Winterurlaub 2019 in Bodenmais

Wie letztes Jahr zog es uns auch heuer in den Faschingsferien in den Winterurlaub. Da es uns in Bodenmais so gut gefallen hatte, verbrachten wir die Woche wieder dort. Die Infrastruktur und das Preis-Leistungs-Verhältnis sprachen einfach erneut für den Bayerischen Wald und besonders für Bodenmais. Außerdem ist die Region um den Großen Arber relativ schneesicher – während bei uns in der Woche vor Fasching bereits Temperaturwerte um die 17-19 °C erreicht wurde, lag dort noch genug Schnee, um einen schönen Winterurlaub verbringen zu können.

Am Anreisetag statteten wir der Skischule Koller einen Besuch ab und buchten die Ski- bzw. Snowboardkurse. Mein Sohn und meine Frau wollten ihre Fertigkeiten auf dem Snowboard vertiefen, während meine Tochter weiterhin auf zwei Brettern fahren wollte. Ich lieh mir die Langlaufausrüstung (klassisch) für die Woche aus.

Und bereits am Sonntag standen wir auf den jeweiligen Wintersportgeräten. Während Diane und die Kinder am Silberberg direkt in Bodenmais fahren konnten, fuhr ich mit dem Skibus, der mit der „aktivCard“ kostenlos zu nutzen war, weiter zum Aktivzentrum Bretterschachten.

Insgesamt legte ich bei den fünf Touren, die ich unternahm, fast 80 Kilometer zurück. Das war ein gutes Alternativtraining und ich kam nicht ganz aus dem Tritt. Nächstes Jahr werde ich vielleicht zum Skating wechseln und einen dementsprechenden Kurs belegen. Skating sieht einfach cooler aus… 😉

Der Rest der Familie machte während der Kurse große Fortschritte.

Meine Tochter fuhr dieses Jahr schon auf der „großen“ Abfahrt und beim Abschlussrennen, wie bereits im letzten Jahr, auf das Treppchen – sie belegte den 3. Platz.

Bei den Snowboardern gab es kein Rennen, aber auch sie erhielten einen Urkunde und eine Medaille.

Meine Winterbesteigung des Silberberggipfel durfte auch dieses Jahr nicht fehlen, wenngleich sie wegen der Schneeverhältnisse und des Windbruchs ungleich schwieriger war.

Viel zu schnell war die Woche vorbei – aber „schon“ nächstes Jahr ist wieder Fasching. Und gleich im Anschluss an den Urlaub haben wir eine Ferienwohnung für den Zeitraum gebucht. 🙂

Keep on Wintersporting! 😉

 

Winterfreuden

Als Ganzjahresfahrer muss ich zugeben, dass das Radfahren nicht immer Spaß macht oder gar ein Genuss ist. Aber bei solchen Bedingungen, die gestern in der Rhön herrschten, ist eine Mountainbiketour schon etwas ganz Besonderes!

Diane und die Kinder wollten einen Tag auf den Boards bzw. Ski verbringen und die Schneelage in der unweiten Rhön erlaubte dies am Sonntag. Ihr Ziel sollte die Wasserkuppe sein, die von uns aus in gut 1,5h zu erreichen ist. Eigentlich wollte ich zu Hause bleiben, da ich weder Ski noch Snowboard fahre, und Langlauf betreibe ich nur im Winterurlaub auf geliehenem Material. Doch dann reifte eine Idee in meinen Gedanken – was, wenn ich einfach mit meinem Mountainbike mitkomme und eine knackige Wintertour fahre? Zumindest auf den Winterwanderwegen müsste das doch möglich sein. Ich setzte mich an den Rechner und klickte mir einen GPS-Track zurecht, der für mich einen Sinn ergab.
Am Sonntag starteten wir also mit dem vollbeladenem Auto in die Rhön. Ich mit meinem Bike und der Rest mit der üblichen Wintersportausrüstung. Schon auf der Hinfahrt erntete unser Fahrzeug mit dem Rad auf dem Dach viele ungläubige Blicke. Das wurde, je näher wir uns unserem Ziel näherten nicht weniger.
Apropos Ziel – die Szenen, die sich auf der Wasserkuppe abspielten waren unglaublich. So wie es schien, waren wir nicht die einzigen, die bei diesem traumhaften Wetter die Idee hatten…
So etwas hatte ich noch nicht erlebt: Alle Parkplätze waren völlig überbelegt und das Ordnungsamt musste den Verkehr regeln. Wir standen lange im Stau auf dem Berg. Unverrichteter Dinge mussten wir wieder wegfahren. Meine Laune war im Keller – hatte ich doch keinen Plan B an Bord. Beim Herunterfahren kam uns die Polizei entgegen, ich kann mir gut vorstellen, dass sie die Straßen zur Wasserkuppe dichtmachten. Es wäre ja nicht mal mehr für Rettungsfahrzeuge ein Durchkommen möglich gewesen.
Nun gut, etwas unterhalb der Wasserkuppe gab es ein weiteres, kleines, „Skigebiet“: das Zuckerfeld. Dort wollten wir nun unser Glück versuchen. Und tatsächlich, wir fanden einen Parkplatz und die Kinder waren happy. Sie sahen sich nämlich schon um den schönen Wintersporttag gebracht und die Tränen liefen auf der Rückbank. Aber nun wurde alles gut. Sie schnappten sich ihr Equipment und starteten ins Getümmel.
Ich checkte meinen Track und stellte fest, dass ich die Tour trotzdem,  wenn auch etwas abgeändert, fahren könnte. So machte auch ich mich fertig und fuhr los – wieder von vielen ungläubigen Blicken begleitet…

Gleich zu Beginn traf ich auf zwei weitere Biker, die ihre „Fatbikes“ bergauf schoben. Einer der beiden hatte einen technischen Defekt. Sein Rad war „tubeless“ aufgebaut und aus dem Vorderrad lief die Dichtmilch heraus. Das System war undicht. Und der Ersatzschlauch passte leider nicht. So blieb den Zweien leider nur ein längerer Fußmarsch übrig. Ich wünschte einen schönen Tag und fuhr weiter. Und wieder einmal dachte ich mir, dass ich diese Probleme mit dem herkömmlichen System „Mantel+Schlauch“ nicht habe.

Wie schon gesagt, es herrschten traumhafte Bedingungen. Auf den Wegen war ich nicht alleine, aber der einzige Radfahrer. Dementsprechend oft wurde ich angesprochen, immer freundlich. Meistens wurde ich nach Spikes an meinen Reifen gefragt. Diese Frage verneinte ich. Zwar habe ich noch Spikereifen im Keller, habe diese aber schon seit Jahren nicht mehr aufgezogen. Die bringen wirklich nur etwas, wenn die Strecke komplett vereist ist. Bei Schnee reichen gut profilierte Reifen meiner Meinung nach völlig aus.

Am Guckaisee traf ich auf meine geplante Route. Eigentlich hätte ich von hier auf die Wasserkuppe hinauf gemusst. Aber wegen der fortgeschrittenen Tageszeit, des Trubels auf dem Berg, der 300 Höhenmeter und der Schneelage entschied ich mich, diesen Teil der Strecke auszulassen. Eine gute Entscheidung, wie sich am Ende noch zeigen sollte.
Unterwegs war ich übrigens mit meinem alten 26″ Fully von Stevens – ein treuer Begleiter und ideales Rad für diese Tour.

Es waren wirklich Heerscharen unterwegs und fast von jedem wurde ich nach Spikes gefragt. Aber ich hätte sie wirklich nur an einer Stelle gebraucht, die ich aber auf einem Schlittenhang umfahren konnte. Mei, was haben die Kinder für Augen gemacht, als ich mit dem Bike den Hang hinunter fuhr.

So wie hier war ich meist auf gut fahrbaren Wegen mit geschlossener Schneedecke unterwegs. Dank der tiefen Temperaturen war der Schnee fest und nicht sulzig.

Ich näherte mich der Milseburg. Hier wartete ein erstes Highlight auf mich. Im Sommer war ich hier mit den Kindern gewesen und wir wanderten damals auf einem Trail, den ich mir gemerkt hatte. Den Gipfel ließ ich aus und begab mich zügig auf den schmalen Pfad unterhalb des Berges.

Was für ein Spaß! Der Singletrail war super zu fahren und ich hatte ihn für mich alleine! Yeah – so muss eine Biketour im Winter sein.

Auf dem folgenden Abschnitt zum nächsten Highlight wurde es nun tatsächlich etwas einsamer. Ich befand mich im touristischen Niemandsland zwischen den Hotspots. Das war aber nicht weiter schlimm.

So konnte ich wenigstens die Stille und Impressionen in vollen Zügen genießen.

Schließlich erreichte ich den zweiten Singletrail des Tages – den Pfad an der Steinwand. Die Kletterfelsen waren mir neu und ich staunte nicht schlecht, als ich hier auf dem kurzen, aber spaßigen Trail unterwegs war.

Auch die Wandergruppe staunte nicht schlecht, als ich auf dem verschneiten Trail an ihnen vorbeihoppelte.
Memo an mich: Unbedingt mit Kindern im Sommer zum Kraxeln herkommen!

Das letzte Stück der Strecke verlief relativ unspektakulär und ich musste mich nun sputen. Die Sonne näherte sich dem Horizont, es wurde noch kälter und der Rest der Familie wollte sicherlich auch bald ins warme Auto.

Just in Time kam ich am Zuckerfeld an und wir erzählten uns im bald warmen Auto auf der Heimfahrt die heutigen Abenteuer. Gut, dass ich die Wasserkuppe ausgelassen hatte, denn bei diesen Bedingungen hätte mich der Anstieg mindestens eine Stunde zusätzlich gekostet. Also alles richtig gemacht und ich war froh, so eine tolle Tour gemacht zu haben.

Keep on Biking!

Guten Rutsch & und ein frohes Neues!

Das vergangene Jahr kann sich aus sportlicher (und natürlich auch aus nicht-sportlicher) Sicht durchaus sehen lassen. Strava hat dankenswerter Weise wieder einen tollen Rückblick erstellt. Die längste Radfahrt mit über 500 Kilometern am Stück wird leider nicht angezeigt, da mein GPS-Gerät dabei leider streikte. Die Fahrt an den Königssee war natürlich das absolute Highlight. Von der Zweitagestour mit Felix und dem Urlaub mit Diane in Südtirol mal abgesehen. Und nicht zu vergessen die Tour und der Urlaub im Allgäu.
Outdoor habe ich die 12.000 Kilometer Marke geknackt, und das obwohl ich 2018 wieder vermehrt Mountainbike gefahren bin. Ein schöne Leistung, mit der ich sehr zufrieden bin.
Beim Highlander konnte ich meine bisherige Bestzeit um ein paar Minuten verbessern – auch das erfüllt mich etwas mit Stolz.

Und was kommt 2019?

Top-Highlight wird die Fahrt an die Nordsee. Auch hier werde ich mit der 500+-Truppe die 500 Kilometer Marke knacken. Die Vorbereitungen zu diesem Event laufen bereits.
Rennen habe ich tatsächlich keine geplant. Dafür aber ein verlängertes Wochenende mit der Familie in Pod Smrkem und eine Tour mit Freunden auf dem Rennsteig. Wie vor 11 Jahren (Gott, ist das wirklich schon so lange her?). Auch ein paar Tage mit meiner lieben Frau in den Bergen sind vorgesehen. Das Augenmerk liegt 2019 also vermehrt auf Genuss-Biken. 😉
Mal schauen, was das kommende Jahr sonst noch so bringen wird…

Und jetzt wünsche ich euch einen guten Rutsch und kommt gut rüber ins neue Jahr!

Keep on Biking!

Best-of-Fotos „Kids on bikes“

Gegen Ende des Jahres erlaube ich mir eine Auswahl meiner besten „Kids on bikes“-Fotos zu präsentieren.
Die geliebten Touren mit den Kindern werden nun immer länger und anspruchsvoller, wenn ihre Häufigkeit leider etwas zu wünschen übrig ließ.
Beide Kinder bekamen heuer zum Geburtstag neue Bikes mit größeren Laufrädern. Die Kleine ist von 16″ auf 20″ gewechselt und der Große von 20″ auf 24″. Somit werden die Räder immer geländegängiger. Mein Sohn fährt alle Touren selbstständig und wenn meine Tochter nicht mehr weiter kann, wird sie an das Abschleppsystem genommen. So konnten wir einige schöne Touren in diesem Jahr fahren.

Zu Beginn des Jahres noch auf dem 20″er unterwegs.

Auch L. ist hier noch mit dem kleinen Rad unterwegs.


Eine richtige Schneetour durfte natürlich nicht fehlen.

Viel zu selten haben wir es auf den Pumptrack nach Groß-Umstadt geschafft. 


Schon mit den alten Rädern waren richtige Trailtouren möglich.


Im Mai war es dann endlich soweit: F. wechselte auf sein neues Rad. Ich konnte es kaum erwarten.


Im Juni zog L. nach. Auch hier änderte sich mit der Laufradgröße der Radius und das Einsatzgebiet.


Unterwegs mit Freunden.


Premiere: Bachdurchquerung. An der Stelle ist F. mit seinem alten Rad immer gescheitert. Diesmal war er erfolgreich.


Eine der längsten Touren von F. und mir führte uns von zu Hause nach Altenbuch zur Verwandtschaft – quer durch den Spessart. Da waren wir hinterher ganz schön stolz.


An den Skills und dem Style wird auch schon fleißig gearbeitet.

Wetter- und temperaturbedingt befinden sich die Kinder nun mehr oder weniger in der „Winterpause“ – von den Fahrten zum Training oder in den Kindergarten abgesehen. Wobei bei Schnee oder trockenen Verhältnissen sicher die ein oder andere „Wintertour“ möglich sein sollte.

Keep on Biking!