Archiv der Kategorie: Gravel
Geschützt: Die Familientour 2024 – Etappe 3 von Bad Tölz nach München
Rund um den Einstein 3.0
[Werbung (unbezahlt) wegen Marken-, Orts- und Namensnennung und Verlinkung.] (Keine Ahnung, ob ich das hier angeben muss oder nicht.)
01.10.2023
Das erste Mal mit dem Bike in den Alpen – 2007 war das ein einschneidendes Erlebnis für mich. Auch wenn die Tour „Rund um den Einstein“ keine sonderlichen Herausforderungen bot, gefiel mir die Runde damals sehr gut und legte den Grundstein für viele folgende Touren in den Bergen. 2009 gab es ein „Remake“ in größerer Gruppe.
2022 fuhr ich schließlich den Marathon in Pfronten. Einige Wege der Einstein-Runde waren auch da Bestandteil der Strecke.
Am ersten Oktober 2023 fand nun ein weiterer Besuch der herrlichen Region um Pfronten und des Tannheimer Tals statt.
Mit von der Partie war mein Bruder, welcher mich überhaupt erst zum Radfahren brachte. Leider kamen gemeinsame Touren in den letzten Jahren etwas zu kurz, aber jetzt war es endlich soweit. Wir umrundeten erneut den Einstein.
Diesmal allerdings mit den Gravelbikes und auf einer etwas abgespeckten Strecke.
Der Start erfolgte in Pfronten. Ein etwas außerhalb liegender (gebührenpflichtiger) Parkplatz war der ideale Ausgangspunkt.




Es herrschte wirkliches Kaiserwetter und mit der Zeit stiegen auch die Anfangs frischen Temperaturen.
Entlang der Vils kurbelten wir auf besten Wegen durch das wunderschöne Vilstal in Richtung Tannheimer Tal.






Auf gut 1.100 Metern hatten wir eine erste, kleine Passhöhe erreicht, von der aus wir hinab ins Tannheimer Tal rauschten. Außer uns waren noch viele weitere Radfahrer*innen unterwegs, die meisten jedoch mit elektrischer Unterstützung und mangelnder Radberrschung…

Auf dem schönen und gut ausgebauten Radweg pedalierten wir durch das weitläufige Tal mit alpiner Kulisse.


Direkt am Radweg fanden wir „beim Öfner“ die perfekte Jausenstation.


Wir hatten schon gut über die Hälfte der Strecke hinter uns gebracht und lagen gut in der Zeit. So konnten wir, trotz des nicht ganz so üppigen Zeitpolsters, eine schöne Pause verbringen.
Die letzten Höhenmeter vergingen nach der Stärkung wie im Flug, was aber auch an der fantastischen Aussicht lag.




Erst auf der wenig befahrenen Achtalstraße, dann auf dem parallel dazu verlaufenden Radweg, gelangten wir nach einer langen Abfahrt nach Pfronten zurück.


Dort gönnten wir uns zum Abschluss ein leckeres Eis, bevor wir uns auf den Heimweg machten.
Das war wirklich ein wunderschöner Tag gewesen, von dem ich bis jetzt in dem sehr verregneten Winter zehre.
Keep on Cycling!
Quality time 2023 – Tag 4
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05.09.2023
Ein letztes Mal für dieses Jahr hieß es zusammenpacken, Räder beladen und aufsatteln.

Drei herrliche Tage lagen bereits hinter uns. Heute folgte die letzte Etappe – nach Hause.
Wie immer betrachteten wir das mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Zum einen freuten wir uns auf unser Zuhause und unsere Kinder, zum anderen bedauerten wir, dass die schöne Zeit zu zweit mit unseren Rädern zu Ende ging. Wäre das Wetter nicht so gut gewesen und die Tour bis hierher nicht so toll, hätte das aber sicher auch anders ausgesehen…

Nach dem Frühstück verließen wir unser Quartier in Buch und begaben uns an die Ufer der Fliede.


Zu Beginn war es noch recht frisch, doch schon bald wurde es wärmer. Wir passierten den Monte Kali, die herausragende Sehenswürdigkeit in der Region um Neuhof.



Wir pedalierten weiter, entlang dem Verlauf des hessischen Radfernweg R3.

Dieser führte uns entlang der Kinzig durch das schöne Kinzigtal. Höhenmeter waren nicht zu bewältigen, nur der Gegenwind und der abschnittsweise grobe Schotter minderten den Fahrspaß minimal.

In Steinau an der Straße, uns bestens bekannt wegen des Eselsweges und nicht zuletzt wegen des Erlebnisparks Steinau, erfreuten wir uns an der bisher so nicht wahrgenommen Altstadt.

Für das Brüder Grimm Haus, die Teufelshöhle und die Brathähnchenfarm fehlte uns leider die Zeit.
Wofür ich allerdings Zeit eingeplant hatte, war eine ausgedehnte Pause an der Kinzigtalsperre. Immer, wenn wir auf der A45 mit dem Auto dort vorbeifuhren, dachte ich mir: „Da will ich mal mit dem Rad hin“.
Heute lag der Stausee auf unserer Route. Um so größer war meine Enttäuschung, als wir die Ufer der Talsperre erreichten.


Aufgrund von Baumaßnahmen und der Sicherheitsprüfung war der komplette See abgelassen. Aus der schönen Pause wurde also leider nichts.

Dafür verbrachten wir in Wächtersbach, in der Bäckerei Naumann, eine ausgedehnte Pause.
Hier hatten wir ungefähr die Hälfte der zu fahrenden Strecke zurückgelegt.
Bis Gelnhausen blieben wir noch im Kinzigtal, dann änderten wir die Richtung und fuhren in Richtung Franzosenkopf, Kahlgrund und letztlich Heimat.



Nun wurde es doch noch hügelig und dank der Temperatur richtig schweißtreibend. Etwas Abkühlung brachte uns ein Eisdielenstopp in Schöllkrippen, der es leider nicht auf ein Foto schaffte.

Noch zwei Anstiege durch bekanntes Terrain und wir standen nach vier Tagen wieder zu Hause vor unserer Tür.

Ein weiteres Mal hatte sich das Konzept, unsere Quality-Time-Tour direkt von zu Hause weg zu starten, als voller Erfolg erwiesen. Wir verschwendeten keine Zeit für eine lange Anreise und schonten dabei auch noch die Umwelt – perfekt!
Wir waren, wie letztes Jahr, mit minimalem Gepäck unterwegs – alles verstaut in jeweils einer „Arschrakete“ und einer Lenkertasche. Mehr brauchte es bei dieser Witterung und Übernachtungen in Hotels nicht.
Unsere Räder, Specialized Elite E5, leisteten treu und verlässlich ihre Dienste – bei mir jetzt schon seit zweieinhalb Jahren und über 14.000 Kilometern.
Und wie heißt es so schön? Nach der Tour ist vor der Tour – die Planungen für 2024 laufen schon. 😉
Keep on Cyclig!
Quality time 2023 – Tag 3
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04.09.2023
Strahlender Sonnenschein erwartete uns auch an diesem Morgen. Mit dem Wetter hatten wir echt Glück!
Heute würde uns unser Weg in und über die Rhön führen. Endlich weg von den Flussradwegen. Eigentlich war das die Etappe, die uns am meisten Spaß machte.
Zunächst mussten wir aber erst einmal aus der „Großstadt“ Schweinfurt hinaus. Ein erster Anstieg bescherte uns, oben angelangt, schöne Ausblicke auf das, was vor uns lag.



Die abwechslungsreiche Route machte richtig viel Spaß, wobei der Wind heute etwas gegen uns war.

Feinste Gravelabschnitte ließen unsere Herzen höher schlagen. Zwischendurch gönnten wir uns den Riegel, den wir zum Abschied vom Hotelpersonal in Schweinfurt geschenkt bekommen hatten.


Nach knapp 40 Kilometern legten wir eine Pause in einem nicht sehr idyllischen Café in einem Gewerbegebiet in Bad Neustadt ein. Wir verpflegten uns ordentlich, denn nun begann der Anstieg auf das Dach der Tour. Das lag auf der „Passstraße“ an der Schwedenschanze. Bis dahin waren es aber noch gut 25 Kilometer und 500 Höhenmeter.

Das meiste davon legten wir auf dem toll ausgebauten Brendtal-Radweg zurück, einer ehemaligen Bahntrasse. So pedalierten wir bis Bischhofsheim, am Fuße des Kreuzbergs.


In Bischofheim stoppten wir für ein sehr leckeres, handgemachtes italienisches Eis in der Eisdiele Adriana. Das kühlte von innen und sorgte gleichzeitig für einen Energienachschub. Den hatten wir nötig, denn jetzt wurde der Streckenverlauf auf den letzten Kilometern bis zur Schwedenschanze steiler.



Dieser Abschnitt, obwohl durchaus schweißtreibend, war einfach wunderschön. Die tolle Landschaft der Rhön ringsum ließ die Strapazen in den Hintergrund treten.

Wir erreichten die Passhöhe auf 715 m. Der Berghof Schwedenschanze war geschlossen und machte auch keinen besonders einladenden Eindruck.

So radelten wir noch ein bisschen weiter, überquerten die Grenze zwischen Bayern und Hessen und pausierten unterhalb des Skigebiets Simmelsberg.


Von nun an ging es bis zu unserem Etappenziel nur noch bergab. Wir ließen es rollen und genossen die tollen Ausblicke.




Tja, in der Rhön ist es einfach schön!
Entlang der Fulda, wieder auf einem tollen Radweg, fuhren wir nun bis zu unserem heutigen Ziel Welkers.
Bevor wir unser Quartier im Landgasthof Buch bezogen, deckten wir uns im Gewerbegebiet Eichenzell mit Getränken und Knabberzeugs für den Abend ein und ein kaltes Getränk gönnten wir uns auch noch.
Entgegen unseres ersten Eindrucks, überraschte uns der Gasthof mit einem erstklassigen Abendessen und einem sehr angenehmen Aufenthalt.


Das war durchaus das kulinarische Highlight unserer Reise. Auch der dritte Tag war in jeder Hinsicht ein super Tag gewesen. 🙂
Am nächsten Tag würde es schon wieder nach Hause gehen. Wir waren gespannt auf die letzte Etappe.
Keep on Cycling!