Das herrliche Herbstwetter mussten wir heute Morgen dann doch für eine kurz Tour nutzen. Von Aschaffenburg fuhren wir durch Schweinheim zur Fühstückseiche. Um den Weißberg und den Pfaffenberg führte der Weg weiter zum Weißen Bild. Von dort wollten wir eigentlich hinab zum Antonius Bild, haben aber den Abzweig verpasst und standen auf einmal oberhalb von Leidersbach. Und so mussten wir uns wieder über den Salzlecken hinaufkämpfen. Schließlich fanden wir den richtigen Trail doch noch. Über die Altmannshöhe und die Sodenburg gelangten wir schließlich nach Soden. Wir legten noch einen kurzen Abstecher über den Sulzberg ein, um dann durch den Obernauer Wald in Richtung Heimat zu fahren.
Es lassen sich doch tatsächlich immer wieder neue Trails entdecken… 😉
Die Daten der Tour:
Fahrzeit: 02:37:34
Kilometer: 37,47 km
Durch. Geschw.: 14,27 km/h
Max. Geschw.: 43,20 km/h
Höhenmeter: 778 m
Nach der Woche im Hochgebirgstrainingslager fuhren wir heute eine lockere Feierabendrunde am Main. Um nicht aus der Übung zu kommen, sozusagen. 😉
Allerdings fehlten mir die Trage- und Schiebestücke doch etwas
Hier die Daten der Tour:
Fahrzeit: 01:51:20
Kilometer: 36,3 km
Durch. Geschw.: 19,56 km/h
Max. Geschw.: 33,84 km/h
Höhenmeter: 70 m
Unsere Woche in Wolkenstein war als krönender Abschluss der Sommersaison geplant. Bewusst wählten wir Südtirol hierfür aus. Die Wahrscheinlichkeit dort auf schönes (Herbst)-Wetter zu treffen war doch relativ groß.
Über das Internet habe ich unser Appartement gebucht. Wir haben uns bei Ivo Insam im Appartement Galina (http://www.rolbox.it/galina) einquartiert. Die Unterkunft kann ich gerne weiterempfehlen. Die Wohnung war groß, sauber, sehr gut ausgestattet und der Vermieter Ivo sehr freundlich und zuvorkommend. Außerdem ist er selbst Biker.
Wolkenstein ist der letzte Ort vor dem Sella- bzw. Grödnerpass im Grödnertal. Er liegt am Fuße der Sellagruppe bzw. des Langkofels auf ca. 1500 Meter. Größere Orte in der Nähe sind Kastelruth (richtig, da wo die Spatzen herkommen), Brixen und etwas weiter Bozen. Bekannt dürfte auch die Seiseralm sein. Ein Hochplateau, welches im Sommer zum Wandern und Biken einlädt und im Winter wohl ein ziemlich gutes Skigebiet sein soll.
Die Anfahrt teilten wir uns auf zwei Tage auf, da wir noch einen Besuch in Augsburg eingeplant hatten.
Im Vorfeld hatte ich mir Karten und Tourenvorschläge besorgt. Als Kartenmaterial kann ich die Kompasskarte Nr. 616 empfehlen. Fast noch besser ist die Karte von Tobacco.
Tourenvorschläge für die Region gibt es von FUNBIKE (http://www.bikearena.it/shop/product_info.php?language=de&cPath=1&products_id=11).
Aus dieser Tourensammlung sind wir 4 Touren gefahren. Das schöne daran war, dass wir direkt von unserem Appartement starten konnten und nicht erst noch mit dem Auto fahren mussten. Die Karten und Tourensammlung gibt es aber auch alle vor Ort in fast jedem Supermarkt bzw. Zeitschriftengeschäft.
So vorbereitet kamen wir also samstags nachmittags in Wolkenstein an. Groß war die Überraschung als wir den Schnee sahen, den es freitags gegeben hatte. Fast bis ins Tal war alles wei߅
Wir gingen erst einmal einkaufen und den Ort erkunden. Die erste Tour war ja erst für Sonntag geplant und schließlich hatten wir extra unsere Winterausrüstung dabei.
Fahrzeit: 02:16:45
Kilometer: 19,12 km
Durch. Geschw.: 8,39 km/h
Max. Geschw.: 30,72 km/h
Höhenmeter: 731 m
Beschreibung:
Am Sonntagmorgen starteten wir nach dem Frühstück gegen 10 Uhr bei bestem Wetter.
Auf dem Weg zur Fermeda-Hütte
Die Temperaturen waren zwar noch etwas frisch, aber warm eingepackt wie wir waren, störte uns das nicht weiter. Der Weg führte uns oberhalb von St. Christina in Richtung Fermeda-Hütte (http://www.fermeda.com) / Seceda-Alm immer weiter bergauf. Ab der Höhe von ca. 1800 – 1900 Metern bewegten wir uns im Schnee, der bis zu 30 cm hoch lag. Die Wege waren aber größtenteils schneefrei.
Auf der Seceda-Alm
Da die Temperaturen deutlich über 0°C lagen und die Sonnenstrahlen aufgrund der Südseite doch relativ stark waren, taute die weiße Pracht langsam vor sich hin. Es war aber ein tolles Erlebnis, in dieser Höhe im Schnee mit den Bikes unterwegs zu sein. Die wenigen Wanderer, die uns begegneten reagierten eher verwundert auf uns. Wir legten in der Regensburger Hütte eine Mittagspause ein. Bereits ab dem Col Raiser (http://www.colraiser.com) führte der Weg nur noch abwärts. Leider war der Trail bis zur Regensburger Hütte (http://www.rifugiofirenze.com) wegen des Schnees nicht vollständig fahrbar.
Trail zur Regensburger-Hütte
Nach der Jause (Minestrone und Speckknödelsuppe und einer Apfelsaftschorle) auf der Hütte machten wir uns an die Abfahrt.
Zuerst auf Forstwegen, später auf einem tollen Trail, vernichteten wir die vorher mühsam erkämpften Höhenmeter.
Auf dem Kreuzweg – nicht auf dem Holzweg 😉
Kurz oberhalb von Wolkenstein bogen wir auf den Kreuzweg ab, um kurz in das Langental zu fahren. Der Kreuzweg war ein toller Trail, der in der Hauptsaison wahrscheinlich besser nicht befahren werde sollte. An der Silvesterkapelle kehrten wir um und begaben uns auf den Heimweg durch Wolkenstein.
Fahrzeit: 04:12:15
Kilometer: 29,51 km
Durch. Geschw.: 7,02 km/h
Max. Geschw.: 35,76 km/h
Höhenmeter: 1129 m
Beschreibung:
Auf der Schneid hatten wir uns als zweite Tour ausgesucht. Der Weg führte von Wolkenstein hinauf auf das Hochplateau der Seiseralm. Zunächst mussten wir allerdings einige Höhenmeter auf einer steilen Straße überwinden. Ab dem Sporthotel Monte Pana ging es auf Forstwegen weiter aufwärts. Da sich der Weg auf der Nordseite und im Wald befand, gab es einige Stellen, die wir aufgrund von Eisplatten nicht fahren konnten. Nach dem Waldstück offenbarte sich aber ein herrlicher Blick auf die Seiseralm. Es folgte eine kurze Abfahrt zum Hotel Saltria. Ab hier folgten wir dem Weg zum Dialer Seiser-Alm-Haus.
Auf einem geteerten Weg fuhren wir bei kaum merklicher Steigung bis zum Almgasthof Tirler (http://www.tirler.it). Dort stärkten wir uns erst mal mit Hexen- und Tiroler-Pfännle.
Der Weg zum Tirler
Nach der Pause auf der herrlichen Sonnenterasse ließen wir uns noch mit Luis Trenker ablichten und schon ging es weiter.
Der Luis und wir
Auf die Frage, wie weit der Weg zu fahren sei, bekamen wir keine genaue Auskunft. Nicht weit, meinte der Kellner vom Tirler. Wir probierten es dennoch. Immer steiler wurde der Forstweg, bis er schließlich unfahrbar wurde. Und so schoben wir dem Dialer entgegen.
Schließlich mussten wir auch wieder durch den Schnee stapfen. Am Dialer stand die Entscheidung an, ob wir die Route wie geplant durchführen würden, oder ob wir etwas abkürzen sollten. Ein paar Wanderer, die uns entgegen kamen, erleichterten uns diese Entscheidung. Sie rieten uns ab, den Weg auf dem Sattel zum Plattkofelhaus zu nehmen. Der Schnee da oben sei einfach zu tief. Zurück wollten wir aber auch nicht. Und so nahmen wir den Weg, der eigentlich vielmehr ein gespurter Pfad war, hinüber zum Berghaus Zallinger (http://www.zallinger.com). Schneefrei wäre das bestimmt ein toller Singletrail gewesen, kurz unterhalb des Sattels und mit diesem fantastischen Ausblick auf die Seiseralm. Wir mussten aber fast den ganzen Weg schieben.
Und wieder kämpften wir uns durch den Schnee
Zwischendurch konnten wir aber auch ein Stückchen fahren
Das dauerte über eine Stunde. Schließlich erreichten wir doch noch den Zallinger. Dort gönnten wir uns einen leckeren Apfelstrudel. Ab hier würde es ja nur noch bergab gehen, und so dehnten wir die Pause noch etwas aus und genossen die Sonne. Am Abzweig, ab dem die ersehnte Abfahrt begann, musste ich allerdings feststellen, dass mein Freilauf defekt war – einfach so und ohne Vorankündigung. Mit meinem Fixie gestaltete sich der Nachhauseweg eher unschön und ich konnte die traumhafte Abfahrt nicht wirklich genießen Und was wirklich schlimm war – mein Rad war kaputt!
07.10.2008 – Zwangspause und Radreparatur
Wir fuhren gleich nach dem Frühstück mit meinem Hinterrad nach St. Ullrich zu Marco Parigi. Dieser betreibt eine Cube-Niederlassung.
Er meinte, er hätte den passenden Freilauf hier und könne das Rad bis zum Abend reparieren.
Erleichtert ließ ich mein Hinterrad dort und wir fuhren mit dem Auto etwas durch die Gegend. Eigentlich wollten wir mit einer Gondel auf die Marmolata, aber leider war keiner der Lifte in Betrieb. Gegen 16.30 Uhr kehrten wir zu Marco zurück. Dieser hatte leider keine guten Nachrichten. Das Ersatzteil passte doch nicht. Er setzte aber alle Hebel in Bewegung, um mir doch noch zu helfen. Er telefonierte mit seinem Kollegen in Lana. Der hatte das Teil im Lager. Inzwischen war es aber schon spät. Doch der Kollege versprach auf uns zu warten. Und so fuhren wir an diesem Abend noch nach Lana. Gegen 18.30 kamen wir in Lana bei Josef Staffler an. Auch er war Cube-Händler. Er verschwand sogleich in seiner Werkstatt und schickte uns zum Kaffeetrinken. Wie vereinbart kehrten wir um 19.00 zurück. Auch sein Ersatzteil aus seinem Lager passte nicht. Aber er hat kurzerhand aus einem fertig aufgebauten Rad den Freilauf ausgebaut und bei mir eingebaut. Schließlich wollte er mich nicht mit dem kaputten Rad wegschicken, da dann wohl mein Urlaub im Eimer sei Wie Recht er hatte!
Die Reparatur erledigte er noch dazu sehr günstig. Deswegen geht ein riesengroßes Dankeschön an Josef Staffler! Falls Ihr mal in der Gegend seit, besucht seinen Laden: http://www.lanarad.com; http://www.josefstaffler.com.
Überglücklich und mit funktionierendem Hinterrad fuhren wir nach Wolkenstein. Der Bikeurlaub konnte weitergehen.
Fahrzeit: 04:02:15
Kilometer: 33,61 km
Durch. Geschw.: 8,32 km/h
Max. Geschw.: 42,72 km/h
Höhenmeter: 1187 m
Beschreibung:
Auch heute lachte bereits zum Frühstück die Sonne. Wir fuhren nochmals in Richtung Seiseralm, wie in der FUNBIKE-Tour Nr. 5 vorgeschlagen. Allerdings verfuhren wir uns gleich zu Beginn in St. Christina, und wandelten die Tour dann etwas ab. Durch ein sehr schönes Tal fuhren wir zunächst wieder in Richtung Hotel Saltria. Von dort ging es auf der Hauptstraße vorbei an den Gasthöfen Rauch und Ritsch. Kurz hinter dem Ritsch bogen wir nach rechts ab und waren wieder auf dem Kurs.
Lang- und Plattkofel – unsere ständigen Begleiter
Übrigens waren die Seiseralm und die Südhänge aufgrund des tollen Wetters inzwischen wieder schneefrei. Vorbei am Monte Piz und dem Gasthaus Ikarus fuhren wir bergauf. Ein wunderschöner Singletrail mit Panoramablick auf den Schlern führte uns in Richtung Mittagsspitze.
Der Schlern im Hintergrund
Auf halbem Weg lag ein kleiner Gasthof Contrin. Dort kehrten wir ein und genehmigten uns Bratkartoffel mit Hauswurst und hinterher einen gemeinsamen Kaiserschmarrn. Nach der Brotzeit fuhren wir auf dem herrlichen Trail weiter.
Ein Traumtrail
Ein kurzer Abstecher zur Mittagsspitze stellte sich als nicht so lohnend heraus. Außer zwei Funktürmen gibt es da nichts zu sehen.
Wir stürzten uns nun eine Schotterpiste hinab und durchquerten dann das kleine Moos. Hier fehlten allerdings die Markierungen und wir suchten uns den Weg, da auch die Beschreibung der Route etwas ungenau war. Der versprochene technische Downhill blieb uns verwährt, da ein Bauer das Gebiet großflächig mit Elektrozäunen für seine Kühe abgesperrt hatte.
So suchte ich nach einer Variante und entschied mich für den 19er Weg hinab nach St. Christina. Zunächst schien das eine gute Wahl gewesen zu sein. Als feiner Trail, fast alles fahrbar, begann der Weg.
Doch schon bald wurde der Pfad so steil und ausgesetzt, das er für uns unfahrbar wurde.
Ein weiteres Problem war der feuchte, oft grob schotterige Untergrund. Und so mussten wir den größten Teil der Strecke schieben. Nun folgte noch der finale Uphill nach Wolkenstein.
Alles in allem war es aber wieder eine tolle Tour.
Fahrzeit: 03:59:48
Kilometer: 33,93 km
Durch. Geschw.: 8,49 km/h
Max. Geschw.: 31,38 km/h
Höhenmeter: 1255 m
Beschreibung:
Nachdem wir nun zweimal auf der Seiseralm unterwegs waren, wollten wir heute der Südseite des Grödnertal einen Besuch abstatten. Die Beschreibung Diese Tour ist nichts für Warmduscher aus der Tourensammlung versprach eine echte Herausforderung. Nach einem langen, sehr steilen Anstieg sollte ein wunderschöner Panoramaweg folgen. Und zu guter Letzt wurde eine tolle Abfahrt in Aussicht gestellt. Vorher mussten wir allerdings noch einmal bei Marco Parigi in St. Ullrich vorbeischauen, um für Dianes Bike neue Bremsbeläge zu besorgen.
In St. Ullrich vor Marcos Laden
Und dann begann der Kampf. Die Auffahrt bis zur Saltner Schwaige gestaltete sich wirklich sehr steil. Es war zwar alles gut fahrbar, aber es waren an die 800 Höhenmeter, die wir nun bezwingen mussten. Erschwerend kam hinzu, dass alle Hütten auf der Strecke schon geschlossen waren. Raschötz-Hütte (http://www.rasciesa.com) – zu. Saltner Schwaige – zu. Und die Brogles-Hütte, zu der wir noch kommen sollten, hatte auch schon geschlossen. Es war eben schon spät im Jahr, und die Wintersaison hatte noch nicht begonnen. Da war es gut, dass wir unsere Trinkrucksäcke dabei hatten und uns bei Marco mit Riegel versorgt hatten. Oberhalb der Saltner Schwaige legten wir dann eine Pause ein und genossen die Aussicht und die Sonne. Da die Auffahrt eigentlich nur durch Wald führte und der Weitblick fehlte, gefiel es uns hier oben umso mehr.
Und dann kam der Hammer. Ein wunderschöner Weg führte nun unterhalb des Brogles-Sattels in Richtung Brogles-Hütte. Solche Wege dürften eigentlich nie zu Ende gehen.
Unterhalb des Brogles-Sattels
Doch es sollte noch besser kommen. Die Brogles-Hütte sparten wir uns. Auf dem 5er Weg fuhren wir nach St. Ullrich hinab. Dieser Weg bot wirklich alles, was man sich als Mountainbiker wünscht. Lange Stücke mit viel Flow aber auch technisch anspruchsvolle Abschnitte waren dabei. Und das auf über 5 km Länge.
Endlich konnten wir dann auch eine Pause im Restaurant Annatal (http://www.valdanna.com) einlegen. Nach einer Brotzeit mit Käse, Kaminwurz und Speck machten wir uns auf den Heimweg. Es warteten ja schließlich noch 200 Höhenmeter bis hinauf nach Wolkenstein auf uns.
10.10.2008 – Ruhetag
Wir legten heute einen Ruhetag ein. Wir erkundeten Wolkenstein zu Fuß und gingen abends noch in das Schwimmbad Mar Dolomit von St. Ullrich (http://www.mardolomit.com). Hier entspannten wir uns in der Sauna und lockerten unsere Muskeln beim Schwimmen.
11.10.2008 – Tour 5 – Rund um den Langkofel – Grande Finale
Fahrzeit: 03:14:30
Kilometer: 26,68 km
Durch. Geschw.: 8,23 km/h
Max. Geschw.: 35,28 km/h
Höhenmeter: 1181 m
Beschreibung:
Diese Tour hatte ich mehr oder weniger selbst zusammengestellt. Eine Umrundung des Lang-/Plattkofels mit Einbindung des Friedrich-August-Weges sollte es werden.
Und wieder mussten wir gleich zu Beginn der Tour mehrere hundert Höhenmeter überwinden. Die erste Zwischenstation sollte die Comici-Hütte (http://www.rifugiocomici.com) werden. Der Weg dort hinauf war oft so steil, das wir viel schieben mussten. Die letzten Meter verliefen auf einem Steig, der zwar sehr schön, aber auch unfahrbar war.
Ein kurzes Fahrvergnügen
Und das nächste Schiebestück
Wir brauchten relativ lange bis zu der Hütte und wollten dort eigentlich Mittag machen. Doch leider war die Hütte nicht offen. Also verschnauften wir kurz und fuhren weiter in Richtung Sellajoch. Hier mussten wir durch die Steinerne Stadt. Der Weg bis dahin war sehr schön und gut zu fahren. Die Steinerne Stadt selbst ist super, aber für Mountainbiker aufgrund der vielen Trage- und Schiebestellen nicht wirklich zu empfehlen.
In der Steinernen Stadt
Schließlich erreichten wir das Sellajoch. Blöderweise waren auch hier Betriebsferien angesagt. Und so mussten wir noch bis zur Friedrich-August-Hütte weiterfahren. Das war aber im Nachhinein kein Fehler, da wir dort sehr gut aßen und eine fantastische Aussicht hatten.
Und nun kam er endlich, der Friedrich-August-Weg! Ich freute mich schon die ganze Woche darauf, diesen Weg zu fahren, hatte ich doch schon so viel über diesen Weg gelesen und gehört. Und es war wirklich ein tolles Erlebnis.
Zwar gab es dann doch einige Stellen, an denen wir vom Rad mussten, aber alles in allem war das meiste fahrbar. Wir brauchten allerdings für das Stück von der Friedrich-August-Hütte bis zur Plattkofelhütte (http://www.plattkofel.com) fast zwei Stunden. Gegen 17.00 Uhr kamen wir an der Plattkofelhütte an. Da es schon spät war, entschieden wir uns für die Weiterfahrt. Und da wartete jetzt ein wirklich toller Downhill auf uns. Auf guten Forstwegen schossen wir in herrlicher Kulisse bis nach St. Christina hinab.
Voll mit Adrenalin und mit einem fetten Grinsen im Gesicht bogen wir oberhalb des Ortes auf einen Trail ab, der dann bis nach Wolkenstein führte. Tja, und das war sie, die letzte Tour des Urlaubs in Wolkenstein.
Meine neuen Freunde
Fazit:
Das war wirklich eine sensationelle Woche in Wolkenstein. Wir haben viele, sehr nette Menschen getroffen – Urlauber und Einheimische. Da wir nicht in der Hauptsaison unterwegs waren, kam es auf den Trails kaum zu Begegnungen mit Wanderern und so hatten wir fast immer freie Fahrt. Und die wenigen Leute die uns begegneten, feuerten uns an!
Wir fuhren fünf tolle Touren, eine schöner als die andere. Ich kann das Grödnertal absolut weiterempfehlen und wäre gerne länger geblieben!
Alle Fotos sind auf meiner Fotoseite zu sehen – klick!
Für dieses Jahr hatten wir uns noch eine Befahrung des Rennsteigs vorgenommen. Dieses Wochenende war es soweit. Wir (Björn, Dierk, Matthias und ich) machten uns am Freitag auf den Weg nach Eisenach. Hier trafen wir Jens, der unsere Gruppe noch verstärkte. In Eisenach stellten wir unsere Autos ab und bauten die Räder zusammen. Unsere Befürchtungen, den letzten Zug nach Blankenstein um 16.10 Uhr zu verpassen, erwiesen sich als haltlos. Wir hatten sogar ein kleines Zeitpolster.
Björn und ich wechselten noch schnell unsere abgefahrenen Mäntel.
Im Eisenacher Bahnhof.
Es folgte eine ca. 3-stündige Zugfahrt durch Thüringen. Gegen 19.30 Uhr erreichten wir unseren Zielbahnhof in Blankenstein. Dreimal mussten wir umsteigen. Die Bahnfahrt war wirklich unkompliziert und mit dem Thüringenticket (5 Mann + Fahrräder inkl.) mit 27 Euro sehr günstig. Nun folgte noch ein kleiner Anstieg nach Blankenberg zu unserem Hotel, das wir trotz einsetzender Dunkelheit relativ zügig fanden. Wir übernachteten im Gasthof Blankenberg. Den ich uneingeschränkt empfehlen kann. Gutes Essen, saubere Zimmer, freundliche Leute und ein gutes Frühstück. Es war ein idealer Ausgangspunkt für unsere Tour.
Tag 1
Am Samstag wollten wir gegen 8.00 Uhr starten. Dies verzögerte sich allerdings um eine halbe Stunde aufgrund verschiedener Optimierungsprozesse an den Rädern. Jens stellte den Dämpfer an seinem Rad ein, bei mir fehlte Luft (hoffentlich nichts Ernstes ) und auch die anderen fummelten an ihren Rädern rum.
Wir kommen nie los
Schnell noch ein Gruppenbild und dann geht es los. Wirklich!
Gegen 8.30 Uhr ging es wirklich los! Und wie! Ich hatte einen feinen Trail hinab nach Blankenstein erspäht. Erst mussten wir durch einige S-Kurven durch und dann ging es mit viel Flow weiter.
Und der Rennsteig hatte noch gar nicht begonnen.
Kurz darauf standen wir am offiziellen Beginn (oder Ende) des Rennsteigs. Eigentlich geht der Rennsteig von Hörschel nach Blankenstein. Wir wählten aber die andere Richtung, da das Höhenprofil in dieser Variante etwas gnädiger aussah.
Am Startpunkt des Rennsteigs.
Von nun an ging es bergauf. Ungefähr 90 Kilometer und 1600 Höhenmeter lagen vor uns. Die ersten Höhenmeter hinauf auf das Höhenniveau des Rennsteigs führten auf Asphalt durch Blankenstein. Nach diesem Anstieg von ca. 200 Höhenmetern war uns trotz der noch recht frischen Temperaturen warm. Die Wetterprognosen waren für das Vorhaben ja nahezu ideal. Noch hielt sich aber Nebel über dem Thüringer Wald.
Das Etappenziel hieß für Samstag Allzunah bei Frauenwald. Die Strecke am ersten Tag war sensationell. Der Rennsteig zeigte sich hier von seiner besten Seite. Der gefühlte Trailanteil lag bei mindestens 60 %. Und was für Trails! Wurzeln, Stufen – alles dabei!
Leider hatte ich einen Platten und musste den Schlauch mit dem defekten Ventil wechseln. Hier begegneten uns zwei Jungs aus Frankfurt, die wir später noch des Öfteren treffen sollten. Kurz darauf ereilte mich auch noch ein Sturz, der aber glimpflich verlief. Auf einer nassen Wurzel schmierte mir das Vorderrad weg. Das waren aber die einzigen Zwischenfälle.
Und so konnten wir den Rensteig in vollen Zügen genießen.
Viel Wald, viele Anstiege, viele Abfahrten und tolle Trails ließen den Weg zu einem besonderen Fahrerlebnis werden.
Wald
Anstiege
Abfahrten
Tolle Trails
Auch sehr positiv fielen uns die Wanderer auf. Von denen waren natürlich auch einige unterwegs. Wobei sich die Anzahl in Grenzen hielt. Die Hauptsaison war vorbei. Der Umgang war sehr freundlich und die meisten feuerten uns an oder hatten ein paar lockere oder aufmunternde Sprüche drauf. Allerdings fuhren wir auch sehr rücksichtsvoll. Es kam zu keinen Konflikten.
Die Sonne war nun durchgebrochen und es wurde Zeit für eine Mittagspause. Und was gibt es da besseres als eine originale Thüringer Rostbratwurst? Oder zwei?
Also machte wir Rast an einem Einkaufszentrum zwischen Ernstthal und Igelshieb. Wir versorgten uns mit Wasser, Bananen, Müsliriegel und eben Bratwürsten. Und weil die so lecker und günstig waren, verdrückte jeder von uns gleich zwei. Übrigens machte ich den Fehler, meine erste Wurst mit Ketchup zu essen. Das sollte man nicht tun. Nicht in Thüringen. Niemals. Der Spot über mich reichte über den ganzen Parkplatz. Kinderwurst und ähnliche Sprüche durfte ich mir anhören. Deswegen bestellte ich die zweite Wurst tapfer mit Senf. Ich konnte sie gerade so essen 😉
Nicht sehr idyllisch, aber die Würste waren lecker
und günstig!
Frisch gestärkt, aber leider im Suppenkoma, stiegen wir wieder auf unsere Räder. Nach dieser langen Pause, und vor allem nach zwei Bratwürsten, fiel das Weiterfahren sehr schwer.
Nach einer gewissen Zeit fanden wir aber wieder in unseren Rhythmus und der Rennsteig zeigte sich von seiner besten Seite.
An der Triniusbaude legten wir nochmals eine etwas längere Pause ein. Es gab Kaffee und Kuchen und hinterher noch ein Päuschen in der Sonne. Übrigens war der Trail hinab zur Triniusbaude das absolute Highlight!
Während die anderen ruhten, übten Björn und ich noch etwas Fahrtechnik. 😉
Kaffee und Kuchen an der Triniusbaude.
Relaxen in der Sonne.
Björn auf dem Leih-Zesty von Jens
mal schauen was das hergibt!
Ich hopse hinterher.
Der Herbst hat Einzug gehalten.
Die letzten Kilometer zum Waldhotel Rennsteighöhe.
Nach 90,52 Kilometern; 1552 Höhenmetern und fast 6,5 Stunden Fahrzeit erreichten wir unser Etappenziel – das Waldhotel Rennsteighöhe. Nachdem wir die Räder verstaut, das Zimmer bezogen und uns geduscht hatten, gingen wir zum Abendessen. Das war wirklich ausgezeichnet. Auch wenn es mit Carboloading nicht viel zu tun hatte. Aber Schnitzel und Steak sind ein adäquater Ersatz für Pasta. 😉
Außerdem durften wir den Klängen eines Alleinunterhalters lauschen, der eine Jahrgangsfeier (`36/`37) im Hinterzimmer beschallte. Lange feierten wir aber nicht mit. 😉 Nach zwei Gläsern Radler war dann Schluss. Müde fielen wir in die Betten
Der Eingang zur Rezeption und dem Restaurant.
In diesem Apartmenthaus waren wir untergebracht.
Den ersten Tag hatten wir erfolgreich hinter uns gebracht. Außer meinem Platten und meinem kleinen Sturz gab es keine Zwischenfälle. Es war ein sehr schöner und gelungener erster Tourentag!
Hier die Daten:
Fahrzeit: 06:21:40
Kilometer: 90,58 km
Durch. Geschw.: 14,24 km/h
Max. Geschw.: 46,8 km/h
Höhenmeter: 1552 m
Das Höhenprofil:
Tag 2
Am Sonntag starteten wir kurz nach 8.30 Uhr. Eigentlich rechneten wir mit einem lockeren Tag. Da hatten wir uns aber getäuscht und die Rechnung ohne den Rennsteig gemacht.
Bei bestem Wetter und frischen 6°C machten wir uns auf den Weg. Die Strecke war vom technischen Aspekt her gesehen nicht sonderlich anspruchsvoll. Es gab wesentlich weniger Trails, dafür mehr Schotterpisten. Das ließ allerdings ein höheres Tempo zu. Und das war auch nicht schlecht, wie sich später noch herausstellen sollte.
Aber zurück zur Tour. Wir machten einen kleinen Abstecher auf den höchsten Berg im Thüringer Wald – den Schneekopf. Dazu verließen wir kurz den Rennsteig.
Der Schneekopf ist eigentlich 978 m hoch. Dazu gibt es eine lustige Anekdote (Auszug aus Wikipedia): „In den 1990er Jahren gab es die Idee, den Berg im Zuge der Renaturierung auf 1000 Meter über NN zu erhöhen (beispielsweise mit Aushub vom Autobahnbau der A 71). Damit wäre es der einzige Tausender in Thüringen gewesen und der Thüringer Wald wäre, wenn auch auf unnatürlichem Wege, zur Reihe der deutschen Mittelgebirge über 1000 Meter (Schwarzwald, Erzgebirge, Bayrischer Wald, Harz, Fichtelgebirge, Adelegg und Schwäbische Alb) hinzugefügt worden. Nach langen Diskussion begann im September 2007 der Bau eines neuen Turms, dessen Spitze nach Fertigstellung im Juni 2008 auf 1001 m liegen wird.“
Wir hätten den Turm besteigen können, haben uns das aber gespart.
Gruppenbild auf dem Schneekopf. Im Hintergrund liegt Oberhof.
Der einzige Tausender in Thüringen.
Nach diesem kurzen Abstecher trafen wir wieder auf den Rennsteig. Es war Kilometerfressen angesagt. Irgendwie hatten wir bei der Planung den zweiten Tag beschönigt. Allmählich wurde uns klar, dass es noch mal so viele Höhenmeter werden würden wie am Vortag. Und auch bei der Strecke hatten wir uns vertan. Mit der Rückfahrt von Hörschel nach Eisenach würden auch wieder ca. 90 km auf dem Tacho stehen. Und so fuhren wir ohne große Pausen vor uns hin. Leider blieb wenig Zeit zum Fotografieren und zum Genießen der Landschaft. Landschaftlich war nämlich der zweite Tag der schönere.
Waldarbeiterdenkmal bei Oberhof.
Bei der wilden Hatz blieb kaum Zeit zum Fotografieren.
Herbstfarben
Die Mittagspause wollten wir kurz vor dem Inselsberg einlegen. Nach dieser Erhebung sollte es die letzten 30 Kilometer eigentlich nur noch bergab gehen
Also stoppten wir an einer Bratwurstbude unterhalb des Inselsbergs. In der Mittagssonne machten wir es uns gemütlich. Aber allzu lange sollte die Pause nicht dauern.
Pause am Fuße des Inselsbergs.
Hier gab es ausgezeichnete Sportlernahrung.
Diesmal ließen wir es allerdings bei einer Bratwurst bleiben. Das Suppenkoma am Vortag sollte sich nicht wiederholen. Nach der Pause begannen wir die Auffahrt zum Inselsberg. Und das war eine Unverschämtheit! Das war mit Sicherheit das steilste Stück meines Lebens oder zumindest des Rennsteiges. Nur mit allergrößter Willenskraft war dieser Berg auf dem Sattel zu bezwingen. Mir fehlte der Wille. Schließlich hatten wir da schon 50 km in den Beinen und ich wollte mich jetzt nicht mit Gewalt kaputt machen. Wenn ich mich recht erinnere, hat nur einer von uns den Berg komplett bezwungen. Respekt! Die letzten Meter zum Gipfel waren wieder fahrbar und so erreichten wir ihn doch noch im Sattel.
Auf dem Inselsberg verweilten wir nur kurz. Schließlich freuten wir uns auf die nun folgende Endlosabfahrt bis nach Hörschel.
Auf dem Inselsberg.
Wie weiter oben bereits erwähnt, gestalteten sich die letzten Kilometer anders als erwartet. Hier zeigte der Rennsteig seine Zähne. Zwar fällt der Weg insgesamt gesehen, aber er ist gespickt mit kurzen, extrem fiesen, steilen Gegenanstiegen. Und immer wenn wir dachten, das ist die letzte Abfahrt, ging es kurz darauf wieder einen Stich hinauf. Ich persönlich kämpfte mittlerweile ums Ankommen. Hier hätten wir zwar auf den Radweg ausweichen können, der einige Anstiege umging, doch das ließ unser Stolz dann doch nicht zu. Und so erkämpften wir uns mühsam Kilometer um Kilometer.
Die Schönheit der Landschaft.
Rennpiste
Kurze Verschnaufpause auf einem Stückchen Downhill.
Die letzten Kilometer.
Tja, und dann war er da, der wirklich letzte Downhill. Und schon waren wir in Hörschel
Die wirklich letzte Abfahrt.
Da stehen wir nun, in Hörschel
Das war ein fast unbeschreibliches Gefühl bei der Ankunft. Wir hatten es geschafft: 170 Kilometer und über 3000 Höhemeter waren bezwungen! Ein magischer Moment. Wir fielen uns in die Arme und beglückwünschten uns ausgiebig.
Allerdings mussten wir jetzt noch auf dem Radweg nach Eisenach zu unseren Autos zurück. Das waren nochmals fast 10 Kilometer. In Eisenach kehrten wir zum Abschluss bei einem Italiener ein und stopften uns mit Nudeln und Pizza voll. Danach traten wir die Heimfahrt an.
Die Daten von Tag 2:
Fahrzeit: 05:31:12
Kilometer: 84,58 km (+10 km zurück nach Eisenach)
Durch. Geschw.: 15,32 km/h
Max. Geschw.: 48,0 km/h
Höhenmeter: 1521 m
Das Höhenprofil:
Fazit:
Die Befahrung des Rennsteigs war ein absoluter Topevent! Dieser Weg bietet von allem, was ein Mittelgebirge zu bieten hat, das Beste. Wir hatten die Route mit der entgegengesetzten Fahrtrichtung richtig gewählt, da uns so einige Schiebestücke erspart geblieben sind. Sollten wir den Weg noch einmal fahren, werden aber die Etappen anders gewählt. Es empfiehlt sich, am ersten Tag bis Oberhof zu fahren. Dann ist der zweite Tag wirklich etwas entspannter.
Rennsteig – wir kommen wieder!
Ein besonderes Dankeschön möchte ich an meine Mitfahrer richten! Erst die Gruppe macht eine Tour zu einer besondern Tour! Danke für die schöne Zeit und bis zur nächsten Aktion!
Heute fuhr ich wieder meine Runde am Main. Allerdings benutzte ich heute mein Wheeler Falcon, das nach längerer Zeit in Reparatur wieder einsatzbereit ist.
Ein Dankeschön geht deswegen an Race-Worx in Aschaffenburg, besonders an Erich, der sich wirklich sehr eingesetzt hat.
Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten. Entweder verkaufe ich das Wheeler, aber ich nehme an, dass ich die Kohle die ich investiert habe, nicht wieder bekomme. Die andere Möglichkeit, und dafür habe ich mich nach der heutigen Runde endgültig entschieden, ist, dass ich das Rad im Winter fahren werde. Sozusagen als Schlechtwetterrad. Und so kann ich mein Stevens den Winter über schonen.
Hier die Daten der heutigen Runde:
Fahrzeit: 01:46:37
Kilometer: 45,97 km
Durch. Geschw.: 25,87 km/h
Max. Geschw.: 34,9 km/h
Höhenmeter: 73 m
Ein ordentliches Ergebnis. Trotz des schwereren Fahrrads.
Am Freitag geht es nach Thüringen auf den Rennsteig. Das Wetter scheint ja mitzuspielen.
Den Bericht mit Fotos gibt es dann nächste Woche!