Frohes Neues – „Bayerwald 1“

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(Keine Ahnung, ob ich das hier angeben muss oder nicht.)

Rückblick 02.01.2020

Und schon bin ich fast aktuell. Der Rest des Jahres verlief relativ ruhig. Gerade noch so hatte ich es geschafft, die 10.000 Jahreskilometer im Freien zu erreichen – das war mein Ziel. Das will ich nach Möglichkeit 2020 auch wieder hinbekommen, ansonsten habe ich keine großen sportlichen Ambitionen für das Jahr – ein paar schöne Touren mit der Familie und Freunden und vielleicht ein MTB-Marathon. Das würde mich reizen, aber ich muss abwarten, wie es mit dem „Fixateur interne“ weitergeht und wann der Termin für die Entfernung ist. Planmäßiger Zeitpunkt wäre nach neun Monaten postoperativ, also Mitte Juni. Das ist allerdings ein ungünstiger Zeitraum. Ich hoffe, es geht einen Monat früher. Wenn nicht, überlege ich, ob es nicht Sinn macht, bis Herbst zu warten. Dann wäre die Hauptsaison vorüber und eine sportliche Zwangspause nicht so tragisch. Aber das steht im Moment noch alles in den Sternen.

Aber zurück zum Biken. Das Christkind brachte uns überraschenderweise ein Geschenk in Form eines Kurzurlaubs im Bayerischen Wald. Start war der 01.01.2020. Das passte gut, da wir Silvester in Nürnberg bei Verwandten verbrachten. So mussten wir am 01. gerade noch etwas weiter fahren.
Geplant war das ganze als Skiurlaub, aber es gab keinen Schnee – in meinem Fall zum Glück. 😉
Diane und die Kinder nahmen Boards und Skier mit, zumindest auf dem Arber sollte ein bisschen Abfahrtssport möglich sein. Die Tallagen waren allerdings schneefrei. Deswegen nahm ich mein Bike mit.

Nach kurzer Fahrt checkten wir am Mittwochnachmittag in unserer Ferienwohnung ein. Unweit des kleinen Örtchens gibt es ein kleines Skigebiet am Hohenbogen bei Neukirchen b. Hl. Blut.
Leider lag dort nicht genug Schnee und die Wintersportler in unserer Familie fuhren am Donnerstag zum Arber. Aufgrund der für mich günstigen Schneelage war es mein Plan, den Hohenbogen mit dem Rad zu erobern.

Es war zwar frisch, aber sonnig und trocken. Mit der richtigen Ausrüstung ideale Bedingungen zum „Winterbiken“. Ich hatte mich für mein altes 26″-Fully entschieden, das ich inzwischen als Winter- und Schlechtwetter Mountainbike nutze.

Zuerst führte mich die geplante Route nach Neukirchen.

Direkt im Ort begann der Anstieg, vorbei am verwaisten Skihang, auf den Hohenbogen.

Ich hatte mir eine möglichst einfache, durchgängige Auffahrtsvariante herausgesucht. Ein kleines Stück musste ich jedoch auf einem wohl eher ungenutzten Waldweg bergan schieben. Doch im Großen und Ganzen war die Auffahrt sehr angenehm.

An der Diensthütte der Forstverwaltung wechselte ich auf die asphaltierte Straße, welche bis fast hinauf zum Gipfel führte.

Hier oben gab es eine herrliche Aussicht über den schneelosen Bayerischen Wald bis hinüber in den nahen Böhmerwald.

Im Berghaus Hohenbogen kehrte ich ein und wärmte mich bei einem Cappuccino und einem Stück Kuchen etwas auf. Ich war heute wohl der einzige Mountainbiker und zog verwunderte Blicke auf mich. Übrigens traf ich auch unterwegs keinen weiteren Biker.

Nach der Rast pedalierte ich weiter zu den beeindruckenden Nato-Türmen. Auf eine Besichtigung der Zeugnisse des „Kalten Krieges“ verzichtete ich aufgrund der frischen Temperaturen und der voranschreitenden Tageszeit. Zwar hatte ich eine rudimentäre Beleuchtung am Rad, wollte aber trotzdem nicht unbedingt in die Dunkelheit geraten.

Außerdem wartete nun der beste Teil der Tour auf mich – die Abfahrt zurück nach Neukirchen. Diese erfolgte teils auf tollen Singletrails, teils auf flotten Schotterpisten.

Abschnittweise war ich sogar froh, dass ich mit meinem Fully unterwegs war. Gerade  im oberen Teil waren die Trails durchaus etwas ruppigerer Natur, jedoch immer gut fahrbar.

Bei untergehender Sonne fuhr ich zurück zur Ferienwohnung und genoss dabei die feierliche Stimmung des schwindenden Tageslichts.

Die Auftakt-Tour war ein voller Erfolg gewesen und ich freute mich schon auf den nächsten Tag und die zweite Tour.

Keep on Biking!

Die vielleicht wichtigste Tour des Jahres 2019

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Rückblick 20.10.2019

Eine Woche nach dem Kurzurlaub, gerade als ich wieder mit dem Rennradfahren begonnen hatte, passierte der Unfall. Nach dem ersten Schock, der Operation und dem Krankenhausaufenthalt begann ich mit meinem eigenen Reha-Programm. Zunächst bin ich viel gelaufen. Alle Wege – zur Apotheke, zum Arzt, zur Physiotherapie, etc. – habe ich zu Fuß erledigt. Nach und nach begann ich dann mit leichten Athletik-Übungen und zaghaften Versuchen auf dem Ergometer. Die Kontrolluntersuchungen im Klinikum bestätigten einen positiven Genesungsverlauf. Auf Schmerzmittel konnte ich bereits  zwei Wochen nach der Entlassung aus dem Krankenhaus verzichten. Die Behandlungen der Praxis Handgriff unterstützenden mich dabei.

Und bereits einen Monat nach der Operation saß ich schon wieder auf dem Rad – natürlich mit der nötigen Vorsicht. Zunächst begann ich mit kurzen Strecken im Ort, die ich bisher zu Fuß erledigt hatte. Langsam steigerte ich die Umfänge, als ich merkte, dass mir das Radeln nicht merklich schadete. Am Sonntag, den 20.10 war es dann soweit. Ich fühlte mich gut und es war ein schöner Herbsttag. Wir beschlossen, eine kleine Familientour mit Einkehr im Waldmichelbacher Hof zu fahren. Was war das schön, und ich war so happy, dass ich im Kreise meiner Lieben wieder Rad fahren konnte!

Ja, das war die vielleicht wichtigste Tour des Jahres 2019, wenn nicht sogar überhaupt. 🙂

Keep on Biking!

Kurzurlaub in Cortina – Der letzte Tag

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Rückblick 06.09.2019

Der Blick aus dem Fenster bestätigte leider die Wettervorhersage vom vorherigen Tag. Es regnete und zudem waren die Temperaturen in den niedrigen, einstelligen Bereich gefallen. Das bedeutete, dass es weiter oben sogar schneien könnte.

Eigentlich hatte ich für den letzten Tag nochmal eine schöne Tour geplant. Das Ziel wäre der Lago Fedara gewesen – ein landschaftlicher Traum. Aber bei diesen Bedingungen hätte diese Tour keinen Sinn gemacht.

So entschieden wir uns für eine Tour auf der Sellaronda – mit dem Auto…

Unterhalb des Pordoijoch kehrten wir ein und gönnten uns eine Portion Carbonara. Der Blick aus dem Albergo Ristoro Lezuo bestätigte uns in unserer Entscheidung. Das Wetter wurde nicht besser – dafür war die Pasta lecker.

Nach der Tour bummelten wir noch ein bisschen durch Cortina. Das Wetter war immer noch mies, so dass ich nur ein einziges Foto vom Ort gemacht habe.

Schade, dass aus der MTB-Tour nichts geworden ist, aber so ist das halt mit dem Wetter in den Bergen.

Am nächsten Tag war schon wieder die Heimreise angesagt – die Kinder warteten schon sehnlichst auf uns.

Keep on Biking!

Kurzurlaub in Cortina – Tour 3

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Rückblick 05.09.2019

Auch der nächste Tag erfreute uns mit Kaiserwetter. Wir hatten uns gut erholt und waren bereit für die zweite Tour. Diese führte uns zu den Cinque Torri.

Doch zunächst mussten wir erst wieder ein paar Kilometer am Fuße der Tofane auf dem Falzarego hinauf kurbeln, bevor wir die Passstraße verließen und die steile Auffahrt zum Rifugio Cinque Torri angingen.

Wir rasteten hier allerdings nur kurz und entschieden uns alsbald für die Weiterfahrt. Die große Pause wollten wir ganz oben einlegen.

Nun erreichten wir die berühmten Kletterfelsen. Das Motiv der markanten Felstürme dürfte den meisten bekannt sein.

Unser Weg führte uns weiter hinauf, in Richtung höchster Punkt der Tour. Bis dorthin waren es noch einige steile und schottrige Höhenmeter.

Endlich hatten wir die Forcella Nuvolau und damit auch das Rifugio Averau erreicht. Hier legten wir nun die wohlverdiente Pause ein.

Die Hütte war gut besucht und wir fanden gerade noch so ein kleines Plätzchen. Das Essen war sehr lecker, wenn auch nicht gerade günstig. Nachdem wir uns etwas erholt hatten, fuhren wir weiter.

So steil, wie es auf der einen Seite hinauf ging, ging es nun auf der anderen bergab. Loser, grober Schotter machte die ersten Tiefenmeter zu einer Zitterpartie. Dann wurde es etwas flacher, aber die Anspannung bei der vermeintlich einfachen Abfahrt blieb.

Das herrliche Panorama genossen wir immer wieder beim Händeausschütteln. Weiter unten trafen wir auf die Passstraße des Passo di Giau.

Ich kannte den Pass bereits von der Maratona und war froh, dass wir nur ein paar Kehren des oberen Teil des Passes vor uns hatten. Wie heißt es so schön? „Der Giau ist eine Sau!“ 😉

Von nun an ging es bergab. Und wie! Einer der schönsten Abschnitte des Urlaubs lag vor uns. Die alte „Passstraße“. Von der Straße war allerdings nicht mehr viel zu sehen. Sie war komplett mit Gras bewachsen.

Trotzdem war sie super zu fahren und die Aussicht auf die Dolomiten war erneut spektakulär! Ein Traum, der leider viel zu schnell vorbei war. Dieses Stück hätte gerne etwas länger sein können. Auf der richtigen Straße fuhren wir weiter, zurück in Richtung Hotel.

Ein kleines Trailexperiment bot nochmals etwas Abwechslung und Abenteuer, bevor wir das Hotel erreicht hatten und die Tour auf der Terrasse der Bar beendeten.
Auch die dritte Tour in Cortina war ein voller Erfolg gewesen.

Leider versprach die Wetterprognose für den nächsten Tag kein Kaiserwetter, aber daran wollten wir jetzt noch nicht denken…

Keep on Biking!

Kurzurlaub in Cortina – Tour 2

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Rückblick 04.09.2019

Am liebsten mag ich es ja, wenn wir direkt vom Hotel unsere Touren starten können, ohne noch groß mit dem Auto herumfahren zu müssen. Neben dem Preis ist das eines der wichtigsten Kriterien für die Unterkunft. Das Hotel Villa Argentina erfüllte alle Kriterien und wir starteten nach einem ausgiebigen Frühstück die heutige Tour.

Wir holten die Räder aus der Bikegarage und rollten zuerst hinab nach Cortina. Die Sonne strahlte und kein Wölkchen trübte den blauen Himmel. Bis zum Abend sollte das so bleiben. Die Temperatur war angenehm und wir konnten in kurz/kurz starten.

Bei der Navigation holperte es zunächst ein bisschen, dafür erfreute uns ein kleiner Trail auf der Abfahrt.

Kurz darauf gelangten wir zu einer Bobbahn – was für eine Gelegenheit! Ich ließ es mir nicht nehmen, ein Stückchen in der Bahn gen Tal zu rauschen.

Die Bahn wurde lt. Wikipedia bereits im Jahre 1923 eröffnet. 1956 fanden olympische Wettkämpfe im Bob uns Skeleton darauf statt und 2010 wurde die Anlage geschlossen. Der marode Zustand bestätigte das. Zum Biken eignete sich die Strecke dennoch hervorragend. 😉

Im Anschluss durchquerten wir den Ort und erreichten den Radweg, auf dem wir ein Stückchen fahren wollten. Der Weg führte entlang der ehemaligen Bahntrasse durch eine grandiose Landschaft. Ein bisschen erinnerte die Szenerie an das Val Mora.

Besondere Highlights dieses Abschnittes waren die Tunnel der historischen Dolomitenbahn.

Hier waren nun doch einige Biker unterwegs. Die ehemalige Eisenbahntrasse, „Ferrovia“ genannt, ist Teil des überregionalen Projekts  „Fernradweg der Dolomiten“ und scheint durchaus beliebt zu sein. Allerdings waren wir mit unseren „Bio-Bikes“ wieder einmal eindeutig in der Unterzahl…

Wir näherten uns der Mittagszeit und verspürten bereits etwas Hunger. Zudem mussten wir nun bald den einfachen, relativ flachen Radweg verlassen und einiges an Höhenmetern überwinden. Da kam uns das Ristorante Ospitale sehr gelegen.

Wir legten eine Pause ein und genossen bei herrlicher Aussicht Spaghetti Carbonara.

Frisch gestärkt begannen wir den Anstieg in Richtung Monte Cristallo. Und gleich die erste Rampe war atemberaubend. Nicht wegen der Aussicht oder so – nein, der Weg war einfach sacksteil und zudem von schwerem Gerät so zerfurcht, dass an ein Fahren nicht zu denken war. Wir schoben bergauf und hofften, dass die Steigung bald etwas nachlassen würde.

Nach gut 200 Höhenmetern wurde es tatsächlich flacher und wir konnten entlang des Baches „Bosco“ durch das wunderschöne Hochtal pedalieren.

Wir näherten uns dem höchsten Punkt der Tour auf gut 2100 Metern zu Fuße des imposanten Cristallo-Massivs.

Von nun an ging es bergab. Und erfreulicherweise zunächst auf einem tollen Trail.

Diese Abfahrt hätte noch Stunden dauern können, aber wir kamen nun von oben an den Passo Tre Croci.

Parallel zur Passstraße fuhren wir teils auf netten Flowtrails gen Cortina zurück.

Ein besonderes Abenteuer erwartete uns weiter unten. Wir mussten über einen reißenden Wildbach (Ra Begontina). Na gut, Diane meinte es wäre ein Bächlein…
Es gab leider keine Brücke und der Bach führte für mein Empfinden relativ viel Wasser.  Weder oberhalb noch unterhalb fanden wir eine bessere Überquerung. Gut, wir hätten auch einfach auf der Straße ins Tal rollen können, aber das wollten wir dann auch nicht. Also zogen wir Schuhe und Socken aus und durchquerten vorsichtig den Bach. Brrr, war das kalt! Glücklicherweise überstanden wir beide wohlbehalten diese „Extremsituation“ und setzten unseren Weg am anderen Ufer fort.

Ein paar letzte Trails und eine lange Abfahrt und wir waren in Cortina angelangt. Nun mussten wir nur noch ein Stückchen den Falzarego hinauf.

Die ersten paar Höhenmeter bezwangen wir abseits der großen Passstraße. Das war zwar sehr schön, aber auch extrem steil.

Es wurde noch mal ein ziemlicher Kampf bis zum Hotel, zu guter Letzt schafften wir es aber doch. 😉

Auf der Terrasse der Hotelbar erholten wir uns von der letzten Auffahrt und ließen den Tag Revue passieren. Cortina? Leistet!

Keep on Biking!