünGürtel-Radrundweg Frankfurt

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15.04.2025

Und schon sind wir im Jahr 2025… Gerade noch rechtzeitig, 2026 steht schon vor der Tür. 😉

Eine besonders schöne Tour, die ich dieses Jahr fuhr, war der GrünGürtel-Radrundweg in Frankfurt.

Der Frankfurter GrünGürtel ist das Herzstück des Regionalpark RheinMain. Der etwa 64 Kilometer lange, ausgeschilderte GrünGürtel-Radrundweg umrundet Frankfurt. Entlang des Radweges eröffnet sich Ihnen die ganze Vielfalt des Frankfurter Grüngürtels von fast unberührter Natur bis zu intensiv genutzten Industriearealen. Der Weg führt Sie entlang der Nidda, durch die Kräutergärten in Oberrad und den sich anschließenden Stadtwald. Immer wieder finden sich auch tolle Projekte des Regionalparks beispielsweise die Komische Kunst , das Grüne-Soßen-Denkmal oder der Blaue Kran in Offenbach.
Quelle: GrünGürtel-Radrundweg – Regionalpark RheinMain

Bereits Ende 2024 war ich solo auf dieser Runde unterwegs gewesen und sehr angetan von der Wegführung.

Im Frühjahr dieses Jahr bin ich die Runde nochmals gefahren – diesmal mit meiner lieben Frau. 🙂

Wie auch letztes Jahr legte ich den Startort für uns verkehrstechnisch günstig nach Bergen-Enkheim.

Zunächst führte uns der Weg über den Main in den neu gestalteten Offenbacher Hafen. Dort legten wir eine kurz Pause ein.

Weiter ging es entlang des Mains bis wir in den Frankfurter Süden abbogen.

Der Goetheturm war das nächste Highlight. Eine Besteigung desselben ließen wir aber aus.

Wir waren nun lange im Wald südlich von Frankfurt unterwegs. Und das auf wirklichen Premium-Gravelwegen. So macht graveln Spaß.

So langsam nährten wir uns wieder der Zivilisation und passierten das Stadion der Eintracht.

Auch bemerkten wir hier die Nähe zum Frankfurter Flughafen. Wir pedalierten direkt unter der Landeanflugbahn. In beeindruckender Nähe donnerten hier Flugzeuge über unsere Köpfe hinweg.

Etwas ruhiger und landschaftlich sehr schön wurde es auf den Schwanheimer Wiesen und bei den Schwanheimer Dünen.

Um einen Abstecher in die Dünen zu machen, mussten wir die Route kurz verlassen und einen kleinen Umweg einbauen. Das Gebiet ist ein Naturschutzgebiet und es gibt einen sehr schönen Bohlenweg über die Dünen, um das sensible Habitat zu schützen.
Auf dem Bohlenweg ist Radfahren untersagt und Räder müssen geschoben werden.
Aber der Abstecher lohnt sich.

In Höchst überquerten wir den Main erneut. Auf der Originalroute ist eine Fährfahrt eingeplant. Wir radelten aber ein paar Meter weiter und fuhren über die Leunabrücke.
In Höchst gab es viele Möglichkeiten zur Einkehr. Da wir aber schon bei der Pause im Offenbacher Hafen ein Käffchen und eine Kleinigkeit zu Essen hatten, legten wir hier keinen weiteren Stopp ein.

An der Nidda entlang gelangten wir nun in den Frankfurter Norden. Dort verließen wir das Flüsschen und es wurde etwas hügeliger zum Ende hin.

Dafür genossen wir aber des Öfteren tolle Aussichten über Frankfurt und den Taunus.

Die Wegführung war auch hier sehr abwechslungsreich und sogar ein paar Meter einfacher Singletrail erfreuten unser Radlerherz.

Zu guter Letzt mussten wir noch die steile Abfahrt zurück zu unserem Ausgangspunkt am Freibad in Bergen Enkheim bewältigen.

Nach einer reinen Fahrzeit von nicht ganz vier Stunden waren wir an unserem Auto zurück.

Der GrünGürtel-Radrundweg ist eine wirklich tolle Tour rund um Frankfurt herum. Die Strecke ist sehr abwechslungsreich und wir waren erstaunt, wie grün es in und um Frankfurt herum ist. Die Route ist ideal für Gravelräder. Für Rennräder ist die Strecke eher ungeeignet. Einkehrmöglichkeiten gibt es zuhauf. Die Runde weist nicht viele Höhenmeter auf und so steht einem entspannten und kurzweiligen Tag auf dem Rad nichts im Weg. Ich würde aber tatsächlich die Tour im Uhrzeigersinn empfehlen, da man sonst die steile Abfahrt nach Bergen Enkheim rauffahren müsste. Das wäre kein Spaß… 😉

Keep on Cycling!

P.S. Mehr Fotos gibt es bei der Tour im Herbst 2024 auf Komoot.

Sentier des Roches

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27.-29.10.2024

In den bayerischen Herbstferien gönnten wir uns nochmals eine kurze Auszeit in Frankreich – ohne Räder.

Des Öfteren war ich schon über den Sentier des Roches gestolpert – also im übertragenen Sinne. 😉

Dieser Weg reizte mich schon lange. Da die Anreise nicht sonderlich weit war, unsere Tochter vom Sommerurlaub so gar nichts hatte und das Wetter für die späte Jahreszeit trotzdem sehr schön vorher gesagt war, buchten wir uns spontan für zwei Nächte in ein Mobile Home in Munster ein.

Es war unser erstes, aber sicher nicht unser letztes Mal in einer solchen Unterkunft. Wenn der Platz auch etwas beengt war, es mangelte an nichts. Und es gab sogar drei Schlafzimmer, sodass die Kinder je ein eigenes Zimmer hatten. Und das zu einem unschlagbar günstigen Preis – perfekt für uns. 🙂

So ordentlich sahen die Zimmer nach den ersten fünf Minuten nicht mehr aus… Nachdem wir unser temporäreres Hab und Gut gewissenhaft quer in unserem Domizil verteilt hatten, machten wir einen Rundgang über den saisonal verwaisten Campingplatz.

Später gingen wir in die Stadt, um uns mit dem landestypischem Essen vertraut zu machen. Da wir uns nicht zwischen Baeckeoffe und Coucroute garnie entscheiden konnten, gab es halt Pizza… 😉

Diese war aber sehr lecker und die Pizzeria Malice ist ein echter Tip!

Am nächsten Tag stand nun endlich meine lang gewünschte Wanderung auf dem Programm.

Zunächst fuhren wir mit dem Auto zum Col de la Schlucht, von wo aus wir die Tour starteten.

Der Steig war sehr abwechslungsreich, nicht zu schwer oder gefährlich und dennoch mit etwas Nervenkitzel garniert. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sollte vorhanden sein. Auch etwas Kondition sollte man mitbringen. Andererseits hatten wir uns jetzt auch nicht speziell vorbereitet und kamen nicht an unser Limit. Im Internet findet man viele Filmchen, die einen ganz guten Eindruck von den Anforderungen vermitteln.

Wir liefen die Runde im Uhrzeigersinn, und obwohl es ein Montag war, waren wir nicht alleine unterwegs. Bei schönem Wetter in der Hochsaison und an Wochenenden ist hier sicherlich sehr viel los. Das sollte man, wenn möglich, in die Tourenplanung mit einbeziehen.

Doch meist konnten wir die Natur und die oft überwältigende Aussicht über die Vogesen für uns alleine genießen.

Fast alpin mutete der Weg und die Umgebung an manchen Stellen an.
Den Steig hatten wir hinter uns gelassen und ab dessen Ende führt uns der Weg bergauf.

Unterwegs besichtigten wir noch die „Grotte Dagobert

Hier soll im 7. Jahrhundert n. Chr. der Merowingerkönig Dagobert Zuflucht gesucht haben.

Fast 400 Höhenmeter mussten wir nun bezwingen, um das Gipfelplateau des Hohnecks zu erreichen. Das war ganz schön schweißtreibend und auch anstrengend.

Die Aussicht entschädigte jedoch für die Strapazen.

Bevor wir uns an den Abstieg zurück zum Col machten, legten wir eine Pause ein. Da es im Gipfelrestaurant ziemlich voll war, begnügten wir uns mit dem mitgebrachten Proviant aus unseren Rucksäcken. Außerdem sollten diese nun auch leichter werden.

Der Gipfel liegt an der Route des Crêtes und ist mit dem Auto erreichbar. Deswegen herrschte hier oben ein reges Treiben diverser Ausflügler. Wir fanden trotzdem ein schönes Plätzchen. Allerdings pfiff der Wind hier oben recht ordentlich und nachdem wir uns gestärkt hatten, begannen wir mit dem Rückweg.

Dieser war nicht ganz so spektakulär, aber bot zunächst weiterhin eine tolle Aussicht.

Nach knapp über 10 Kilometern waren wir zurück am Auto. Der Sentier des Roches war mit Abstand die schönste Wanderung, die ich in meinen bisherigen Leben gemacht hatte! Trotzdem freute ich mich, als ich die Wanderschuhe ausziehen konnte. 🙂

Am Abend unterzogen wir, auf den Wunsch unserer Kinder, das hiesige amerikanische Schnellrestaurant mit den zwei gelben Bögen einem Test. Ihr Fazit lautete: Besser als die heimischen Filialen. Wenn das kein Grund für eine Reise nach Frankreich ist! 😉

Nach einer weiteren Nacht in dem Mobile Home und einer Shopping Tour in Munster fuhren wir nach Hause.

Unterwegs legten wir noch einen Stopp in der sehr schönen Stadt Colmar ein.

An dem Nougatgeschäft konnten wir einfach nicht vorbeigehen. Dort wird geklotzt und nicht gekleckert. Und obwohl uns der Maître einen „riesen Ranken“ abschnitt, mussten wir uns zurückhalten, nicht gleich alles vor Ort zu verspachteln.

Das war wirklich ein sehr schöner Kurztrip gewesen. 🙂

Hier noch die Daten zur Wanderung:

Keep on Hiking!