The Corona Diary – Biken in Zeiten von Corona – Urlaub am Bodensee: Rund um den Untersee

[Werbung (unbezahlt) wegen Marken-, Orts- und Namensnennung und Verlinkung.] (Keine Ahnung, ob ich das hier angeben muss oder nicht.)

02.06.2021

Mit einem Sprung ins zugegeben noch sehr kühle Nass klang dieser perfekte Tag aus.
Vorausgegangen war eine Umrundung des Untersees mit dem Rad meinerseits.

Natürlich kann man den Bodensee komplett umrunden, es gibt sogar einen Radmarathon dafür (2021 abgesagt), aber das hätte mein zeitliches Budget gesprengt bzw. meinen derzeitigen Fitnessstand überfordert. So begnügte ich mich mit einer Tour um den Untersee. Mit 75 Kilometern, wenig Höhenmetern und einer Streckenführung vornehmlich auf Straßen und Radwegen eine gut machbare Runde.

Nachdem ich mich über die aktuellen Ein- und Ausreiseformalitäten informiert hatte, stand der Tour nichts mehr im Wege. Mit dem Rad als Tagestourist gab derzeit es keine besonderen Maßnahmen zu beachten. Ein Zertifikat über einen negativen Schnelltest vom Vortag hatte ich allerdings sicherheitshalber dabei.

Gut gelaunt folgte ich bei bestem „Radfahrwetter“ dem Strich auf dem Garmin. Ich pedalierte im Uhrzeigersinn um den See und das erste größere Ziel war Konstanz, wo ich über die Grenze wollte.

Auf dem nahezu perfekt ausgebauten Radweg kam ich zügig voran und fand sogar einen Begleiter, der mit seinem Rennrad auf dem Weg ins Büro war. Er war erstaunt, dass ich mit meinem Hardtail das gleiche Tempo fuhr wie er. Wir plauderten ein bisschen über die das Radfahren und schnell war Konstanz erreicht.

Da ich mich allerdings auf das Navi konzentrieren musste, bekam ich von der Stadt nicht besonders viel mit.

Kurz folgte ich einer Rennradgruppe und hoffte, dass sie den selben Weg einschlagen würden um den Windschatten zu nutzen. Leider wählten sie eine andere Richtung.

Ich erreichte die Schweizer Grenze.

Der Übergang war nicht besetzt und ich rollte einfach durch. Auch in der Schweiz waren die Radwege in ausgezeichnetem Zustand.

Ich beobachtete den obligatorischen Bodensee-Zeppelin und verpasste fast den Wechsel auf meine gewählte Route.

Ein Stückchen fuhr ich nun auf einem fein geschotterten Weg dahin. Viele Reiseradler mit schwerem Gepäck überholte ich unterwegs. Persönlich hatte ich außer 3 Riegeln, einem Gel, Luftpumpe, Minitool, Ersatzschlauch, Geld und Papieren nichts dabei. Eine kurze Zwangspause musste ich einlegen, als ich zusammen mit einem anderen Radler einem Senior auf Pedelec aus dem Schilf helfen musste. Er hatte Krämpfe und war deswegen zur Seite umgekippt. Zum Glück war ihm nichts Ärgeres passiert. Er setzte seinen Weg dann zu Fuß fort, da er im nur wenige hundert Meter entfernten Ort wohnte.

Die Schweizer Seite war schon sehr schön. Auch hier traf ich auf dem nun wieder asphaltierten Radweg auf einen Rennradler. Er war ebenfalls ganz von den Socken, dass wir gleichschnell fuhren. Mit ihm zusammen, abwechselnd in der Führung, erreichte ich Stein am Rhein. Hier trennten sich unsere Wege. Er blieb in der Schweiz, ich musste über den Rhein und wieder zurück nach Deutschland.

Der Ort war wunderhübsch und ist wohl touristisch sehr beliebt. Ich legte ein kurze Pause ein. Mir stand der Sinn nach etwas Süßem.

In der belebten Fußgängerzone, gesäumt von künstlerisch gestalteten, alt-ehrwürdigen Fachwerkhäusern, fand ich, was ich suchte.

Leider waren die Außenplätze des Eiscafés besetzt. Also begnügte ich mich mit der ToGo-Variante meiner gewünschten Stärkung.

Extra für die Schweiz hatte ich ziemlich viel Bargeld dabei. Für die drei sehr großen Eisbällchen und den Espresso zahlte ich jedoch weniger als 10 Euro. Ein wirklich fairer Preis.

Mit der Mischung aus Zucker und Koffein im Blut riss ich die letzten 24 Kilometer, zurück nach Radolfzell, im Nu herunter. Den erneuten Grenzübertritt bekam ich auf dem Radweg gar nicht mit. Irgendwann hatten die Straßenschilder wieder das gewohnte Erscheinungsbild.

Bald war ich zurück in unserem Ferienort. Ich hielt auf der Strecke Ausschau nach einer Möglichkeit für ein Mittagessen, fand aber nichts, dass mir zusagte. Zwei belegte Brötchen vom Metzger mussten dann meinen Hunger stillen.

Ich war schneller als geplant und die Familie ihrerseits noch nicht zurück von deren Radl-Ausflug auf die Insel Reichenau. Ich hatte noch genügend Zeit zum Duschen und etwas chillen.

Mit treten war ich jedoch noch nicht ganz fertig. Wir hatten für den Abend mit unseren Freunden noch zwei Tretboote gemietet von denen wir dann in den See hüpften.

Keep on Biking!

The Corona Diary – Eine neue Liebe!

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Nun habe ich es doch getan. Ich habe mir von meinem Schmerzensgeld ein neues Rad geleistet.

Irgendwann im Herbst letzten Jahres war ich bei meinem Fahrradladen des Vertrauens, Zweirad Stenger, um irgendwelche Verschleißteile zu kaufen. Spontan entschied ich mich, nach einem Gravel Bike zu fragen.

Das Rad sollte mein Winterrennrad, das olle Cannondale Caad 9, ersetzen. Außerdem habe ich festgestellt, dass ich zwar immer noch gerne Rennrad fahre, aber seit dem Unfall manchmal einfach ein schlechtes Gefühl im Straßenverkehr habe. Deswegen war ich in letzter Zeit oft mit dem Hardtail auf Radwegen und Schotterpisten unterwegs. Und das ist ja eigentlich die Paradedisziplin eines Gravel Bikes.

Also, wie schon gesagt, ich war im Laden und schaute mich um. Eigentlich standen da immer genug Modelle herum. Aber im letzten Herbst zeichneten sich schon die Corona bedingten Lieferengpässe und die hohe Nachfrage ab. Der Laden war wie leergefegt. Ein Blick des Verkäufers in die Bestellliste zeigte genau ein Rad an, was meine Anforderungen (Budget, Größe, 2-fach Schaltung, Gewicht) erfüllte.
Die Lieferung war für den 28.01.2021 avisiert. Ohne zu zögern ließ ich das Rad für mich reservieren. Sollte es wider Erwarten nicht passen, wäre das auch kein Problem gewesen, es gäbe genügend weitere Interessenten.

Nun hieß es warten. Zweimal wurde der Liefertermin verschoben, bis am 22.04.2021 den ersehnten Anruf bekam. Das Rad war zur Abholung bereit. Schleunigst fuhr ich nach Hösbach und nahm mein neues Rad in Empfang. Glücklicherweise passte es wie angegossen. Die Sitzposition war zwar noch etwas ungewohnt, aber ich würde mich schon daran gewöhnen. Ja, und was war es nun für ein Modell?

Ein Specialized Elite E5. Nach einer langen Zeit, in der ich nur Stevens Räder fuhr, kommt nun eine neue Marke ins Haus.

Seit ungefähr einer Woche habe ich nun das Rad und ich bin wirklich begeistert. Ich habe lediglich den Vorbau umgedreht und einen anderen, härteren Sattel montiert. Ursprünglich war das Gravel Bike ja als Winter- und Schlechtwetterrad gedacht, aber graveln macht echt Spaß. Es verbindet sozusagen das Beste aus zwei Welten: Die Sportlichkeit, Direktheit und Unkompliziertheit des Rennrades mit der Verkehrsarmut von Rad- und Schotterwegen. Sogar leichte Trails sind möglich. Genial!

Und so bin ich die letzten Tage tatsächlich nur mit dem Neuen unterwegs gewesen. Denn es zeigte sich noch ein weiterer Vorteil: Die Reichweite erhöht sich und längst eingefahrene Strecken lassen sich zu neuen Touren kombinieren. Das sorgt für eine willkommene Abwechslung im Radsportalltag…


Und nun? 😉

Wird das Graveln nun das Rennradeln und Mountainbiken bei mir ersetzen? Sicherlich nicht! Aber es wird schon einen großen Anteil in meinem Fahrradleben haben.

Keep on graveling!