Nauders 2025 – 1

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09. und 10.08.2025

Ein weiteres – und vorerst letztes Mal verbrachten wir unseren Sommerurlaub in Nauders.

Während meine Frau und mein Sohn wieder mit dem Fahrrad anreisten, waren meine Tochter und ich schon mit dem Auto vorgefahren. Die Wartezeit am Samstagnachmittag überbrückten wir mit einem Mittagessen in unserem Lieblingsrestaurant in der Region.

Danach bezogen wir unsere altbekannte und lieb gewonnen Ferienwohnung im Valrunzhof.

Fast schon traditionell fuhr ich am nächsten Morgen meine Willkommens-Cappuccino-Runde über die Rescheralm (ab 2026 unter neuer Leitung).

Das Wetter meinte es gut mit mir. Bei strahlendem Sonnenschein überquerte ich die Staatsgrenze zwischen Österreich und Italien und konnte einen ersten Blick auf den Reschensee werfen.

Hier begann der schweißtreibende Weg über den Kreuzweg in Richtung Einkehr.

Ab der Kapelle wurde der oft zweistellige Anstieg etwas gutmütiger. Später teilte ich mir den Weg ab dem Parkplatz im Rojental mit Wandersleuten und weiteren Bikern.

In der Rescheralm legte ich dann die obligatorischen Pause ein – mit Cappuccino und Apfelstrudel! Herrlich, so muss Urlaub sein! 🙂

Hinter der Alm begann der schönste Abschnitt der Tour. Es folgten noch einige Höhenmeter auf einem herrlichen Panoramaweg, vorbei an den stillen Zeugen des ersten Weltkriegs…

Und dann hieß es „Downhill“!

Erst ging es ein Stück auf dem 3-Länder Trail bis zum Grünsee. Nach einer rasanten Schotterabfahrt wechselte ich auf das Riatschwegele 1 und Riatschwegele 2.

Nach nicht ganz zwei Stunden Fahrzeit kam ich wieder am Valrunzhof an und nach dem gemeinsamen Mittagessen entspannten wir am und im herrlichen Riedsee.

Das war ein gelungener Auftakt! Und am nächsten Tag wartete ein ganz besonderes „Abenteuer“ auf uns…

Keep on Biking!

Zur Mainspitze und wieder zurück – Tag 2

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20.07.2025

Eigentlich hätte die Tour viel länger dauern können, aber wir hatten nur zwei Tage Zeit. So mussten wir uns heute wieder auf den Heimweg machen.

Wir packten also unsere Räder in Ingelheim und sattelten auf.

Gleich zu Beginn warteten einige hochprozentige Höhenmeter auf uns, bevor wir uns  einige Kilometer auf dem linksrheinischen Sonnenplateau bewegten.

Die Aussicht war toll und es fühlte sich nicht an wie Deutschland, sondern eher wie in der Toskana – auch dank der am frühen Morgen schon herrschenden schweißtreibenden Temperatur.

Da waren wir sehr froh, als wir vor Nieder-Olm durch einen herrlichen, grünen Waldtunnel fahren konnten.

Ein kühles, schattiges Radlerträumchen auf tollem Asphalt und ohne Autos. 🙂

Dann wechselten sich kleine Ortschaften und vom Weinanbau dominierte landwirtschaftliche Gebiete ab. Ein Abschnitt, der uns sehr gut gefiel.

Am Horizont konnten wir schon die Skyline von Frankfurt sehen.

Fast befürchteten wir, schon wieder zu Hause zu sein, aber einen Wartturm gibt es natürlich nicht nur in Schaafheim.

Zu Fuße des Turm legten wir auf einem Bänkchen eine kurze Pause ein. Nun hatten wir nach der Überquerung des „Höhenzuges“ wieder den Rhein im Blick, den wir mit der Fähre in Nierstein zu überqueren gedachten.

Bald darauf erreichten wir das Ufer des Rheins.

Da wir ziemlich genau 12 Uhr hatten, passte uns der Stopp im Imbiss „Zum Rheinblick“ sehr gut in den „Nutrition Plan“… 😉

Hier wurde mit Liebe zubereitete, sportlergerechte Nahrung kredenzt.

Nach dem Mittagessen überquerten wir planmäßig den Fluss und setzten unsere Heimreise fort. Nächstes Ziel: Darmstadt.

Wir suchten eine weitere Einkehrmöglichkeit, aber es lag nichts passendes (Eiscafé, Bäckerei) auf unserem direkten Weg und wir wollten keine Zeit mit Suchen verschwenden. Zudem waren wir eigentlich noch ziemlich satt, nur das Wasser in unseren Trinkflaschen wurde langsam knapp. Also durchquerten wir den Trubel der Innenstadt schnell und pedalierten weiter.

Hinter Darmstadt erreichten wir nun bekannte Gefilde und der Reiz des unbekannten war nicht mehr vorhanden. Wir spulten durstig die letzten Kilometer ab. Auf dem Friedhof in Langstadt füllten wir ein letztes Mal die Flaschen auf und kühlten die erhitzten Häupter unter dem fließenden Nass aus dem Wasserhahn.

Der Endspurt konnte kommen.

Was war das für eine tolle Zweitagestour gewesen! Wieder einmal hatten wir es geschafft, ganz ohne weitere Verkehrsmittel von der Haustür weg ein tolles „Bike-Abenteuer“ zu erleben.
Und ich konnte einen weiteren Punkt von meiner „Bike Bucket List“ streichen – die Mainspitze.

Keep on Cycling!

Zur Mainspitze und wieder zurück – Tag 1

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19.07.2025

Endlich Sommer! Und für was eignet sich der Sommer besser als für schöne Radtouren?

Eine besonders schöne sommerliche Radtour unternahmen meine Frau und ich im letzten Sommer. Schon lange wollte ich mit dem Rad zu dem Punkt fahren, an dem der Main in den Rhein fließt – der sogenannten Mainspitze.

Zusammen mit Diane realisierte ich diesen Wunsch im Juli 2025. Wir hatten dafür ein Wochenende Zeit. Ich plante die Tour mit einer Tagesetappe hin und einer wieder zurück, jeweils um die 100 Kilometer lang. Das ist eine Etappenlänge mit der wir an einem Tag, auf entsprechenden Wegen und ohne viele Höhenmeter, gut zurecht kommen.

Morgens um 8 Uhr starteten wir von der Haustüre weg. Wir hatten nur ganz wenig Gepäck dabei, denn die Temperaturen waren sommerlich und für eine Nacht im Hotel benötigten wir auch nicht viele Sachen. Die Route hatte ich mit Komoot geplant, und entgegen dem Trend auf Socialmedia, sich über die Routenplanung mit Komoot zu beschweren, hatten wir wie immer keinerlei Probleme mit der Strecke. Aber das nur nebenbei.

Stimmung und Wetter hätten nicht besser sein können. Schon bald verließen wir die heimischen ausgetretenen bzw. ausgefahrenen Wege und befuhren Neuland. Das liebe ich so an Radtouren – Neues auf zwei Rädern entdecken.

Besonders in Erinnerung blieb uns der Ort „Dreieichenhain„, einer ungeahnten Perle im Offenbacher Umland.

Die Burg Hayn und die historische Altstadt waren wirklich schön anzusehen.

Unsere Strecke führte uns weiter durch das südhessische Flachland, teils auf feinstem „Gucci-Gravel“, teils auf leichten Trails und teils auf tollen Radwegen – immer abwechslungsreich und nie langweilig.

Bei Rüsselsheim gelangten wir endlich an das Mainufer, dem wir nun bis zum Ende des Flusses folgten.

Und für was ist Rüsselsheim bekannt? Na? Genau:

Allerdings bestand dieser Manta nur aus Stein. Zum Glück bestand der nahestehende Eisautomat nicht aus Stein und sorgte für eine willkommene Erfrischung.

Nach dieser künstlerisch-erfrischenden Pause setzten wir unseren Weg fort. Bis zur Mündung war es nun nicht mehr weit.

Und dann hatten wir die Mainspitz erreicht – etwas unspektakulär, aber trotzdem nett. So konnte ich einen weiteren Punkt auf meiner persönlichen „To-cycle-Liste“ abhaken.

Bis hierhin hatten wir gut 80 Kilometer erstrampelt – zu wenig, um schon Feierabend zu machen.
Von einer Vorbereitungsfahrt zu ersten 500+ Tour kannte ich ich den nun folgenden Abschnitt entlang des Rheins und er war mir in bester Erinnerung geblieben. Damals pedalierten wir an einem Tag zum Niederwalddenkmal und zurück. Besonders das mediterrane Flair am Mainufer beindruckte mich damals nachhaltig. Und da uns noch gut 20 Kilometer zum Vervollständigen der 100 Kilometer fehlten, wählte ich bei der Tourenplanung Ingelheim als Etappenziel.
Rechtsrheinisch fuhren wir also weiter. Aber zunächst legten wir einen Versorgungsstopp am Rheinufer ein.

Kühles Bier und heiße Pommes – was konnte es Besseres geben.
Versorgt mit Natrium, Kohlenhydraten und Elektrolyten machten wir uns auf zum Endspurt.
Und meine Erinnerung hatte mich nicht getrogen – es wurde mediterran.

Das Stück bis zur Fähre verging wie im Fluge. In Östrich-Winkel setzten wir über den Rhein drüber. Von der linksrheinischen Anlegestelle war es jetzt nur noch ein Katzensprung bis zu unserem Hotel in Ingelheim.

Nach einer Dusche und dem Etappenfinale der Tour im klimatisierten Zimmer, mussten wir dieses Zwecks Nahrungsaufnahme noch mal verlassen. Wir spazierten in die Stadtmitte. Eigentlich hätten wir gerne eine Pizza gegessen, aber leider war der zu dem Zeitpunkt einzige geöffnete Italiener bis zum letzten Platz besetzt.

Im Miss Hanoi wurden wir dann aber auch glücklich.

Auf dem Rückweg versorgten wir uns an einer Tankstelle mit ein paar alkoholfreien Spaßgetränken und Knabberzeugs, bevor wir dann doch ganz schön erledigt wieder im Hotel ankamen.

Der Abend wurde nicht allzu lange…

Keep on Cycling!

Pfingsten fährt man in Bimbach!

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07.06.2025

Dieses Jahr war es endlich wieder soweit – ich hatte an Pfingsten Zeit für eine meiner Lieblingsveranstaltungen – den Rhön Radmarathon.

Allerdings stand diesmal keine der Marathonstrecken auf dem Programm, dafür die RTF-Premiere meines Sohnes.

Wir hatten uns für die 120 Kilometer Strecke am Samstag angemeldet. Das war auch für mich eine Premiere – fuhr ich bisher doch immer die Marathonstrecken am Sonntag.

Da es für die RTFs keine feste Startzeit gibt, standen wir erst kurz nach 10 Uhr auf dem Parkplatz und machten uns fertig. Das war aber gar kein Problem – denn samstags ist weit weniger los als sonntags. Alles war etwas „entspannter“.

So auch auf dem Festivalgelände und an der Startnummernausgabe.

Auch das Anbringen der Startnummern will gelernt sein.

Gut gelaunt und etwas aufgeregt machten wir uns auf den Weg.

Das sollte für Felix die bisher längste Rennradtour werden und auch die Höhenmeter würden seine bisherige Bestleistung toppen.

Noch war das Wetter gut und es war trocken.

Doch schon wenige Kilometer nach dem Start erwischte uns ein solcher Schauer, dass wir trotz unserer Regenjacken gut durchnässt waren. Aber umkehren war keine Option – schließlich wollten wir nicht umsonst die Anfahrt aus dem Spessart in die Rhön auf uns genommen haben. Zudem waren auch durchaus trockene Phasen im Wetterbericht gemeldet…


So muss das sein – grünes Licht für Radelnde…

Aber zunächst war es nass und kalt.

An der ersten Verpflegung hielten wir uns nicht lange auf, um nicht komplett auszukühlen. Die spärlichen Sonnenstrahlen wärmten nur wenig.

Leicht schlotternd setzten wir unseren Weg fort. Die Streckenführung war wirklich schön. Zwar fehlten bei der RTF die ganz hohen Gipfel der Rhön, dafür waren wir viel auf toll asphaltierten Wirtschaftswegen und verkehrsarmen Nebenstraße unterwegs. Das fand ich prima, denn es ist ja immer so eine Sache mit dem Verkehr und den Rennradfahrern – besonders weil heute mein Sohn mit dabei war.

Aber es war alles fein, das Wetter wurde besser und die Strecke wirklich schön und abwechslungsreich.

Mein Junior machte die Sache wirklich super! Wir achteten auf unsere Verpflegung und stärkten uns an jeder Labe. Wir waren deutlich flotter unterwegs, als ich erwartet hatte. Zwar lässt mich Sohnemann inzwischen an jedem Anstieg so was von stehen, aber auf längeren Distanzen bin ich zum Ende hin (noch) im Vorteil. Wir spulten Kilometer um
Kilometer ab und erreichten nach nicht ganz 5 Stunden das Ziel in Bimbach.

Junior war stolz wie Bolle, aber auch ganz schön platt nach diesem Ritt. Erwähnenswert wäre in diesem Zusammenhang noch, dass er das eigentlich ohne besondere Vorbereitung gefahren ist. Er saß vorher vielleicht zwei- bis dreimal auf dem Rennrad. Das Privileg der Jugend… 🙂

Im Ziel gönnten wir uns dann noch noch was leckeres und fuhren im Anschluss nach Hause.

Das war eine gelungen RTF-Premiere gewesen und macht Lust auf mehr!

Keep on Cycling!

Der Grüne Ring um Hanau

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22.04.2025

Bereits eine Woche nach der Tour rund um Frankfurt nahmen wir die nächste „rund um Tour“ unter die schwach profilierten Reifen – „der Grüne Ring um Hanau„.

Wir starteten für uns günstig gelegen an einem Wanderparkplatz in der Nähe des Neuwirtshaus zwischen Aschaffenburg und Hanau, wo wir alsbald auf die offizielle Route gelangten. Eine Anreise mit dem Zug wäre möglich gewesen, aber etwas umständlich und zeitlich für uns an diesem Tag nur schwierig umsetzbar.

Es ging schon mal gut los… Wir fragten uns, was wohl zuerst da war – das Schild oder der direkt daneben abgelagerte Müll…

Schon bald vereinnahmte uns aber der grüne Ring und machte, in dem frisch ergrünten Wald, seinem Namen alle Ehre.

Frisch waren an diesem Apriltag allerdings auch die Temperaturen.

Als wir an dem bekannten schwedischen Möbelhaus vorbei fuhren, zog ich kurz einen „Pölser Stopp“ in Erwägung. Doch dafür waren wir noch nicht lange genug unterwegs. 😉

Den nördlichen Teil der Route fanden wir jetzt nicht so spannend, er fiel unter die Rubrik „ganz nett“.

Abschnitte durch Wald-, Wohn- und Industriegebiete wechselten sich ab, aber uns fehlten etwas die Highlights. Wir waren vom Frankfurter Grüngürtel noch ziemlich verwöhnt.

Ein erstes Highlight befand sich dann im Hanauer Süden mit dem Bismarckturm und dem Staatspark Wilhelmsbad.

„Beglückt schloss ein Reisender 1785 im „Teutschen Merkur“ seinen Bericht über das Wilhelmsbad bei Hanau ab: „Wem es hier nicht behaget, der muss wahrlich sehr krank seyn.“ Es gebe Heilung, Bequemlichkeiten, Vergnügungen und dann noch die Natur, die alles übertreffe. Dass die Reize des beliebten Kurbades außerordentlich waren, dafür hatte kein Geschäftsmann gesorgt, sondern Wilhelm IX. (1743-1821), Erbprinz und später Graf zu Hanau. Er war in das „Wellness-Business“ eingestiegen, nachdem man vor Ort in einem Steinbruch mineralhaltige Heilquellen entdeckt hatte. Zusammen mit dem Ingenieur Franz Ludwig Cancrin realisierte er von 1777 an Gebäude in spätbarockem Stil. Sie wurden in einer langen Achse an einer Promenade aufgereiht, mitten in einem zeitgleich entstehenden Landschaftspark von 28,9 Hektar Fläche.“
Quelle: Staatspark Hanau-Wilhelmsbad | Staatliche Schlösser und Gärten Hessen

Wir verweilten nur kurz, dann mussten wir weiter – es wartete das nächste Highlight.

Die Dietesheimer Steinbrüche sind ein beliebtes Ausflugsziel in Mühlheim, Stadtteil Dietesheim. Die ehemaligen Basaltsteinbrüche bilden heute ein attraktives Naherholungsgebiet in unmittelbarer Nähe zum Mainuferweg.

Wir genossen die Fahrt über die unzähligen kleinen Pfädchen und die immer wieder schönen Ausblicke auf die Steinbruchseen.

Eine weitere Sehenswürdigkeit folgte kurz darauf: Das Hochgericht Steinheim.

Unweit des historischen Galgens kehrten wir ein und nahmen so quasi eine Henkersmahlzeit ein… 😉

Aus Effiziensgründen kehren wir gerne in, an Supermärkte angegliederte Bäckereien, ein. Im Einkaufszentrum Rondo Steinheim fanden wir, was wir suchten.

Nun mussten wir uns etwas sputen, die Zeit drängte. So passierten wir den Wildpark Alte Fasanerie ohne ihm einen Besuch abzustatten und radelten entlang dessen Mauer in Richtung Ausgangsort unserer Tour.

Jetzt war es nicht mehr weit. Nach 66 Kilometern standen wir wieder am Auto.

Fazit zu der Runde: Wie anfangs schon geschrieben, fanden wir die Tour ganz nett – kann man mal machen.
Ein zweites Mal werden wir die Tour trotzdem nicht fahren, dafür war sie in Summe dann doch zu wenig interessant.

Keep on Cycling!