Pfingsten fährt man nach Bimbach

Vom Rennradfieber infiziert und für den Ötzi beworben und ausgelost gilt es in Vorbereitung dafür möglichst viele Rennradveranstaltungen mit langen Strecken zu bewältigen.

Von Vereinskollegen hörte ich bisher nur Gutes über den Rhön Radmarathon in Bimbach. Mit 210 Kilometern und 3500 Höhenmetern erschien mir dieser Marathon als perfekter Testlauf für den Ötzi. Die Frage war natürlich: Schaffe ich eine solche Strecke überhaupt? Um es vorweg zu nehmen: Ja.
Diane fuhr mit nach Bimbach und entschied sich für die lange RTF-Runde mit 155 Kilometern.
Wir schlugen unser Quartier in Bad Salzschlirf in der Pension Klaus auf. Die Anreise erfolgte bereits am Samstag. Wir holten unsere Startunterlagen ab und verbrachten die restliche Zeit mit „carboloading“ in den Bad Salzschlirfer Eisdielen und Pizzerien. Dazwischen erfolgte noch ein kurzer Rundgang durch den dortigen Kurpark.
Am Sonntag klingelte nach einer kurzen, unruhigen Nacht um 4.30 Uhr der Wecker. Eine halbe Stunde später saßen wir in voller Radlermontur am Frühstückstisch und erfreuten uns an dem tollen Frühstücksbuffet. Denn zu unserer großen Freude erklärte uns die Seniorchefin der Pension bereits am Vorabend, dass es gar kein Problem sei, so früh zu frühstücken, da alle andere Pensiongäste auch bei dem Marathon mitfahren würden. Deswegen gäbe es schon ab 4.30 Uhr Frühstück. Prima. 😉
Die Anfahrt nach Bimbach und die Parkplatzsuche verliefen unproblematisch. Trotzdem waren wir erst kurz nach 6 Uhr am Start und verpassten so den Start mit dem großen Feld. Das war aber kein Problem, da es eh keine offizielle Zeitnahme gab und ständig weitere Nachzügler starteten. Und so machten wir uns auf den Weg. Ich hatte 210 Kilometer vor mir, Diane 155.

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Spessart-Biker goes Rhön

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Ready to race!

So früh am Morgen war es noch recht frisch und ich war froh über meine Armlinge und die Weste. Sonnencreme hatte ich in Aschaffenburg vergessen und hielt es auch nicht für nötig, vor Ort welche zu besorgen. Ein fataler Fehler, wie sich später noch herausstellen sollte.

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Nach schnellen und unspektakulären 20 Kilometern führte die Streckenführung mitten durch das Betriebsgelände der Firma Rhönsprudel, die auch Hauptsponsor der Veranstaltung ist. Nach der Durchfahrt der Lagerhalle wartete der erste Kontrollpunkt auf die Fahrer. Hier holte ich nur meinen Stempel ab und hielt mich nicht weiter auf, da meine Trinkflaschen noch voll und ich noch nicht hungrig war. Außerdem hatte ich für Notfälle je drei Gels und Riegel in der Trikottasche.

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Laut Streckenkarte wartete nun die erste echte Herausforderung auf die Marathonisti (die RTFler ließen diese aus) – der Anstieg nach Ebersburg mit 18% Steigung. Hier war ich nicht zum letzten Mal froh, eine Dreifach-Kurbel am Rad zu haben. Dieser Anstieg fiel mir nicht allzu schwer.

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Here comes the sun…

Danach folgte ein zweites Highlight für die Langstreckler – die Wasserkuppe. Auch dieser Anstieg macht mir eher Spaߠals Probleme und es wurde mir jetzt auch endlich warm. Ich ließ es aber betont locker angehen und schonte meine Reserven, da ich mir ja nicht sicher war, ob ich die Strecke überhaupt schaffen würde.

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Auf dem Weg zur Wasserkuppe…

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… ging es hoch hinaus.

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Fernblick auf der Wasserkuppe.

Es folgte eine wirklich schöne Abfahrt nach Gersfeld. Dort vereinten sich die RTF- und die Marathonstrecke wieder und ich traf tatsächlich Diane vor dem Anstieg zur zweiten Verpflegungstelle am Parkplatz Schwedenwall wieder. Wir unterhielten uns kurz; versicherten uns, dass alles beim Anderen in Ordnung sei und trennten uns wieder.
Kurz begegneten wir uns noch einmal am Kontrollpunkt, als Diane einlief und ich gerade wieder losfuhr. Erst im Ziel sollten wir uns wieder sehen.

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Kontrollpunkt Schwedenwall

Es folgte nun die Abfahrt nach Bischofsheim und einige hügelige Kilometer nach Fladungen zum Kontrollpunkt 3. Auf dieser Strecke erwischte ich ein gute Gruppe, in deren Windschatten ich mich mitziehen ließ.

In Fladungen erreichte ich den 3. Kontrollpunkt. Hier gab es sogar heiße Würste im Brötchen. Ich traute mich aber nicht, stand nun doch wieder ein längerer Anstieg zur Hochrhön an und ich wollte meinen Organismus nicht unnötig belasten. Auch hier lief alles perfekt für mich.

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Auf dem Weg zur Hochrhönstraße.

Keine Schmerzen, keine Erschöpfung – so konnte ich die Fahrt durch die schöne Landschaft genießen. Es folgte die für mich schönste Abfahrt der ganzen Strecke hinab nach Wüstensachsen. In Hilders trennte sich die RTF- und die Marathonstrecke zum letzten Mal. Hier stellte ich mir kurz die Frage, ob 155 Kilometer nicht auch reichen würden. Nein lautete die entschiedene Antwort. Allerdings war ich jetzt wirklich froh, mit Musik im Ohr zu fahren. Das MP3-Doping hilft mir immer über solche Punkte hinweg – auch wenn es sehr umstritten ist. Irgendwann gelangte ich zum 4 Kontrollpunkt: Kaltensundheim. Hier hätte ich meine leeren Speicher mit Nudeln und Gulasch auffüllen können. Zum einen hielt mich aber die lange Schlange vor dem Stand ab, zum anderen traute ich meinem Körper auch hier eine solche Nahrung nicht zu. Und so begnügte ich mich mit Getränken, mehreren Stücken des sehr leckeren Käsekuchens und einigen Stücken Banane.

Nach dem Kontrollpunkt erwischte mich jetzt aber doch ein kleiner Tiefpunkt. Irgendwas am Rad machte bei Anstiegen seltsame Geräusche sobald ich die Knöpfe aus den Ohren nahm; die Sonne brannte und ich ärgerte mich, dass ich keine Sonnencreme benutzt hatte; ich haderte mit der Entscheidung, nicht doch die Abkürzung genommen zu haben und überhaupt fragte ich mich, warum ich mir so etwas antun muss.

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Blühende Landschaften im Osten – hier hatte ich meinen Tiefpunkt.

Ich erreichte den Getränkestand in Spahl und trank Wasser. Ich nahm kurz mein Rad unter Betracht, konnte aber die Ursache für die Geräusche nicht finden. Ich konnte aber auch keine negativen oder bedenklichen Veränderungen am Rad feststellen. Also fuhr ich weiter – hilft ja nix…

In Morles unterlief mir dann ein kleiner Fehler – ich interpretierte ein Richtungspfeil falsch und bog, statt geradeaus zu fahren, nach links ab. Erst nach einigen Kilometern stellten ich und die paar Fahrer, die mir folgten, fest, dass wir auf dem Holzweg waren. Wir drehten um und ich erkannte meinen Fehler. Wobei ich mir sicher war, dass vorhin der Pfeil deutlich nach links zeigte…

Der letzte Kontrollpunkt kam in Reichweite und ich bekam die zweite Luft. Ich war mir nun sicher, dass ich finishen würde. Leider verpasste ich den Abzweig zum Kontrollpunkt… Diesmal war aber nicht ich schuld. Ich folgte einer Gruppe von Fahrern. Unglücklicherweise wählte ich einen längeren Umweg zu dem Kontrollpunk, statt einfach umzukehren. Das bescherte mir nochmals einige Zusatzkilometer. Egal – alles Training für den Ötzi. Die Zeit spielte jetzt eh keine Rolle mehr. Nur der begrenzte Speicher meiner Polar Uhr. Ich musste das Ziel noch vor Ablauf der Speicherzeit – 11 Stunden und 4 Minuten – erreichen. Es sah aber ganz gut aus. Ich holte mir also den Stempel für das Finishershirt und fuhr nach 2 Käsebroten und mit erneut befüllten Flaschen weiter. Hier fand ich nun auch die Zeit, mit ein paar anderen Fahrern zu sprechen. Zum Beispiel lernte ich den „Hafenlohrer“ aus unserem Forum kennen. Was für ein Zufall.
Die letzten Kilometer spulte ich automatisch ab. Und endlich kam das Ziel in Sicht – yeah!

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Schnell holte ich mir meine Urkunde und mein Finishershirt ab und fuhr zum Auto, wo Diane schon auf mich wartete.

Den Rest des Tages verbrachten wir wieder in Eisdielen und Pizzerien. 😉
Die folgende Nacht war trotz Erschöpfung und Müdigkeit sehr unruhig. Schuld daran war der sehr fiese Sonnenbrand. Der bereitet mir sicher noch einige Tage Freude…

Am Pfingstmontag steht noch ein Besuch der Therme in Bad Salzschlirf auf dem Programm und dann fahren wir heim.

Fazit: Sehr geil! Ich bin sehr stolz auf mich. Die Zeit lässt zwar Raum für Verbesserung, aber für mich stand das „finishen“ im Vordergrund. Nächstes Jahr arbeite ich an der Zeit und dem Schnitt. Ich fuhr ca. 15 Kilometer Umweg und etwa 200 Höhenmeter mehr.
Und auch auf meine Frau bin ich sehr stolz. Auch sie hat ihr Ziel erreicht und ihre bisher längste Strecke bravourös bewältigt. Gratulation!

ToDo-List: Nächstes Mal Sonnencreme einpacken!

Die Daten:

Fahrzeit: 09:23:12
Gesamtzeit: 10:21:02
Kilometer: 229,24 km
Durch. Geschw.: 24,42 km/h
Max. Geschw.: 67,68 km/h
Höhenmeter: 3499 m
Rad: Cannondale Caad9

Das Höhenprofil:

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Keep on biking!

Biebergrund-Bike-Marathon 2009

Da war doch noch was? Ach ja, richtig, mein dritter Marathon – der bbm.
Die Vorbereitung für das Rennen war ja erstklassig. Höhentraining in Saalbach. Und das scheint geholfen zu haben. 😉
Aber von vorne. Die Spessart-Biker waren mit 5 Männern und einer Frau angereist.
Schon am Start merkte ich, dass dieser Marathon etwas anders besetzt war, als Frammersbach und Wombach. Es waren deutlich weniger Fahrer am Start. Und irgendwie wirkte das Feld „professioneller“. Auch Diane schluckte, waren außer Ihr nur 18 weitere Fahrerinnen in dem von Männern dominierten Startbereich…
Gleich von Beginn des Rennens fuhr ich im roten Bereich. Ich hatte mir zwar vorgenommen, es eher moderat angehen zu lassen, aber das funktionierte irgendwie nicht. Und so nahm ich die ersten Steigungen gleich mit 97% HRmax.
Ich brauchte ungefähr 1,5 Stunden, um in meinen Rhythmus zu finden. Bis zu dem Zeitpunkt ging mir allerlei Blödsinn durch den schmerzenden Kopf. Aufgeben, Herzinfarkt, Kämpfen, Atmen, ich falle gleich vom Rad, etc…
Aber irgendwann habe ich doch in mein Rennen gefunden, und ab da wurde es besser.
Die härteste Prüfung, den Atzborn, habe ich allerdings hinauf geschoben. Dieser „Buckel“ war für mich nicht fahrbar. Und wenn ich es versucht hätte, wäre danach das Rennen für mich wohl vorbei gewesen…
Die Strecke an sich war genial. Ein sehr schneller Kurs bei idealen Bodenverhältnissen. Die Singeltrail-Downhills machten richtig viel Spaß. Teilweise mit natürlichen Anliegern, Stufen und Wurzeln. Und der entscheidende Vorteil: Auf Grund des kleineren Feldes kam es an diesen Stellen zu keinen Staus und ich konnte es laufen lassen. Die Uphills verliefen meist auf Forstautobahnen, da konnte das Tempo etwas höher gehalten werden.
Zu den an sich guten und ausreichend vorhanden Verpflegungsstellen gab es nur 2 Kritikpunkte – bitte das nächste Mal stilles Wasser oder Leitungswasser und kein Sprudel und die Bananenschale bitte anschneiden.
Tja, und dann hatte ich den ersten richtigen Sturz in meiner MTB-Karriere zu verzeichnen. Nach dem letzten Anstieg wechselte die Strecke von Singletrail auf Forstautobahn. Etwas übermotiviert gab ich auf dem leicht abschüssigen Weg Gas und überholte einen Fahrer. Dabei übersah ich wohl das Kurvenwarnschild. Übrigens war die Strecke ansonsten tiptop ausgeschildert! Unmittelbar vor der sehr steilen Kurve erschrak ich wohl so sehr über deren unmittelbares Auftauchen, das ich mich verbremste und mir das Vorderrad wegrutschte. Die Folge – ein Sturz auf feinem Schotter bei ungefähr 20-25 km/h. Schnell stand ich wieder auf den Beinen, checkte meine Körperteile und vor allem mein Rad. Die Bestandsaufnahme kam zu folgendem Ergebnis: Schlüsselbein intakt, sonst auch nichts gebrochen; linker Knöchel, linkes Knie, linke Hüfte, linker Ellenbogen, linke Schulter: *AUA*! Aber außer Prellungen und Abschürfungen keine Defekte am Körper. Und das Rad? Auch da gab es zum Glück keine Defekte. Und so fuhr ich in den letzten Downhill des Rennens. Zunächst war meine Fahrweise noch etwas verhalten, dann lies ich aber wieder laufen. Schnell noch durch den Ort und durch irgendwelche Sägewerke und dann endlich die Zieleinfahrt. Finisher!
Im Ziel traf ich dann gleich auf ein paar schnellere Vereinskollegen. Die Verpflegung hier war gut (lecker alkoholfreies Weizen von Faust, Kuchen, belegte Brötchen mit Wurst oder Käse). Allerdings gab es hier den, meiner Meinung nach, größten Kritikpunkt: die Lautstärke der Musik und der Moderatoren war dermaßen extrem, dass Konversation nur schreiend und selbst dann kaum möglich war. Wie schön waren da die wenigen Minuten, als die Anlage ausfiel… 😉
Und das Ergebnis? Das kann sich aus meiner Sicht sehen lassen.

Das Höhenprofil:

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Die Daten meiner Aufzeichnung:

Fahrzeit: 03:13:39
Gesamtzeit: 03:16:24
Kilometer: 58,42 km
Durch. Geschw.: 18,10 km/h
Max. Geschw.: 48,24 km/h
Höhenmeter: 1424 m
Rad: Stevens Glide ES
Soundtrack: Talla und Clubnight

Offizielles Ergebnis:

Startnummer: 1949
Zeit: 3:16:20
Platzierung Altersklasse: 54 von 85
Platzierung Gesamt: 164 von 277

Mein Ziel für nächstes Jahr? Unter 3 Stunden!

Und Diane? Auch sie hat ein tolles Rennen abgeliefert. Immerhin war es für sie der erste Marathon über diese Distanz und auch generell erst das zweite Rennen.

Startnummer: 2131
Zeit: 4:16:41
Platzierung Altersklasse: 8
Platzierung Gesamt: 18

Ihr Ziel, nicht die Letzte zu werden und unter 5 Stunden zu bleiben hat sie damit erreicht! Gratulation! Und nächstes Jahr? Logo – unter 4 Stunden! 😉

Die restlichen Spessart-Biker haben auch super Ergebnisse abgeliefert!

Mehr dazu hier:
http://www.spessart-biker.de/forum/viewtopic.php?t=2032

Keep on biking!

Keiler-Bike Marathon – Das Rennen meines Lebens?

Was für ein Rennen…

Wach wurde ich heute früh durch den Platzregen, der über Aschaffenburg niederging. Das geht ja gut los, dachte ich.
Auf dem Weg nach Lohr sah es aber so aus, als ob das Wetter besser werden würde. Und so gingen wir, die „Spessart-Biker“, bei trockenen Verhältnissen an den Start. Kurz vorher fuhren wir noch ein paar Meter zum Aufwärmen. Dabei fing ich mir wohl irgendwie einen Plattfuss ein. Das bemerkte ich zunächst nicht…
Schnell noch ein paar Fotos vorm Start, einen Abschiedskuss, und schon rollte ich mit 810 weiteren Bikern dem Auto beim neutralisierten Start hinterher.
Da dachte ich mir, irgendetwas fühlt sich hier komisch an. Meine Befürchtungen bestätigten sich: Schei..e – hinten einen Platten. Das war nach ungefähr 500 Metern. Also fuhr ich nach rechts raus und wollte es nicht glauben. Das komplette Feld fuhr an mir vorbei. Ich war dem Spott und den mitleidigen Blicken seitens der anderen Fahrer ausgesetzt.
Was tun? Aufgeben? Nein!
So wechselte ich den Schlauch und hetzte dann dem Peloton hinterher. Die Aktion kostete mich ungefähr 12 Minuten. (Die ziehe ich für mich von meiner gefahrenen Zeit ab… 😉 )
Alleine und mit „etwas“ Verspätung fuhr ich nach der „Einfahrrunde“ endlich über die Startlinie. Es ging nur bergauf und ich versuchte zumindest das Schlussfeld einzuholen. Dabei kam ich schon fast an meine Grenzen. Die Oberschenkel brannten, mein Puls raste und es begann zu regnen. Hier dachte ich mir: jetzt fährst du zurück und lässt das Rennen sausen.
Da kam mir ein Biker mit irgendeinem Totalschaden schiebender Weise entgegen und rief mir zu: „Auf! Die holst Du ein“. Ok, dachte ich mir – Musik an und los!
Und tatsächlich, schon nach kurzer Zeit holte ich die Schlusslichter ein. Die nächsten eineinhalb Stunden war ich nur am Überholen. Das war irgendwie cool und beflügelte mich. Ich war froh, nicht aufgegeben zu haben. So machten mir auch der Regen und der Schlamm auf der Strecke nichts aus. Nach 3 Stunden und 40 Minuten auf meiner Uhr kam ich im Ziel an. (Eigentlich nach 3 Stunden und 28 Minuten… 😉 ) und war glücklich. Was für ein Rennen!
Zur Veranstaltung kann ich nur sagen, dass ich mich auf nächstes Jahr freue. Gut organisiert, beste Verpflegung und eine traumhafte Strecke! Diese fahre ich bestimmt mal einfach so als Tagestour ab.

Die Daten:

Fahrzeit: 03:27:10
Gesamtzeit: 03:40:36
Kilometer: 56,41 km
Durch. Geschw.: 16,34 km/h
Max. Geschw.: 52,56 km/h
Höhenmeter: 1444 m
Rad: Stevens Glide ES
Soundtrack: Talla und Clubnight

Das Höhenprofil:

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Ein paar Fotos:

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Auf der Strecke

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Zielankunft

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Glücklich – ein Held am Sonntag

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Schlammpackung – soll gegen Muskelkater helfen… 😉

Mehr Fotos gibt es in unserem Spessart-Biker-Fotoalbum. Ein Dankeschön an die Fotografen Diane und Thomas.

Das nächste Renntermin ist auch sicher: biebergrund-bike-marathon.

In diesem Sinne –
keep on biking!

*edit*
Das habe ich ganz vergessen – das offizielle Ergebnis:
Startnummer: 422
Zeit: 3:41:03
Platzierung Altersklasse: 215 von 346
Platzierung Gesamt: 427 von 811
(Das bedeutet: 383 Fahrer(innen) überholt! 🙂 ) 

Nach dem Rennen ist vor dem Rennen

Nachdem mir der Einstieg mit der Teilnahme am Frammersbacher Bike-Marathon soviel Spaß machte und auch ganz gut lief ist, habe ich mich jetzt auch für den Keiler-Bike Marathon  am 02.08.2009 in Wombach angemeldet.
Auch hier werde ich die Mittelstrecke fahren. Dabei wollen 58 Kilometer mit 1350 Höhenmetern bezwungen werden. Weniger als in Frammersbach, aber die Strecke soll anspruchsvoller sein. Ich lass‘ mich überraschen!

Keep on biking!

13. Internationaler Spessart-Bike-Marathon

Geschafft! Mein Marathon-Debüt liegt hinter mir. Was war ich im Vorfeld aufgeregt! Im Nachhinein weiß ich, dass das gar nicht nötig war. Es lief alles glatt und mit meiner Platzierung bin ich auch ganz zufrieden.

Bereits am Vortag holte ich meine Startunterlagen und nahm die meiner Vereinskollegen gleich mit.

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Abends vor dem Wettkampf bereitete ich mich mit einem zünftigen Rockkonzert (Editors im Colos-Saal bei gefühlten 40°C und 95% Luftfeuchtigkeit) auf das Rennen vor. Nach einer unruhigen Nacht (erwähnte ich schon, dass ich aufgeregt war?) durfte ich endlich um 5.30 Uhr aufstehen. Rechtzeitig, und zum Glück auch gesund (für einige begann das Rennen wohl schon im Auto auf dem Hinweg), kamen wir in Frammersbach an. Schnell das Rad zusammenbauen, den nötigen Kram zusammenraffen und auf zum Sammelpunkt unseres Startblocks.

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Kurz vorm Start – da lag ein Knistern in der Luft!

Zunächst neutralisiert rollte das Feld durch Frammersbach, bis wir die Startlinie im Ort überquerten.

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Noch rollen wir durch Frammersbach.

Ab dann hieß es „Feuer frei“, oder so ähnlich. Die ersten Kilometer durch den Ort waren sagenhaft. Praktisch der ganze Ort stand an der Strecke und bejubelte uns Fahrer. Da kam ein echtes Gänsehaut-Feeling auf. Schon kam der erste lange Anstieg. Björn war weiter vorne und ich setzte mich zunächst als zweiter unserer Vierergruppe (allesamt Marathon-Debütanten) ab. Irgendwann kam Zenon von hinten angeschossen und überholte mich. Eine zeitlang hängte ich mich an ihn dran und wir holten Björn ein. Im weiteren Verlauf mussten wir Zenon ziehen lassen. Er hatte am Ende 7 Minuten Vorsprung auf uns herausgefahren. Tino sahen wir während des Rennens nicht mehr.
Mit Björn zusammen absolvierte ich den Rest der Strecke. Mal zog er, mal zog ich. Ins Ziel fuhren wir gemeinsam, mit einer Sekunde unterschied.
Von der Strecke blieb bei mir gar nicht so viel hängen. Es ging halt viel bergauf und bergab. Große fahrtechnisch schwierige Stellen gab es keine. Die Uphills waren steil und knackig, die Downhills auch. Bis auf wenige Stellen konnte man es hier laufen lassen. Die Verpflegungsstellen waren super, und ich fühlte mich wie ein Profi – leere Flasche weggeschmissen, volle Flasche entgegengenommen. Schnell noch eine Banane abgegriffen, dann noch zwei Riegel und weiter ging’s. Und das alles im Fahren…
Immer wieder passierten wir Stellen mit Zuschauern, die uns anfeuerten. Toll!
Und dann kamen wir an den Grabig. Von diesem Anstieg und der dortigen Stimmung hatte ich schon viel gehört. Aber was ich dann dort erlebte war echt der Hammer! Die Zuschauer bildeten eine enge Gasse, durch die wir hinaufgepeitscht wurden. Mit unserem Vornamen (woher kennen die uns alle – achja, Name steht ja auf dem „Nummernschild“) wurden wir angefeuert. Sehr geil!!! So kam ich den Grabig eigentlich sehr gut hinauf und war froh, dass ich nicht schieben musste. 😉

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Kampf am Grabig.

Der weitere Anstieg auf den Eichenberg wurde dann aber richtig hart…
Irgendwann ging es bergab um eine Kurve. Hier stand ein Streckenposten und der rief uns zu: „Ab jetzt geht es nur noch bergab!“
Das war dann auch der Fall. Noch zwei steile Trails und schon befanden wir uns auf der Zielgeraden.

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Synchron-Finisher

Im Ziel trafen wir dann wieder auf Zenon und die anderen Kollegen aus unserem Verein. Dort herrschte eine super Stimmung und die Verpflegung war perfekt.

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Alles Siegertypen – Tino fehlt noch.

Das war ein wirklich gelungener Rennauftakt. Und es war bestimmt nicht der letzte Marathon, an dem ich teilgenommen habe.

Hier meine Daten:

Fahrzeit: 03:45:26
Kilometer: 63,05 km
Durch. Geschw.: 16,78 km/h
Max. Geschw.: 53,28 km/h
Höhenmeter: 1684 m
Rad: Stevens Glide ES

Mein Höhenprofil:

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Und hier mein offizielles Ergebnis:

Start-Nr.: 2011 
Name: Thorsten Faderl
Verein / Klub: Spessartbiker e.V.
 
Wertung
Veranstaltung: MTB-Marathon
Strecke: Mittelstrecke – 64 km – 1650 HM
Teilnehmer im Ziel: 1036
 
Zeit: 03:47:38.9
Platz Gesamt: 586
Platz Geschlecht: 567
Platz Altersklasse: 198 (Sen1 m)
 
Statistik
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 4.686 m/s   (16.87 km/h)
Abstand zum Sieger: 01:19:04.1
Abstand zum Sieger Geschlecht: 01:19:04.1
Abstand zum Sieger AK: 01:18:18.1
http://coderesearch.com/sts/services/info?page=result&cid=55&number=2011&om=brt

Nicht verheimlichen möchte ich an dieser Stelle das Ergebnis meiner Frau, die ihr Debüt auf der Kurzdistanz gab:

Start-Nr.: 3220 
Name: Diane Faderl
Verein / Klub: Spessartbiker e.V.
 
Wertung
Veranstaltung: MTB-Marathon
Strecke: Kurzstrecke – 34 km – 850 HM
Teilnehmer im Ziel: 321
 
Zeit: 02:15:20.4
Platz Gesamt: 229
Platz Geschlecht: 28
Platz Altersklasse: 15 (HK w)
 
Statistik
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 4.187 m/s   (15.07 km/h)
Abstand zum Sieger: 00:57:30.6
Abstand zum Sieger Geschlecht: 00:34:05.8
Abstand zum Sieger AK: 00:34:05.8
http://coderesearch.com/sts/services/info?page=result&cid=55&number=3220&om=brt

Die Ergebnisse meiner Vereinskollegen gibt es hier: *klick*

Ein Dankeschön geht an Andi und Johannes fürs Fotografieren!

Mehr Fotos:

Andi

Picasa

Keep on biking!