The Corona Diary – Biken in Zeiten von Corona – St. Vigil – Tour 2

[Werbung (unbezahlt) wegen Marken-, Orts- und Namensnennung und Verlinkung.]

Während ich diesen Rückblick schreibe steigen und steigen die Infektionszahlen. Niemand kann sagen, wie es weitergeht.
Wie schön und „unbeschwert“ war da die Zeit im Sommer, als wir alle so ein bisschen das Gefühl hatten, die Corona-Krise sei überstanden…

01.09.2020

Nicht mit dem Bus, sondern natürlich mit den Rädern, starteten wir in die zweite Tour.

Wir verließen St. Vigil durch das herrliche Rautal und pedalierten wir in Richtung Pederü.

Da auf der Straße – eine Sackgasse und teilweise mautpflichtig – wenig Verkehr herrschte, fuhren wir auf dieser bis zum Ende. Immer höher wurden die Felswände rechts und links der Strecke. Das war ein imposanter Auftakt.

Am Berggasthaus „Pederü“ angekommen, mussten wir uns entscheiden.

Es gab zwei Optionen für den Weiterweg. Von hier konnten wir entweder in Richtung Sennes Hütte oder Fanes Hütte weiter.

Unser Ziel für heute war das Fanes Hochplateau, entweder als Stich- oder Rundtour. Je nachdem, wie wir vorankommen würden.

Der Weg durch die Fanesgruppe war spektakulär. Obwohl ich vor 11 Jahren schon einmal hier war, genoss ich diese Tour sehr.

Da ich bergauf ein anderes Tempo fuhr als meine Frau, hatte ich beim Warten immer wieder Zeit, die grandiose Aussicht in mich aufzusaugen. Die Hauptferienzeit war vorbei und es war noch früh am Tag. Somit hielt sich die Zahl weiterer Ausflügler in Grenzen.

Doch auch hier machten sich die Unwetterschäden des letzten Wochenendes bemerkbar. Das muss wirklich heftig gewesen sein. Überall gab es Murenabgänge und schweres Gerät richtete den Weg und den oberen Lauf des Vigilbaches wieder her.

Wohl nicht umsonst war der Kronplatzking kurzfristig abgesagt worden.

Wir erreichten nun unser erstes Zwischenziel – das „Rifugio Fanes„.

Wir beschlossen, uns hier eine kleine Stärkung zu gönnen. Von der Zeit passte es ganz gut, es war ungefähr Mittag.

Während des Aufenthalts in der Hütte überlegten wir uns den weiteren Verlauf der Tour. Die Entscheidung fiel zugunsten der Stichtour aus. Auf alle Fälle wollten wir aber noch zum Limojoch und Limosee hinauf. Das waren weitere hundert Höhenmeter.

Landschaftlich war das ein absolutes Highlight. Der Blick auf die umliegenden Gipfel der Fanesgruppe war ein Traum.

Wir fuhren noch bis zur Grossfanes Hütte. Ohne weitere Einkehr – wobei es hier leckere Polenta und Kaiserschmarrn gibt – kehrten wir dort um.

Die Beschilderung am Abzweig zur möglichen Rundtour vertrieb die letzten Zweifel.

Wir hatten unsere Lektion vom Vortag gelernt – gesperrt bedeutet auch gesperrt. Von hier oben konnten wir etwas weiter unten schweres Gerät im Einsatz sehen. Mir war das enge Fanestal von 2009 noch in Erinnerung und ich konnte mir gut vorstellen, was die Wassermassen der letzten Tage dort angerichtet haben könnten. Auf gut Glück abfahren, um dann wieder umkehren zu müssen, war keine Option.

Also fuhren wir zurück, ein weiteres Mal vorbei am Limosee zum Limojoch.

Ein letztes Mal ließen wir die Blicke über die prächtige Umgebung schweifen, bevor wir in die lange Abfahrt starteten.
Diese verlief weitgehend auf der selben Strecke wie die Auffahrt, also auf der breiten Schotterpiste. An ein paar Stellen wichen wir allerdings auf den parallel verlaufenden Trail aus – was für ein Vergnügen.

Im Rautal angelangt, legten wir die Rückfahrt auf dem Radweg und teilweise auf dem Wanderweg zurück.

Das bescherte uns ein paar zusätzliche „Trailmeter“.  Für etwas Nervenkitzel sorgte der überflutete Radweg kurz vor St. Vigil. Letztlich war das Wasser aber nicht sonderlich tief und wir konnten trockenen Fußes durchrollen.

Beseelt von den Eindrücken und der tollen Tour legten wir, wie am Vortag, einen Stopp im „Cafe Conditionera Mutsch“ ein.

Im Hotel angekommen hatten wir heute sogar noch genug Zeit, um die Wellnessoase auf dem Dach des Hotels zu nutzen.

Das war ein perfekter Abschluss der Tour!

Keep on biking!

The Corona Diary – Biken in Zeiten von Corona – St. Vigil – Tour 1

[Werbung (unbezahlt) wegen Marken-, Orts- und Namensnennung und Verlinkung.]

31.08.2020

Die Zeichen für die erste Tour standen gut. Nach der anstrengenden Anreise hatten wir uns dank tollem Menu am Abend, Luxusbetten und Frühstücksbuffet gut erholt. Und auch das Wetter schien mitzuspielen.

Voller Tatendrang starteten wir in die erste Tour. Unser Fokus lag auf technisch eher einfachen Strecken – Radwege, Schotter und vielleicht ein paar leichte Trails. Wir hatten auch nur die Hardtails dabei. Zum einen fahre ich inzwischen lieber auf den leichten, wartungsarmen 29-Zöllern, zum anderen sind die 26″-Fullys schon „etwas“ in die Jahre gekommen und mein Vertrauen in das angestaubte Material ist nicht mehr ganz so groß. Nicht groß genug für einen Fahrradurlaub jedenfalls…

Zuerst rollten wir die Straße nach Zwischenwasser runter. Dort wechselten wir auf den Radweg nach Pikolein, um die viel befahrene Straße durch das Tal zu umgehen.

Sobald man einen Bach überquerte, zeigte sich, wie viel Wasser in den letzten Tagen vom Himmel gekommen war.

Der Radweg war zunächst super zu fahren, doch schon nach kurzer Zeit war Schluss mit lustig…

Und nun? Außer der Straße im Tal gab es keine andere Möglichkeit, in unsere geplante Richtung zu fahren. Wir entschieden, es trotz Sperrung zu versuchen. Umkehren könnten wir ja immer noch.

Wir pedalierten ein gutes Stück auf dem tollen Radweg dahin und fragten uns, warum dieser gesperrt war.

Und dann wussten wir es…

Es lag unheimlich viel Holz quer. Es gab aber immer einen Weg durch das „Mikado“ und so wie es aussah, lagen die Bäume schon länger quer. Die Wahrscheinlichkeit, dass da heute etwas Neues runterkam, war relativ gering und wir kämpften uns weiter.

Gefühlt hatten wir dutzende solcher Stellen passiert, bis wir an einen Punkt kamen, wo es wirklich kein Durchkommen zu geben schien.

Mit vereinten Kräften und etwas „Risikobereitschaft“ überquerten wir das Chaos dann doch irgendwie.

Das war nicht ganz ungefährlich und ich kann es ausdrücklich nicht zum Nachmachen empfehlen!

Danach wurde es wieder besser und wir erreichten Pikolein. Dort hing am Ende bzw. Anfang der Route ein Schild und wir erfuhren Näheres zu dem Radweg. Die Bäume lagen seit dem Herbstturm 2018 quer. Seither wurde der Weg noch nicht in Stand gesetzt. Das ist sehr schade, denn er wäre wirklich toll. Hoffentlich wird das irgendwann wieder gerichtet.

Ein kurzes Stück fuhren wir im Tal weiter, bevor wir den langen Anstieg in Richtung Wengen in Angriff nahmen.

Nach einer kurzen Trail-Einlage setzten wir den Anstieg auf Asphalt fort. Da die Straße nach Wengen eine Sackgasse ist, herrschte kaum Verkehr und wir freuten uns über das gute Vorankommen auf der glatten Teeroberfläche.

Ausgebremst wurden wir allerdings von den Steigungsprozenten.

Dafür hatten wir Zeit, die Aussicht zu genießen. Oberhalb von Wengen ging der Weg auf Schotter weiter bis zum höchsten Punkt der Tour – dem „Le de Rit“.

Wir legten eine Pause ein und knusperten ein paar Riegel. Von hier hätten wir ein paar Möglichkeiten gehabt, die Runde zu erweitern. Da wir aber viel Zeit im Totholzchaos verloren hatten und das Wetter zu kippen schien, wählten wir den kürzesten Weg zurück. Dieser versprach aber auch etwas Trailspaß – also nix wie los!

Auf einem super flowigen Wiesentrail begann die Abfahrt und wir erfreuten uns an der Belohnung für die bisherigen Strapazen. Aber wie das halt so ist – es gibt immer wieder Passagen, die nicht so toll sind. Zunehmend wurde der Weg steiler und durch den vorangegangenen Starkregen waren einige Stücke unfahrbar.

Schlammige Wege senkrecht zu den Höhenlinien sind nix für uns…

Wir verließen die „Rinne“ und wählten eine vermeintlich besser fahrbare Alternative…

OK – das konnte ich ja nicht ahnen. Kurz war unsere Stimmung etwas in den Keller gerutscht. Wären wir mal besser auf dem Trail geblieben…
Weiter unten wechselten wir dann wieder auf diesen und fuhren bis ins Tal auf ihm ab. Das war dann nochmals ganz nett und versöhnte uns mit der Abfahrt.

Bis auf ein paar Tropfen auf der letzten Abfahrt hatte das Wetter gehalten und wir rollten happy nach St. Vigil zurück.

In einem Café im Ort gönnten wir uns einen Cappuccino und etwas Süßes, bevor wir zurück ins Hotel radelten.

Dort ließen wir den Tag zunächst mit der TOUR und dann einem tollen Abendmenu ausklingen.

La vita è bella!

Keep on Biking!

The Corona Diary – Biken in Zeiten von Corona – St. Vigil – die Anreise

[Werbung (unbezahlt) wegen Marken-, Orts- und Namensnennung und Verlinkung.]

30.08.2020

Es war dann in diesem Jahr doch mehr möglich, als man zuerst dachte. 😊

Lange Zeit vor Auftreten des Virus buchte ich für meine Frau und mich ein Zimmer im Hotel Mirabel in St. Vigil. Der Ort war mir noch bekannt von meiner Tour 2009. Besonders an den herrlichen Fanes Nationalpark erinnerte ich mich gerne zurück. Ich plante 4 passende Touren für uns und wir freuten uns auf die „Quality time“ zu zweit.

Trotz der widrigen Gegebenheiten ließ ich die Buchung bestehen und wir pokerten. Und tatsächlich konnten wir unseren Kurzurlaub Ende der Sommerferien antreten. Am 30.08.2020 reisten wir an. Dank eines Buchungsfehlers erhielten wir ein kostenloses Upgrade auf unser Zimmer und bezogen erfreut uns Zimmer.

Das Hotel war schon mal top. Leider war das Wetter die Tage zuvor nicht so top und es hatte sehr viel geregnet. Doch mit etwas Glück würden wir unsere Touren fahren können.

Keep on biking!

The Corona Diary – Biken in Zeiten von Corona – Der Urlaub im Karwendel – Bike 8

[Werbung (unbezahlt) wegen Marken-, Orts- und Namensnennung und Verlinkung.]

14.08.2020

Da war er, der letzte Tag. Eine letzte Runde wollte ich noch drehen. Aber erst am Abend.

Vorher verbrachten wir den Tag in Garmisch-Partenkirchen mit Aktivitäten, die unseren Kindern Spaß machten.

Sommerrodeln, Skisprungschanze besichtigen und unserer Tochter einen Herzenswunsch erfüllen…

Auf der letzten Bike-Runde machte ich dann keine Fotos mehr – das Wetter war nicht so dolle. Und ich wollte die Runde mit den Tophighlights (Altgraben, Finzbachtal) in unter 2 Stunden absolvieren – als sportliche Herausforderung zum Abschluss. Trotz eines „Verfahrers“ schaffte ich das gerade so.

Jetzt war er also vorbei, der Urlaub im Karwendel. Wir hatten trotz der besonderen Situation eine sehr schöne Zeit gehabt. So schön, das wir für 2021 gleich wieder in der selben Unterkunft gebucht haben.

Wir waren auch froh, den Absprung vom Allgäu geschafft zu haben. Fünf Jahre dort waren genug und es war einfach Zeit für etwas Neues gewesen.

Und zum Biken war es im Karwendel tausendmal besser gewesen – ich musste mein Rad über kein einziges Weidegatter hieven… 😉

Keep on Biking!

The Corona Diary – Biken in Zeiten von Corona – Der Urlaub im Karwendel – Bike 6

[Werbung (unbezahlt) wegen Marken-, Orts- und Namensnennung und Verlinkung.]

10.08.2020

Nach der Wanderung auf dem Leitersteig blieb noch genug Zeit für eine weitere MTB-Tour. Schnell wechselte ich die Klamotten und schwang mich auf den Sattel.

Wieder musste ich die Fuhrt durch den Finzbach passieren, aber so langsam sank der Wasserpegel.

Den Altgraben ließ ich heute rechts liegen und fuhr gleich in das Finzbachtal. Dieses musste ich dann entlang, um mein eigentliches Ziel, den Gschwandtner-Trail, zu erreichen.

Das Abendlicht zauberte eine ganz besondere Stimmung in das einsame Tal. Für mich ist das die beste Zeit zum Biken.

Am Abzweig zum Rindberg traf ich drei andere Biker, die etwas unschlüssig in der Gegend herumstanden. Sie fragten mich nach dem kürzesten Weg nach Garmisch. Sie waren morgens dort mit Leihrädern gestartet. Ich wies ihnen den Weg. Sie müssten über die Esterbergalm, so wie ich. Ihre Hoffnung, dort etwas zu Essen und Trinken zu bekommen, musste ich ihnen leider nehmen. Es war zu spät und die Alm war sicher schon geschlossen. Kurzer Hand füllten sie die Trinkflaschen im Finzbach. Derweilen setzte ich meinen Weg fort. Es kamen jetzt gleich ein paar ordentlich steile Höhenmeter und ich bedauerte die drei Jungs – sie wirkten schon ganz schön fertig.

Aber schön war es hier oben! Ich genoss die Umgebung, wie man es tut, wenn man irgendwo zum ersten Mal ist.

An der Esterbergalm, die tatsächlich schon geschlossen war, bog ich nach links ab. Aus dem breiten Fahrweg wurde nun ein Singletrail.

Ich  musste kurz vom Rad, da der Trail zu steil zum fahren wurde. Mit so vielen Höhenmetern nach der Alm hatte ich eigentlich nicht mehr gerechnet. Aber egal, den höchsten Punkt hatte ich relativ schnell erreicht.

Auf dem Gschwandtner-Trail fuhr ich nun bergab. Allerdings muss ich zugeben, dass es auch einige Schiebepassagen bergab gab. Meine Fahrtechnik (und mein Hardtail) reichten nicht für den kompletten Downhill.

Am Gchwandtnerbauer war der Spaß vorbei und ich wechselte auf eine Schotterpiste.

Jetzt musste ich mich sputen, da ich schon relativ spät dran war. Ich hatte wieder einmal zu viele Fotostopps eingelegt… 😉

Am Geroldsee vorbei gelangte ich über den Barmsee zurück zur Ferienwohnung – gerade rechtzeitig zum Abendessen.

Keep on Biking!